100 Jahre Fußballgeschichte(n)

E Hätz für Zehner
Von Dorothée Schenk [14.07.2012, 16.14 Uhr]

1910 + 100 ist gleich? Jedenfalls nicht 2012, so viel war allen Gästen klar. Mit ein wenig Bissigkeit, Augenzwinkern, in jedem Fall aber mit viel Humor nahmen es die Laudatoren und Vereinseigenen der großen Familie SC Jülich 10/97 bei ihrer Jubiläumsfeier. Und die zeigte, dass alle guten Wünsche und der auch der ausgesprochene Willen da ist, die “Zehner” wieder zu neuer Größe zu bringen.

Der Vorstand und seine erste Mannschaft

Der Vorstand und seine erste Mannschaft

Die “Zehner” das ist viel Erinnerung, viel Nostalgie, aber immer wieder auch Aufbruchstimmung wie der Abend im Festzelt auf dem Karl-Knipprath-Stadion zeigte: Nicht nur das wirklich herausragende Jubiläumsbuch über 100 Jahre Jülicher Fußballgeschichte, das Uwe Mock – auch Moderator des Festabends – und das historische Gedächtnis des Vereins Günter Kuhn gemeinsam zusammenstellten und schrieben spannt den Bogen von den Glanzzeiten des Vereins zur heutigen ersten Mannschaft – vom Amateurmeister zum Sechsplatzierten der Kreisliga C. Die Bereitschaft dazu signalisierte Trainer Michél Kornetzky bei der Präsentation seiner ersten Mannschaft. Platz 6 in der Tabelle war der Saison-Endstand. Ausbaufähig, wie er meint und den stolz auf die Leistung nicht unter den Scheffel stellte.

Aber “Fußball ist eben nicht nur Championsleague”, wie Laudator Dr. Peter Nieveler
bemerkte, der die Festgemeinschaft mit seinen “Erinnerungssplittern” zu Jülich 10 beschenkte. Vorweggenommen, klagte schmunzelnd Ehrenvorsitzender Matthias Hellmann habe Nieveler ihm einige Geschichten – das war allerdings ob der Fülle seiner Erinnerungen, mit der er kurzweilig die Gäste unterhielt, nicht spürbar.

Ob sich nicht nur die Gäste, sondern auch Vereinsvorsitzender Lingnau und der stellvertretender Landrat Rudi Frischmuth sich auf der Jubiläum richtig vorbereitet hatten, testete Schirmherrr Uwe Willner in einem sehr persönliche Fußballquiz. Für jede richtige Antwort gab es 50 Euro – zumindest symbolisch, denn die Scheine mussten vom Schirm abgerissen werden und waren an diesem Abend nur Kopien.

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Uwe Willner ließ als Sponsor seine Gastgeber "arbeiten". Für jede richtige Antwort gab es einen Schein vom Schirm.

Uwe Willner ließ als Sponsor seine Gastgeber "arbeiten". Für jede richtige Antwort gab es einen Schein vom Schirm.

Es blieb nicht bei diesen gefüllten Umschlägen, reichlich davon konnte Michael Lingnau in Empfang nehmen – etwa von der Stadt Jülich in Person von Bürgermeister Heinrich Stommel der für Rat und Verwaltung als Ehrengast kam und auch dem Festausschuss Kengerzoch der an diesem Abend für das ganz große Zehner-Gefühl sorgte: Mit seinen Liedern – eines schwungvoll, eins fürs Herz – sorgte Marc Muckel für Wallung im Saal. “Mir han e Hätz für Zehner”, sang er sorgte damit vermutlich nächste Hymne des Vereins.

Nicht nur in Positivem geschwelgt wurde an diesem Abend: Neben den Spitzen gegen die finanziellen Rechenfehler, die schon Uwe Mock anfangs ins Spiel brachte, wurde nicht verschwiegen, dass man mehr als die derzeit sieben Jugendmannschaften auf dem Platz sehen möchte – und vor allem auf einem guten Platz. Vorsitzender Michael Lingnau beschwor einerseits das Gemeinschaftsgefühl und die Geduld, die für den Wiederaufbau von Mannschaft und Verein vonnöten seien, andererseits machte er lautstark seinen Forderungen nach einer Sanierung des maroden Karl-Knipprath-Stadions Luft, in dem nicht nur die Zehner, sondern auch viel Schulklassen und andere Sportler zu Hause seien.

Was aber ist ein Jubiläum ohne Ehrungen – reichlich “Nadeln” wurden an diesem Abend sowohl von Willi Gehlen für den Fußballverband Mittelrhein als auch von Günter Kuhn für die vereinsinternen Ehrungen. Auch an der Vielzahl der silbernen und goldenen Mit-Jubilare ist ablesbar, dass bei allen Unwägbarkeiten viele Mitglieder zu “ihren Zehnern” gestanden haben und tatsächlich gilt, was der Jülicher Männergesangsverein 1851 zum Aufwärmen sang “Fußball ist unser Leben”.

Weiter geht es im Festreigen des SC Jülich 10/97 am heutigen Samstag mit dem Spiel der Weisweiler-Elf von Borussia Mönchengladbach gegen eine Zehner-Auswahl und anschließender Sommer-Trunksitzung mit der CCKG im Festzelt.

Sonntag ist Ausklang beim Frühschoppen ebenfalls im Zelt.


Zum Bilderbogen Bilderbogen 1
und Bilderbogen 2


Michael Lingnau

Peter Nieveler

Heinrich Stommel

Uwe Willner

Willi Gehlen

Matthias Hellmann

Festausschuss Kengerzoch


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