Wettbewerbssieger ausgezeichnet

Viel kreatives Potential für Jülicher Familien
Von Redaktion [27.06.2006, 13.28 Uhr]

Die "kleinen Füchse" sind Teil des familienfreundlichen Konzeptes des Forschungszentrum Jülich. Dafür gab es eine Prämierung. Foto: Sylvester

Die "kleinen Füchse" sind Teil des familienfreundlichen Konzeptes des Forschungszentrum Jülich. Dafür gab es eine Prämierung. Foto: Sylvester

Dem Aufruf der Stadt Jülich zum Wettbewerb “Prädikat: familienfreundlich!” folgten im März 22 örtliche Vereine, Initiativen, Firmen und Institutionen. So fiel die Auswahl nicht leicht. Die Jury, besetzt mit Susanne Oppermann für die SPD-Fraktion, Peter Schmitz für die CDU-Fraktion, Ulrike Beckers für die JÜL-Fraktion, Marion Osterfeld für die FDP-Fraktion und Jürgen Laufs für Bündnis 90/Die Grünen, hat unter der Vielzahl von Bewerbungen vor allem diejenigen ausgesucht, die einen vorbildlichen Beitrag dazu leisten, Familien das Leben leichter zu machen. Zum ersten Mal prämiert die Stadtverwaltung diese Leistungen.

Als besonders familienfreundlich wurde das Forschungszentrum Jülich bewertet für seinen Einsatz und dem Programm zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Bereich von Wissenschaft und Forschung insbesondere für die Verein-barkeit von Familie und Beruf. Darunter fallen verbesserte Bedingungen bei der Gestaltung von Arbeitszeiten, z.B. durch Telearbeit, oder Unterstützung der Tagesstätte „Die kleinen Füchse“ und der dortigen Krabbelgruppe, Kinderbe-treuung in den Schulferien oder Vermittlung von Tagesmüttern gehören gleichfalls zum Angebot.

Mit der Eröffnung der Kinderinsel Jülich setzt Inhaberin Kerstin Platzbecker nach Ansicht der Jury zwei wichtige familienpolitische Ziele um. Mit flexiblen Betreuungszeiten, die ganz auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt werden sowie der Unterstützung bei der Berufsrückkehr von Müttern oder Vätern. Besondere Unterstützung gibt es für die Empfänger von Arbeitslosengeld II.

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Seit nunmehr 30 Jahren engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen Jülich in der Spiel- und Lernstube Schweizer Strasse und seit zehn Jahren in der Spiel- und Lernstube Links der Rur in der Gartenstrasse. Sie leisten Hilfestellung bei der Erledigung der Hausaufgaben und geben Anleitung zu kreativen Spiel- und Bastelangeboten. Mit ihrem Angebot werden die Entwicklungschancen der Kinder gefördert. Auch hier vergab die Jury das Prädikat familienfreundlich.

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Sie sind ausgezeichnet: Diese Jülicher haben das"Prädikat familienfreundlich!" von der Jury bekommen.

Sie sind ausgezeichnet: Diese Jülicher haben das"Prädikat familienfreundlich!" von der Jury bekommen.

Aber es gab nicht nur Auszeichnungen bei der Feierstunde im Glashaus des Brückenkopf-Parks. Die Erstplazierten konnten sich neben der “Ehre” über Preisgelder freuen.

Der Verein Kleine Hände e.V. unterstützt insbesondere allein erziehende Eltern bei der Existenzbewältigung. So übernimmt er auch die Verpflegungskosten für Hortkinder der Villa Kunterbunt. Darüber hinaus wird Eltern wirksam bei Behördengängen, der Wohnungssuche oder auch bei der Beschaffung von Kleidung und Mobiliar geholfen. Die alljährliche einwöchige Ferienfahrt der Villa Kunterbunt wird durch den Verein mit großer Selbstverständlichkeit finanziell bezuschusst. Als Gruppierung, die alleine von Spenden lebt und ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften arbeitet, über einen so langen Zeitraum gleichbleibend ein solches Engage-ment zu bewahren, verdient eine entsprechende Würdigung. Die Jury zeichnet dieses Engagement mit einem 3. Platz und 50 Euro aus.

Die Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/ Grünstraße bietet in ihren zahlreichen familiengeführten Geschäften ein umfangreiches Angebot für Familien und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wohnort-nahen Versorgung. Bürgernähe und Kundenservice werden groß geschrieben. So finden Eltern selbstverständlich Wickelhilfen, Kinderspielecken, Transporthilfen für Rollstuhlfahrer oder auch ein WC, wenn’s nötig ist. Die Straßengemeinschaft setzt mit zahlreichen familien- und kind-orientierten Aktionen das ganze Jahr über bunte Farbtupfer und sorgt mit ihrem Engagement für die Stärkung des Stan-dorts Jülich. Dieses Wirken belohnte die Jury mit dem 2. Platz und 100 Euro Preisgeld.

Den ersten Platz belegt der Verein studierender Eltern, der seit rund 15 Jahren die Kinderkiste an der Fachhochschule Jülich betreibt. Mit einer Erzieherin betreut die Elterninitiative morgens von 8.15 bis 12 Uhr acht Kleinkinder im Alter von 0,6 Jahren bis zum Kindergarteneintritt. Da sich die Gruppe finanziell selbst tragen muss, können Kinder von FH -Angestellten und Nicht –FH -Angestellten die Gruppe besuchen, so dass viele Erziehungsberechtigte ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Fällt der Kindergarten oder die Schule für einen Tag aus und die Eltern müssen arbeiten oder stud-ieren, kann auch hier die Kinderkiste helfen. Nach vorheriger Absprache ist es möglich, täglich bis zu zwei Besucher aufzunehmen. Diese Initiative, die jungen Eltern Mut zum Kind macht und ihnen eine konkrete Unterstützung anbietet, die es erlaubt, ihre Ausbildung zu vollenden hat- so die Meinung der Jury- den 1. Platz, verbunden mit 200 Euro, verdi-ent.

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Jülich ist bereits seit Jahren bekennende „kinder- und familienfreundliche Stadt“. Mit dem vielen Grün, dem gut geg-liederten Schul- und Bildungssystem, der facettenreichen Kulturlandschaft und sozialen Infrastruktur, den zahlreichen Sport- und Freizeiteinrichtungen verfügt Jülich bereits heute über ein kinder- und familienfreundliches Angebot. Dieses Angebot stetig weiterzuentwickeln ist eine besondere Herausforderung.

Letztendlich kann eine Kommune nur so gut sein, wie ihre Bürgerinnen und Bürger. Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben mit Ihren Beiträgen deutlich bewiesen, dass in Jülich kreative Potentiale vorhanden sind. So ruft Bürgermeister Stommel auf: “Lassen Sie uns alle gemeinsam unsere Stadt weiter entwickeln, damit Kinder, Jugendliche und Familien angemessene Rahmenbedingungen vorfinden und wir uns alle in Jülich wohl fühlen.“


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