Erfahrungen aus dem ersten Jahr

"Kinderinsel" hat noch einen Platz frei
Von Virginia Lisken [21.05.2006, 12.44 Uhr]

Erzieherinnen der „Kinderinsel“ bleiben am Ball.

Erzieherinnen der „Kinderinsel“ bleiben am Ball.

„Reif für die Insel“ - als Peter Cornelius 1982 dieses Lied sang, dachte er vielmehr an „große Leute“, die dem Alltagsstress entfliehen wollten. 23 Jahre später bietet Kerstin Platzbecker mit einer besonderen Insel dem heutigen Nachwuchs diese Möglichkeit von Spiel, Spaß, Betreuung und Geborgenheit. Seit nunmehr einem Jahr hat die „Kinderinsel“ in Jülich „Am Mühlenteich“ ihre Pforten geöffnet.

Nach einem Jahr scheint die Rechnung aufgegangen zu sein. Hochfliegende Pläne gibt es nicht, die Füßchen bleiben fest auf dem Boden, aber mit viel Spaß und Überschaubarkeit. Einige Aktivitäten haben schon stattgefunden, wie ein „Kennenlernabend“ der Eltern, die erste Weihnachtsfeier oder auch eine Karnevalsparty mit viel Verkleiden. Themenbasteln wie z.B. Laternen für Sankt Martin oder „etwas vom Osterhasen“ können sogar schon die „Kleinsten“ erfolgreich mitmachen.

Ende Mai wird dann gemeinsam mit den Eltern im Garten „gebuddelt“, ein Berg aufgeschüttet, eine Hangrutsche angelegt, Blumen gepflanzt, Unkraut gejätet (Sachspenden in Form von Spielsand oder Rindenmulch sind jederzeit willkommen). Nach getaner Arbeit steht Grillen auf dem Programm, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Für den kommenden Herbst planen Kerstin Platzbecker und ihr Team einen Tag der offenen Tür für alle, die gerne auf die Insel möchten. Es gibt viele Anmeldungen, ein Platz (kann auch geteilt werden) ist derzeit noch zu haben, ebenso die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen.

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Kinder von einem bis vier Jahre finden bei Kerstin Platzbecker Betreuung.

Kinder von einem bis vier Jahre finden bei Kerstin Platzbecker Betreuung.

Wer Kinder im Alter von einem bis vier Jahren hat, kann sie dort entspannt und guten Gewissens in Zehnergrüppchen von zwei staatlich anerkannten Erzieherinnen und einer Praktikantin betreuen lassen. Für die Kleinen steht das so genannte „Rundum Sorglos Paket“ zur Verfügung. Wer noch nicht alleine essen kann, wird gefüttert, wer das „Töpfchen“ noch nicht kennt, gewickelt. Für den Mittagsschlaf stehen Kinderbetten in einem separaten Raum zur Verfügung, getobt und gespielt wird im Ess- und Spielzimmer.

Das Konzept ist schnell erklärt:
„Die Kinderinsel“, so Kerstin Platzbecker, „ist eine private Tagesstätte, die meine langjährige Erfahrung als staatlich anerkannte Erzieherin mit meinen eigenen Vorstellungen eines individuellen, familienergänzenden Betreuungsangebots verbindet.“ Die Flexibilität der Betreuung ist das laut Insel-Chefin Platzbecker das große Plus der Einrichtung: Wählen können die Eltern zwischen Teilzeitplätzen vor- und nachmittags – mit oder ohne Mittagessen – und Ganztagsplätzen. Das Einzugsgebiet spielt dabei keine Rolle. „Wir möchten dem Kind eine liebevolle Atmosphäre bieten, in der es sich angenommen und wohl fühlt, seinen individuellen Bedürfnissen nachgehen und sich entsprechend seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entwickeln kann.“

Nach den pädagogischen Grundsätze des Hauses ist die „Kinderinsel" kein Ersatz für die elterliche Erziehung vielmehr Unterstützung und Ergänzung. „Die tägliche Erlebnis-, Lern- und Lebenswelt soll im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, so dass jedem einzelnen Kind eine allgemeine und umfassende Erziehung möglich ist.“ „Spontane Kräfte“, so Platzbecker, treiben Kinder in ihrem Lernverhalten voran. Dazu gehören Neugierde und Entdeckerlust ebenso wie spielerisches, lustvolles Erkunden in Freiheit. Selbstverständlich ist es, das Sozialverhalten in der Gruppe zu fördern, sowie altersgemäß angemessene Hilfen zur Verarbeitung und Lösung von Konflikten zu geben.


Näheres zur Kinderinsel unter www.kita-kinderinsel.de.


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