Zwischen Vorlesen und Vorlesung

Fachschaft spendete für die Jülicher FH-Kinderkiste
Von Arne Schenk [29.12.2005, 15.36 Uhr]

 Mit großer Freude nehmen Kassenwartin Ulrike Schöning-Windisch (obere Reihe 4.v.r.) sowie (vorne zwischen den Kindern) die 2. Vorsitzende Margareta Olschok (2.v.r.) und Erzieherin Marianne Rothkranz (r.) die Spende aus den Händen des Fachschaftsrate

Mit großer Freude nehmen Kassenwartin Ulrike Schöning-Windisch (obere Reihe 4.v.r.) sowie (vorne zwischen den Kindern) die 2. Vorsitzende Margareta Olschok (2.v.r.) und Erzieherin Marianne Rothkranz (r.) die Spende aus den Händen des Fachschaftsrate

Die Kinder fühlen sich pudelwohl zwischen Klettergerüst, Ballbecken, Spiel- und Bastelecken. Auch der kleine Spielplatz im Solarpark wird eifrig genutzt. „Wir sind froh, dass wir das Gelände der Fachhochschule nutzen können und nicht über die Straße gehen müssen“, erzählt Margareta Olschok, 2. Vorsitzenden des Vereins „Kinderkiste“. Dies ist nicht nötig, denn die „Kinderkiste“ befindet sich an der FH Aachen Standort Jülich.

Zwei Räume, direkt neben der Fachschaft Technik gelegen, stehen dem Nachwuchs zur Verfügung. Bis zu zehn Kinder zwischen einem halben und drei Jahren, also bis zum Eintritt in das Kindergartenalter werden dort von der Erzieherin Marianne Rothkranz plus einem Elternteil betreut. Acht davon sind Stammkinder, zwei Plätze werden für Besucher frei gehalten. Dabei werden Studentenkinder vorrangig behandelt, danach kommt der Nachwuchs von FH-Angestellten. Wenn immer noch Plätze zu vergeben sind, werden diese mit Externen aufgestockt, sodass immer acht Plätze belegt sind. Dazu ist die Kiste montags bis freitags von 8.15 bis 12 Uhr besetzt.

Träger der Kinderkiste ist der „Förderverein für studierende Eltern“. 20 Mitglieder besitzt der Verein. Falls jemand Externes sich die Fachhochschule anschauen oder sogar eine Vorlesung besuchen will, kann sein Kind solange in der Kinderkiste in Verwahrung geben, bemerkt Ulrike Schöning-Windisch, Kassenwartin des Fördervereins. „Auch kurzfristig ergeben sich Möglichkeiten“, bekräftigt Marianne Rothkranz. Wer interessiert ist, meldet sich bei ihr unter Tel. 02461 / 993279.

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Finanziert wird der Verein über Spenden und Beiträge. Ansonsten erhalten sie weder von FH noch vom Land Zuwendungen. Lediglich der AstA leistet monatlich einen Beitrag. Jüngst erfreute die Fachschaft Technik die Kinderkiste mit einer Spende von 600 Euro. „Die Praktikumsgebühren wurden abgeschafft. Einige Studenten hatten allerdings schon ihren Beitrag an den Kosten gezahlt“, erzählt Fachschaftsmitglied Manuel Seubert.
Da das Geld aber wieder den Studierenden zu Gute kommen sollte, wurde dieser Weg gewählt. Ein Drittel der Summe kommt übrigens aus dem Gewinn der Winterparty. Für jeden Gast gingen 50 Cent an die Kindereinrichtung. Der Vorschlag dazu kam von Thorsten Hövel.
Die Kinderkiste freut sich über die unverhoffte Spende: „Das hilft uns wieder sehr viel weiter.“ Und schaut bereits in die Zukunft: „Unser Ziel ist es, zusätzlich einen Nachmittagstermin azubieten“, berichtet Ulrike Schöning-Windisch. Dieser Termin soll möglichst variabel sein, um Studierenden zu ermöglichen, an Praktika oder Übungen teilzunehmen.
Kreativität wird groß geschrieben. Da manschen die Kids mit Farben oder kochen mit den Großen. Mit einem kleinen Rahmenthema geht es im Sommer zudem in die parkähnliche FH-Anlage. Es werden Regenwürmer untersucht, Hummelnester beobachtet und schon mal eine Raupe mitgenommen, um ihren Lebensweg bis zum Schmetterling nachzuvollziehen. Ein Kinderparadies, wie die Frauen feststellen.

Großer Wert wird somit auf eine familienfreundliche Atmosphäre gelegt. Dazu gehört auch, dass jeder sich selbst anziehen kann, oder sich im sozialen Umgang miteinander übt. „Familien haben oft nur ein Kind. Hier müssen diese sich mit anderen Kindern auseinandersetzen“, meint Marianne Rothkranz. „Sie helfen sich aber auch gegenseitig.“ Auch zwischen den Eltern entstehen so häufig Freundschaften und finden Hilfe, wenn Not am Mann oder an der Frau ist.


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