Schlussakkord

Rondò Veneziano krönt die Nideggener Festspiele
Von Redaktion [15.09.2006, 21.51 Uhr]

Mit Barock-Pop krönte Rondò Veneziano an den beiden letzten Abenden die Festspiele auf Burg Nideggen.

Mit Barock-Pop krönte Rondò Veneziano an den beiden letzten Abenden die Festspiele auf Burg Nideggen.

Mit Kanonenschlägen, Feuerrädern und Leuchtraketen endeten am Samstagabend die Festspiele auf Burg Nideggen. Untermalt von Klängen des Ensembles Rondò Veneziano brannte die Kulturinitiative im Kreis Düren zum Abschluss der neuteiligen Konzertreihe ein zwölfminütiges Feuerwerk ab, das von den gut 500 Gästen mit kräftigem Beifall und Bravo-Rufen gewürdigt wurde. Ein spektakuläres Ende der rundum gelungenen Festspiele.

Zuvor war es an Maestro Gian Piero Reverberi und seinen rund 30 Musikern, neun davon mit barocken Kostümen und weißen Perücken, ein Feuerwerk abzubrennen – optisch und akustisch. Rondò Veneziano gelang das mit Leichtigkeit. Obwohl das Zusammenspiel des weltweit bekannten Orchesters perfekt bis ins Detail war, wirkte es ganz und gar nicht kühl, sondern erreichte die Herzen der Menschen in dieser sternenklaren Abschlussnacht mit seinem Barock-Pop ohne Umwege. Mit Standingovations dankte das Publikum dem Ensemble für seine hervorragende Leistung. Wie schon am Abend zuvor, dirigierte Maestro Reverberi am Ende selbst den Applaus. Dass er auch ein exzellenter Pianist ist, hatte er in einer Zugabe als Solist demonstriert.

"Wir hatten an den neun Festspielabenden sieben exzellente Künstler und Gruppen zu Gast, die ein breites Spektrum abdecken. Das hat das Publikum honoriert", freute sich Kä-the Rolfink, Vorsitzende der veranstaltenden Kulturinitiative im Kreis Düren, über die sehr gute Resonanz. Dank der Unterstützung der Sparkasse Düren, der Dürener Kreisbahn und der Rurtalbahn hatte die Kulturinitiative ein hochkarätiges Programm zusammenstellen können.

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Standingovations waren den Musikern um Maestro Reverberi gewiss.

Standingovations waren den Musikern um Maestro Reverberi gewiss.

Rund 4500 Zuschauer dankten es ihnen. Von Regen blieben sie bei den Festspielen 2006 in dem malerischen Ambiente der Burgruine völlig verschont, sehr zur Freude von Landrat Wolfgang Spelthahn, der als Schirmherr fungierte. Wetter, Ambiente, Programm, Resonanz – es stimmt einfach alles. "Uns ist es gelungen, den Ruf der Festspiele auf Burg Nideggen als herausragende Kulturveranstaltung weiter zu festigen. Wer sie erlebt hat, freut sich schon heute auf die Neuauflage im kommenden Jahr", ist er überzeugt.

Zum Auftakt glänzte unter anderem Lokalmatador Engelbert Wrobel aus Abenden mit dem American Swing Orchestra mit Big-Band-Musik. Seine virtuose Klarinette kam beim Publi-kum ebenso gut an wie seine lakonische Mundart-Kommentierung. Bei der Kubanischen Nacht erteilte die Grupo Cimarròn de Cuba den Festspielgästen eine Lektion in Sachen lateinamerikanisches Lebensgefühl – eine heiße Sache. Wolfgang Niedecken singt und spielt Bob Dylan war der Publikumsrenner. Vielleicht gibt es 2007 schon ein Wiedersehen – dann "mit der ganzen Kapelle", so der BAP-Vater, dem es auf "seiner" Burg hervorragend gefallen hat.

Das Kunststück, gut 70 Schüler und junge Erwachsene zu einem engagierten Ensemble zu formen, ist dem Lehrer Clemens Amendt gelungen. Sein exArt-Musiktheater wurde für zwei Aufführungen von "Exodus" mit Standingovations belohnt. Nach dem Musical über die biblische Geschichte des verlorenen Sohns ging es eher humoristisch zu: Erst verblüff-ten die Global.Kryner die Zuhörer mit Welthits im Oberkrainer-Sound, dann war es Georg Ue-cker, der mit seinem Krimi-Theater "Fang den Mörder" für Spannung, vor allem aber Heiterkeit sorgte. Seine Interviews mit den Publikumskommissaren waren einfach einmalig. Zum Abschluss funkelte dann ein Brillantfeuerwerk über der "Bühne unter Sternen".


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