Anordnung des Wirtschaftsministeriums

FZJ muss AVR-Lager räumen
Von Redaktion [03.07.2014, 12.02 Uhr]

Die Räumung des AVR-Lagers im Forschungszentrum Jülich (FZJ) hat jetzt das Wirtschaftsministerium NRW angeordnet. Gefordert wird hierzu ein Konzept, das die Entsorgung der hochradioaktiven Brennelemente klärt. Eine mögliche Variante, ist die bereits untersuchte Rückführung der AVR-Brennelemente in die USA, dem Herkunftsland des Kernbrennstoffs.

Bereits am 30. Juni 2013 sollte die Genehmigung für die Lagerung der Castor-Behälter vom Bundesamt für Strahlenschutz ablaufen. Der Grund: Es fehlen weitere Nachweise bezüglich der Erdbebensicherheit des Lagers. Das ist auch diesmal der Grund für die "atomrechtliche Anordnung zur Entfernung der AVR-Brennelemente", wie es offiziell heißt.

Befürchtet wird von Ministeriumsseite, dass die Bodenverhältnisse für den AVR-Behälters nicht geeignet sind. Hierbei wird von der Genehmigungsbehörde ein theoretisch denkbares Extremerdbeben (Wiederkehrperiode 100.000 Jahre) angenommen.

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Die neuen Anforderungen lägen deutlich höher als zum Zeitpunkt des Baus und der Inbetriebnahme des AVR-Behälterlagers, die den gültigen Anforderungen nach damaligem Stand von Wissenschaft und Technik folgen würden, heißt es in der Stellungnahme des FZJ. Eine Standardverfahren für den Fall des vorausgesetzten Extremerdbebens gäbe es nicht. Das Forschungszentrum lässt daher derzeit aufwändige Untersuchungen anstellen. Angestrebtes Ziel war es, bis 30. Juni 2016 die Castoren in Jülich zu behalten. Jetzt drängt die Zeit. Ein Konzept muss her.

"Das Forschungszentrum Jülich wird hierzu in enger Abstimmung mit allen Beteiligten bis Ende September denkbare Szenarien ausarbeiten und der Aufsichtsbehörde vorlegen", heißt es in der Presseerklärung.

Bis zum der letzte Brennstab aus dem Forschungszentrum Jülich "entfernt" ist, bleibt das Forschungszentrum Jülich durch die Anordnung zum Besitz der Kernbrennstoffe berechtigt. "Die weitere sichere und rechtskonforme Lagerung der AVR-Brennelemente im AVR-Behälterlager ist damit gewährleistet", betont das FZJ.

Zur Reaktion des Jülicher Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU)


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