Goldenes Priesterjubiläum: Dr. Peter Jöcken

Jülich: Gemeinden feiern engagierten Seelsorger
Von tee [25.02.2014, 08.07 Uhr]

Mit sieben Konzelebranten feierte Dr. Peter Jöcken seine Jubiläumsmesse.

Mit sieben Konzelebranten feierte Dr. Peter Jöcken seine Jubiläumsmesse.

Dass Dr. Peter Jöcken gerne seine Gemeinden dirigiert ist kein Geheimnis – miterleben konnten es die Gläubigen bei seinem 50. Priesterjubiläum in der vollbesetzten Jülicher Propsteikirche. Als Marliese Lengersdorf für den Pfarrgemeinderat die Dankesworte gesprochen hatte und die Anwesenden zum Ständchen aufforderte, ergriff der einstige Rektor der Kirchenmusikschule St. Gregorius-Haus in Aachen selbst die Initiative: „Viel Glück und viel Segen“ erklang es unter seiner Führung im vierstimmigen Kanon durch das Gotteshaus. Nur einer von vielen liebevollen Beiträgen der „Schäfchen“ für ihren Pastor.

Die Begrüßung zur Messe hatten die Kommunionkinder aus Bourheim, Kirchberg, Koslar, Krauthausen, Schophoven und Selgersdorf übernommen, aus den Gemeinden, die der Jubilar zwischen 1976 und 2012 um sich versammelt hat: „…dann kamst Du und wir hatten Glück“, hörte die versammelte Festgemeinde eins ums andere mal. Die tiefe Verbundenheit mit dem Vollblut-Seelsorger fand auch Ausdruck in der Sorge um seine Gesundheit, die Dr. Peter Jöcken durch sein überdurchschnittliches Engagements unter anderem in den sechs Gemeinden, als Mitglied in 20 Vereinen, interreligiösen Gesprächskreisen auf lokaler und regionaler Ebene und Präses der Kolpingfamilie strapaziert. Immerhin zählt er bereits 75 Lenze.

Atempausen verschafft sich der Jubilar in der Benediktiner-Abtei Kornelimünster, deren Abt Friedhelm Tissen neben den Pfarrern Konny Keutmann, Paul Cülter, Franz Josef Radler, Heinrich Bongard, Diakon Arnold Hecker und Propst Josef Wolff als Konzelebrant mit Dr. Peter Jöcken am Altar stand.

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Vom Dirigieren versteht er allerlei: Dr. Peter Jöcken bringt Ordnung in den Kanon, den die Gemeinde zu seinem 50. Priesterjubiläum für ihn sang.

Vom Dirigieren versteht er allerlei: Dr. Peter Jöcken bringt Ordnung in den Kanon, den die Gemeinde zu seinem 50. Priesterjubiläum für ihn sang.

Denn auch wenn der Jubilar angesichts der entgegen gebrachten Anteilnahme hörbar berührt war, rief er doch seine Gemeinde zur Ordnung, denn Gott stehe im Mittelpunkt, nicht der Pastor und zitierte aus dem Korintherbrief: „Es ist nicht der, der pflanzt, noch der der gießt, sondern Gott, der alles wachsen lässt.“

Spätestens nach dem Schlusssegen war dieser fromme Wunsch von Pastor Jöcken verflogen. Denn nicht nur, dass der musikalische Priester für ein Ständchen an seine Gemeinde selbst zum Cello griff, es schloss auch die Schar der Gratulanten auf. „Ich bin sicher, irgendwann werden wir Dich vermissen: Deine Originalität, Dein Querdenkertum und Deine Kreativität“, dankte Propst Josef Wolff als leitender Pfarrer von Heilig Geist dem Goldjubilar. Die etwas skurille Rechnung 1 + 6 = 16 machte der Propst auf, um zu verdeutlichen, dass auch die Weggemeinschaft Jüliche Süd-West Teil des„Ganzen“, der Heilig-Geist-Pfarrfamilie ist, obwohl Pastor Jöcken gerne von „meinen Gemeinden“ spräche.

Die Freude an stetigen theologischen, politischen und gesellschaftlichskritischen Diskussionen hob Dr. Peter Nieveler in den Fokus, der nicht nur für den Kirchenvorstand Heilig Geist sprach, sondern auch als Weggefährte aus 35 Jahren. Mit verbalem Augenzwinkern sprach der Laudator neben dem Fleiß und der Beharrlichkeit des Jubilars von seinem unerschütterlichen Selbstvertrauen in seine eigene Meinung und sein Gottvertrauen: „Und meine weitere Frage, ob er von diesem lieben Gott etwa ewiges Leben erwarte, beantwortete er keineswegs mit „nein“, sondern mit einem eher zustimmenden Lächeln.“ Dann wird ja fast doch wahr, was die Kommunionkinder sich und ihrem Seelsorger Dr. Peter Jöcken zur Begrüßung wünschten, „dass Du uns noch weiter 50 Jahre erhalten bleibst.“

Zur Festansprache von Markus Holländer, Vorsitzender der Kolpingfamilie

Lesen Sie hierzu auch: Messen werden auch am Tresen ausgehandelt

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Goldener Festakt (1)

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