Plakette angebracht

Barmen: Glänzender Beweis für den DORV-Preis
Von Dorothée Schenk [07.02.2006, 18.20 Uhr]

Andreas Roters überbrachte DORV-Geschäftsführer Norbert Schommer, seinem Vize Heinz Frey und Sparkassenmitarbeiter Thorsten Timberg die Ehrenplakette.

Andreas Roters überbrachte DORV-Geschäftsführer Norbert Schommer, seinem Vize Heinz Frey und Sparkassenmitarbeiter Thorsten Timberg die Ehrenplakette.

Der Anteil älterer Menschen wächst. Viele von ihnen bleiben in ihren angestammten Stadtteilen, sind aber nicht mehr so mobil. Viele junge Menschen zieht es gleichzeitig vom Land außerdem in die Stadt. Wie müssen öffentliche Einrichtung weiterentwickelt werden, um diesem Umstand gerecht zu werden? Vorbildlich gelöst haben diese Frage die Barmener mit dem DORV-Zentrum, so befand das Städtenetzwerk NRW. Dafür gab es im Oktober 2005 den Robert-Jungk-Preis. Jetzt überbrachte der Geschäftsführer des Städtenetzwerks, Andreas Roters, die offizielle Plakette, die den Eingang des Versorgungszentrums schmückt.

„Für alle Jury-Mitglieder war klar“, so Roters rückblickend, „dass Barmen prominent zu berücksichtigen sein würde.“ Im DORV würden Aufgaben gebündelt, Verknüpfungen hergestellt und das unter Beteiligung der Menschen vor Ort. Aus dem Ehrenamt, so die Erfahrung, erwachse oft neue Berufstätigkeit. Im Fall des DORV wurde eine feste Vollzeitstelle geschaffen und sieben 400-Euro-Kräfte eingestellt. Das Problem, so empfindet es DORV-Geschäftsführer Norbert Schommer, das in Barmen gelöst worden ist, ist längst nicht mehr auf Dörfer beschränkt, es träfe inzwischen auch die Ortsrandbezirke der Städte.

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„Die Stadtbereiche werden veröden“, mutmaßt Schommer. Um dem entgegenzuwirken müssen neue Konzepte und Ideen her, etwa ein Bestellservice für die Jülicher Stadtbücherei. Gezielt an die Erwachsenen soll sich dieses Angebot richten, da die Kinder bereits in der Pfarrbücherei von Barmen bestens versorgt werden. Weitere Serviceangebote, an die im DORV-Zentrum gedacht werden, scheitern zum Teil noch an den Kooperationspartnern. Für die Städte und den Kreis Düren möchte das Zentrum Verwaltungsvorgänge vor Ort anbieten, allerdings gegen Gebühr. Das stößt in Zeiten der Haushaltssicherungskonzepte nicht eben auf Gegenliebe. Da Personal in der öffentlichen Verwaltung gespart würde, aber Kräfte für das DORV mobilisiert werden müssten, hält Heinz Frey, stellv. Geschäftsführer, eine Bezahlung allerdings für unumgänglich. Schließlich sei es ein Wirtschaftsunternehmen, dass nicht durch öffentliche Zuschüsse finanziert werde, unterstrich Frey.

In Planung sind außerdem der Ausbau des Versandangebots und die Einrichtung einer Poststelle. Diese wird besonders durch die Schließung der Stelle in Koslar von Bedeutung. Diese Ideen können dann beim nächsten Wettbewerb, für den es am 20. Februar eine weitere Plakette gibt, eingebracht werden: Barmen gehört zu den 365 Orte im Land der Ideen.


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