Robert-Jungk-Preisverleihung

„The winner is…“ das Barmener DORV-Zentrum
Von Redaktion [27.10.2005, 13.37 Uhr]

Bei der Preisverleihung: Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel, Norbert Schommer, DORV-Geschaftsführer, Angela Hachenberg, Leiterin DORV, Heinz Frey, Initiator und Geschaftsführer DORV-Zentrum GmbH, Minister Armin Laschet. Foto: Detlef Trzolek/DORV

Bei der Preisverleihung: Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel, Norbert Schommer, DORV-Geschaftsführer, Angela Hachenberg, Leiterin DORV, Heinz Frey, Initiator und Geschaftsführer DORV-Zentrum GmbH, Minister Armin Laschet. Foto: Detlef Trzolek/DORV

Jetzt ist es amtlich: Der Robert-Jungk-Preis 2005 für soziales Engagement ist am Freitagabend, 21. Oktober, von NRW-Minister Armin Laschet in Düsseldorf an das Dorv-Projekt Barmen verliehen worden. „Den demographischen Wandel gestalten - Chancen für Gesellschaft und Ökonomie“ - so lautet das Motto des diesjährigen Robert-Jungk-Preises. 15.000 Euro, der 50.000 zu verteilenden Euro Preisgeld konnten die Barmener mit nach Hause nehmen. Der 1. Vorsitzender Heinz Frey verriet, was der Verein mit dem Preisgeld tun möchte: Vor allem sollen die Dienstleistungen ausgebaut werden, etwa möchte DORV die Ummeldungen von Kraftfahrzeugen ermöglichen.

Die DORV-Zentrum GmbH aus Barmen war eines von 220 Projekten aus NRW, das sich um den Preis beworben hatte. Von einer Expertenjury wurden 22 für die Endrunde ausgewählt.

Wolfgang Spelthahn wurde als Referenzperson im Rahmen der Bewerbung des DORV-Zentrums benannt und hat die Bewerbung wie folgt unterstützt:

"Bemerkenswert für Barmen ist das bürgerschaftliche Engagement und die konzeptionell durchdachte Planung und Umsetzung der Initiativen. Diese Aktivitäten durchziehen das gesamte Spektrum eines ländlich geprägten Ortes, der wie jeder andere mit den Problemen des Strukturwandels, der demographischen Veränderung, der Energiekostenfrage oder der Mobilität im ländlichen Raum zu kämpfen hat. Hier hat man aber frühzeitig erkannt, dass Eigenverantwortung und Selbsthilfe eine notwendige Basis darstellen, die Lebensqualität auf den Dörfern nachhaltig zu gestalten und für die Zukunft zu sichern. Das fand nicht zuletzt seinen Ausdruck im Kreiswettbewerb 2005 "Unser Dorf hat Zukunft", bei welchem Barmen als Kreissieger hervorging und im kommenden Jahr auf Landesebene den Kreis Düren würdig repräsentieren wird.

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Freude über den Preis: Heinrich Stommel, Bürgermeister von Jülich, Franz Ludwig Blömer, Vorsitzender des Städte-Netzwerk, NRW, Heinz Frey, Initiator und ehrenamtlicher Geschaftsführer DORV-Zentrum. Foto: Detlef Trzolek/DORV

Freude über den Preis: Heinrich Stommel, Bürgermeister von Jülich, Franz Ludwig Blömer, Vorsitzender des Städte-Netzwerk, NRW, Heinz Frey, Initiator und ehrenamtlicher Geschaftsführer DORV-Zentrum. Foto: Detlef Trzolek/DORV

Hier seien nur einige Beispiele für Initiativen genannt, die deutlich machen, mit welchem Weitblick in Barmen gedacht und gehandelt wird: Reaktivierung der alten Kreisbahntrasse; Abschaffen des Zweitautos – bloß Utopie?; Touristische Erschließung, z.B. Wasserburgenroute, Badesee; Ausbau der Kinderbetreuung, Sichern des Bestandes des Kindergartens; Vernetzung bestehender Einrichtungen; Motor der "Modellregion Nordkreis Düren" ; umfassende, barrierefreie Präsentation im Internet etc. und nicht zuletzt das DORV-Projekt.
Möglichst lebenslang im Dorf leben können, in jedem Alter und für alle Bevölkerungsgruppen, das ist der Grundgedanke, der dem Projekt DORV zu Grunde liegt. Hier ist nicht nur eine Nahversorgung etabliert worden, die sich eng an die Bedürfnisse der Kunden anlehnt, sondern es werden auch Dienstleistungen und soziale Angebote unter einem Dach angeboten.
Der Eröffnung am 9. September 2004 gingen Jahre der intensiven Vorbereitung voraus: Suche nach externen Partnern, Marktabfrage in der Bevölkerung, Finanzierungsmodell, Machbarkeitsstudie, Kommunikation mit ähnlichen Einrichtungen in ganz Deutschland etc. Erst als alle Prognosen positiv und die Akteure verpflichtet waren, hat man den Schritt gewagt, das DORV-Zentrum umzusetzen.

Das Zentrum hat sich zunehmend als Kommunikationsmittelpunkt im Herzen des Ortes etabliert. Nicht zuletzt bietet es einer Ganztags- und sieben Halbtagskräften aus dem Ort Arbeit, Tendenz steigend!

Der Erfolg gibt den Initiatoren und Machern des Projektes Recht. Die Nachfrage nach den angebotenen Leistungen hat alle Erwartungen übertroffen. Bereits nach einem Jahr werden erste Schritte zur Expansion und Erweiterung des Angebotes eingeleitet. Darüber hinaus wird das Projekt Schule machen: in der neugegründeten "Modellregion Nordkreis Düren" wird zukünftig ein gemeinsames Regionalmanagement die gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen auf die angrenzenden Kommunen übertragen können und weitere, maßgeschneiderte Einrichtungen sollen folgen."

Weitere Informationen können im Internet unter www.netzwerk.nrw.de abgerufen werden.

Lesen Sie mehr: Barmener im Finale für ein „Zukunfsprojekt NRW"


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