Schirmer ab Muttertag im Pulvermagazin
Von Redaktion [07.05.2010, 19.00 Uhr]

Die Eifel bei Gerolstein (Ausschnitt) Das Bild ist im Besitz des Jülicher Museums.

Die Eifel bei Gerolstein (Ausschnitt) Das Bild ist im Besitz des Jülicher Museums.

Es ist das „Schimer-Jahr“: In sechs Museen NRW-weit werden in diesen Tagen dem Jülicher Malersohn Ausstellungen gewidmet. "Bilder auf Reisen – Schirmer und Amerika" heißt der Beitrag des Museums Zitadelle in Jülich, der ab Sonntag, 9. Mai, im Pulvermagazin zu sehen ist.

Im 19. Jahrhundert, einer Zeit des industriellen Fortschritts und der Naturzerstörung, bewahren die Landschaftskompositionen der Düsseldorfer Malerschule den Glauben an einen Einklang von Mensch und Natur. In dieser Zeit wird Nordamerika zur Zuflucht für zahlreiche Menschen aus Europa. Durch die deutschen Auswanderer entsteht in den USA ein Markt für die Bilder der Düsseldorfer Malerschule, mit denen sie sich ein Stück idealisierter alter Heimat in ihre neue Umgebung holen.

Schirmer, Initiator und herausragender Vertreter dieses neuen Stils, ist befreundet mit dem Apotheker William Karrmann, der 1831 nach Cincinnati, Ohio, ausgewandert ist. Dort sammelt er für sich und seine Freunde Kunstwerke aus Europa, hauptsächlich Aquarelle, Zeichnungen und Drucke von Künstlern der Düsseldorfer Malerschule.

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Darunter finden sich viele Studien und Aquarelle, die für Schirmer nicht den Charakter eigenständiger Kunstwerke besitzen, die für den heutigen Betrachter jedoch frischer und moderner als seine Kompositionen wirken.

Die Ausstellung rekonstruiert die Reisewege der Bilder, zeigt einen Ausschnitt der mittlerweile verstreuten Sammlung Karrmann und demonstriert an Variationen eines Motivs in Studien, Skizzen und Kompositionen die lange Geschichte von Schirmers Bildideen.

Die Ausstellung wird bis 31. Oktober im Museum Zitadelle gezeigt.

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Das Schlosskonzert: Sechs Museen feiern Jülicher Maler Schirmer

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