Beatles Revival Band spielt zum Auftakt der Kreiskulturtage 2005

Die Stones sind unser Vorbild
Von Arne Schenk [09.06.2005, 14.45 Uhr]

Die Beatlemania ist ungebrochen. Mitten im Herzen des Hithurrikans der 60er-Jahre-Kult-Truppe erfährt dies das zweitbeste Original, die „Beatles Revival Band“ (BRB). Nicht nur wie die Liverpooler zu klingen, nein, wie sie zu sein, ist die Devise der Copy-Cats. Das unglaubliche Erlebnis, die Freaks mit dem Faible für die Fab Four zu erleben, erfahren auch die Besucher zur Eröffnung der Kreis-Kultur-Tage in der Gemeinde Inden. Denn dort spielt die BRB zur Eröffnung am Freitag, 26. August, 19.30 Uhr, im Festzelt auf dem Driesch in Inden/Altdorf. Im Gespräch nimmt „George Harrison“ alias Claus Fischer Arne Schenk mit zu seiner persönlichen °Magic Mystery Tour".

Nach dem Vorbild der Fab Four: Das Logo der Beatles-Revival Band.

Nach dem Vorbild der Fab Four: Das Logo der Beatles-Revival Band.

Wie kommt eine Band auf die Idee, sich lediglich als Coverformation zu verstehen und sich dann auch noch des Repertoires einer einzigen Gruppe zu bedienen?

Claus Fischer: Die Idee ist frühmorgens auf einer Party entstanden. Ein paar befreundete Musiker saßen in der Küche und sangen Beatles-Songs zur akustischen Gitarre. Plötzlich war der Raum prallgefüllt und alle sangen mit. Daraufhin wurde spontan der Entschluss gefasst für den bevorstehenden Fasching eine Band auf die Beine zu stellen. Ein paar Gigs spielen, Spaß haben und fertig. Mehr war nicht geplant. Beim ersten Auftritt im Frankfurter „Sinkkasten“ ist das Publikum völlig ausgerastet. Beim nächsten Konzert das gleiche. Sechs Wochen später spielte die BRB in der ausverkauften Berliner Philharmonie. Im Rückblick wirkt das alles total verrückt.

Was macht den Reiz dieser Unternehmung auch nach 30 Jahren noch aus, zumal ja keine neuen Songs dazu gekommen sind (von „Free as a Bird“ und „Real Love“ vielleicht abgesehen.) Oder werden auch Nach-Beatles-Songs der Ex-Mitglieder im Programm aufgenommen?

Claus Fischer:An unserer Liebe zur Musik hat sich nichts geändert. Der Reiz liegt darin, sich ständig zu verbessern. Die BRB ist ein Teil unseres Lebens geworden. So was wirft man nicht einfach weg. Wir werden spielen solange die Leute uns hören wollen und wir dazu in Lage sind. In dieser Beziehung sind die „Stones“ unser Vorbild geworden: „Never too old to Rock`n`Roll.”
Zum Repertoire muss man sagen: Es gibt 260 Beatles-Songs und wir haben immer noch nicht alle gespielt. Wir bringen ab und zu auch Titel der Ex-Beatles wie z. B. My sweet lord (Harrison), Imagine (Lennon) oder Mull of Kintyre (McCartney).

Werden die Stücke immer noch 1:1 wie auf Platte präsentiert oder gibt es von Zeit zu Zeit neue Konzepte des Arrangements?

Claus Fischer:Wir präsentieren verschiedene Shows. „Unplugged“ spielen wir alle Titel in eigenen Arrangements. Die „Magical History Tour“ bringt die größten Hits der Fab Four im Original-Arrangement zu Gehör, aufgelockert mit eigenen Interpretationen gewisser Titel. Mit „Beatles meets Classic“ beschreiten wir jetzt einen neuen Weg. Hier wird Beatles-Musik unter zu Hilfenahme eines Sinfonie-Orchesters mit klassischen Elementen erweitert. Dabei wird der vom Original vorgegebene klangliche Rahmen gesprengt. Es bleibt dennoch 100% Beatles. Sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Glänzen auf der Bühne: Die Beatles Revival Band.

Glänzen auf der Bühne: Die Beatles Revival Band.

Wie haben sich die Ex-Beatles zum „zweitbesten Original“ verhalten? Haben sie überhaupt je Notiz von der BRB genommen?

Claus Fischer:Mit Tony (Sheridan, eine Art „Geburtshelfer“ der Legende) haben wir in der Anfangszeit mehrfach getourt und später immer wieder einzelne Gigs und ein paar Fernseh-Sachen gemacht. Die Beatles-Plattenfirma wollte uns untersagen den Namen „The Beatles Revival Band“ zu benutzen, damit niemand auf den Gedanken käme wir wären die Beatles. Eine Zeitlang mussten wir uns aufgrund der Klage „The Beatles Revival Band/Frankfurt“ nennen. Mittlerweile ist „The Beatles Revival Band®“ eine eingetragene Marke, gegen den Widerstand von Apple/London. George Harrison durften wir mal auf einer Pressekonferenz die Hand schütteln. Ein weitergehendes Gespräch war aber seitens seines Managements unerwünscht. Paul McCartney hält Beatles-Coverbands generell für überflüssig und Ringo ließ über die Presse verlauten, er gibt uns 500.000 DM damit wir aufhören. Das wäre aber ein schlechtes Geschäft gewesen. Also haben wir angelehnt.

Bei der BRB gab es diverse Umbesetzungen. Wie schafft es die Band dennoch, den hohen Standard zu halten?

Claus Fischer:Das handwerkliche Können muss vorhanden sein und die Chemie muss stimmen. Alle Musiker die später zu uns gestoßen sind waren bereits Profis. Amateure haben bei uns keine Chance. Außerdem mussten nie mehr als 25%, also ein Mitglied, gleichzeitig ersetzt werden. Der Rest der Band war also schon eine eingeschworene Gemeinschaft. Das erleichtert solche Unterfangen. Robby („Paul McCartney“ Matthes) und Christian („Ringo Starr“ Engel) sind von Anfang an dabei. Claus („George Harrison“ Fischer) ist 1983 dazu gekommen. Glen Turner („John Lennon“), unser Neuer, ist jetzt auch schon wieder 4 Jahre dabei.

Wie unterscheidet sich das Publikum und seine Reaktion? Gibt es ein Nord-/Süd-Gefälle oder besteht überall – auch im Ausland - direkt Fetenstimmung?

Claus Fischer:Wir waren in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, England, Irland, Schottland, den Benelux-Staaten, Skandinavien und in ganz Osteuropa samt der ehemaligen Sowjet Union. Die Menschen sind eigentlich überall gleich, aber ich vermute das Publikum in Inden ist das Beste ?.

Was erwartet die Besucher der Kreis-Kultur-Tage in Inden? Gibt es besondere Schmankerl?

Claus Fischer:Wir werden die „Magical History Tour“ präsentieren. Wir sind seit kurzem im Besitz einer seltenen „Coral Sitar-Guitar“. Das schreit natürlich nach ein paar indisch angehauchten Harrison-Songs. Ansonsten: Lasst Euch überraschen. „We`re coming to take you away.“

Zum Text der Kreiskulturtage


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