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Wer traute sich im Schirmerzimmer?
Von Redaktion [29.11.2007, 14.58 Uhr]

Welche Bilder hingen vor dem Krieg an der Wand des Schirmerzimmers? Das ist eine der Fragen, die das Museumsteam im Rahmen des Jubiläumsprojektes „Schirmer 200“ zum runden Geburtstag des Künstlers zu lösen versucht.

Die "Schirmer-Stühle" sind schon da: Hermann Zander (l) und Hans Renn in der Museumswerkstatt.

Die "Schirmer-Stühle" sind schon da: Hermann Zander (l) und Hans Renn in der Museumswerkstatt.

Ein altes Foto aus dem Stadtarchiv zeigt das sogenannte „Schirmerzimmer“ mit Bildern des in Jülich geborenen Malers J.W. Schirmer im Alten Rathaus vor der Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Der Raum wurde unter anderem vom Standesamt als Trauzimmer genutzt.

Die Mitarbeiter des Museums haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich in privater Hand vielleicht irgendwo noch ein Foto findet, das bei einer Trauung aufgenommen wurde und die rechte Wand oder auch die Wand hinter dem Standpunkt des Fotografen aus einer anderen Perspektive zeigt, auf dem die Gemälde besser zu erkennen sind. Denn durch Detektivarbeit nach alten Fotos konnte in den letzten Jahren schon so manches verschollene Sammlungsstück wieder gefunden werden.

Da die Schirmersammlung der Stadt im alten Heimatmuseum im Hexenturm nicht genug Platz hatte, waren bis 1944 die besten Gemälde repräsentativ im Rathaus untergebracht. Die drei Bilder an der Rückwand des ehemaligen Schirmerzimmers konnten auf dem Foto identifiziert werden. Bei dem mittleren Bild handelt es sich um das Gemälde „Der Überfall“ (57,5 x 78 cm), etwa gemalt um 1855 von J.W. Schirmer. Es befindet sich noch heute im Museum Zitadelle Jülich. Das linke Bild „Nach dem Sturm“ (ca. 45 x 55,5 cm) und das rechte „Felsen an einem Waldsee“ (ca. 41 x 53,4 cm) sind vermutlich im Krieg verloren gegangen.

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So sah das Schirmerzimmer im Alten Rathaus aus.

So sah das Schirmerzimmer im Alten Rathaus aus.

Verloren gegangen sind auch weitere Bilder, aber auch Unterlagen über den alten Bestand der Stadt Jülich.

Andererseits konnten in den letzten Jahren einige Werke ausfindig gemacht und wieder in den Besitz des Museums zurückgeführt werden. Unklar ist bis heute, welche Bilder zerstört, welche durch Auslagerung und hilfreiche Privatpersonen sichergestellt wurden und welche durch Diebstahl abhanden gekommen sind. Darum wird jede noch so kleine Spur zur Aufklärung verfolgt. Wer einen Hinweis hat, melde sich bitte im Museumsbüro Kulturhaus bei Museumsleiter Marcell Perse per Telefon unter 02461-9376811 oder mail museum@juelich.de.

Lesen Sie hierzu auch Capris Sonne für Jülichs Museum


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