Hellmuth Eichhorn leitet in fünfter Generation das Familienunternehmen

Großkonzernen die Stirn bieten
Von Redaktion [18.05.2005, 14.00 Uhr]

„An dem Unternehmensgründer muss sich jeder messen lassen,“ so Hellmuth Eichhorn, als fünftes Familienoberhaupt in Folge Firmenleiter bei den Wellpappenwerken Carl Eichhorn GmbH. Jede Generation habe ihre Weiche gestellt, aber letztlich sei die Firma aus dem Mut und Unternehmergeist des Ahnen gewachsen. Zum 150. Mal jährt sich in diesem Mai die Firmengründung.

Fünfter Unternehmer aus dem Haus Eichhorn: Hellmuth Eichhorn führt die Geschäfte der Wellpappenwerke seit 15 Jahren.

Fünfter Unternehmer aus dem Haus Eichhorn: Hellmuth Eichhorn führt die Geschäfte der Wellpappenwerke seit 15 Jahren.

Ein gesundes Unternehmen leitet der dynamische Unternehmer im Jahr 2005. Es war nicht immer leicht. Als er vor 15 Jahren den Betrieb vom Vater übernahm, war seine „erste“ Amtshandlung, Entlassungen vorzunehmen, weil die Papierherstellung nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Ein schwerer Start: „Wir haben bis zuletzt zusammen gearbeitet und die letzte Schicht, als eine Maschine nach der anderen abgeschaltet wurde, waren mein Vater und ich mit dabei. Wir haben alle persönlich verabschiedet,“ erinnert er sich und fügt hinzu, dass bis auf einige Wenige innerhalb kürzester Zeit alle Mitarbeiter wieder Anstellungen gefunden hätten.

„Ich pflege ein konservatives Unternehmertum“, betont Hellmuth Eichhorn. Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und das Bewusstsein, eine Vorbildfunktion für die Mitarbeiter zu haben, sind nur Eckpfeiler. Die Verantwortung für seine Angestellten äußert sich auch darin, dass das Unternehmen erfolgreich ist. „Nur dann sind Arbeitsplätze sicher.“ Dazu gehöre auch ein kluges wirtschaften, um für schwierige Zeiten einen entsprechenden „Notgroschen“ zu haben.

Derzeit stehen die Zeichen bei den Wellpappenwerken Carl Eichhorn auf Investition. Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen für die Modernisierung der Wellpappen-Produktionsanlagen 2,5 Millionen Euro aus. Dazu kommen die Erneuerung von 15.000 Quadratmetern Dachfläche und eine neue Dampfkesselanlage sowie die Ausstattung des gesamten Werkes mit einer neuen Sprenkleranlage. Das Tochter-Werk in Brechen wurde für eine weitere Millionen Euro modernisiert.

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Firmengründer Carl Eichhorn produzierte vor 150 Jahren in Kirchberg zum ersten Mal maschinell Papier.

Firmengründer Carl Eichhorn produzierte vor 150 Jahren in Kirchberg zum ersten Mal maschinell Papier.

Stolz ist der Firmenleiter, der in der fünften Generation das Familienunternehmen führt, darauf, sich gegen die großen Konzerne nachhaltig behaupten zu können. Kein leichtes Unterfangen, denn, so Eichhorn: „Die Großkonzerne machen ihre Gewinne im Ausland.“ Konservativ zahlt Eichhorn nämlich, wie er betont, seine Steuern in Deutschland. Aus Überzeugung: „Hier habe ich Vertragsfreiheit, Rechtssicherheit, und kann mich unternehmerisch betätigen“, begründet er.

Seine unternehmerisch-philosophischen Gedanken scheinen bei den Mitarbeitern zu fruchten. Nicht nur eine stabile, motivierte Mannschaft gibt dem Ausdruck, sondern auch das besondere Geschenk, das die Belegschaft Hellmuth Eichhorn machte. Zum Jubiläum gab es einen jungen Baum, der für Langlebigkeit, Widerstandskraft und Zuverlässigkeit steht: Eine Eiche nämlich, die nach dem Wunsch der Schenkenden, ebenso wachsen und gedeihen möge, wie das Unternehmen. „Ein wunderschönes Geschenk mit hoher Symbolkraft,“ freut sich der so Beschenkte.

Als Dank für die langjährige Treue und Verbundenheit mit dem Unternehmen feiern die Wellpappenwerke Carl Eichhorn GmbH am Samstag, 21. Mai, auf seinem Betriebsgelände ein Jubiläumsfest mit Kunden, Lieferanten Mitarbeitern und Rentnern sowie geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Zur Unternehmensgeschichte


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