Ansprache zur Ehrenring-Verleihung an Pater Karduck, 1
Von Heinrich Stommel

Ansprache von Heinrich Stommel

Ansprache von Heinrich Stommel

Ich freue mich sehr, Sie alle anlässlich der Verleihung des Ehrenringes der Stadt Jülich an Herrn Pater Manfred Karduck hier begrüßen zu können. Normalerweise findet die Festsitzung des Rates aus Anlass der Verleihung des Ehrenrings in städtischen Räumlichkeiten statt. Der heute zu Ehrende ist jedoch so eng mit dem Haus Overbach verbunden, dass ich seiner Bitte, die Verleihung hier vorzunehmen selbstverständlich gerne nachgekommen bin.

Daher möchte ich mich zunächst bei Herrn Pater Provinzial Lienhard für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, die Gestaltung der Festsitzung und die Organisation des anschließenden Empfanges bedanken und ihm die Gelegenheit geben als Hausherr ein Grußwort an uns alle zu richten.

Laudatio

Als Bürgermeister der Stadt Jülich habe ich die ehrenvolle Aufgabe über den Mann zu sprechen, der heute den Ehrenring der Stadt Jülich erhalten wird. Ich tue dies als Vorsitzender des Rates der Stadt Jülich und im Namen aller Ratsmitglieder.

Von Papst Johannes XXIII stammt das Zitat:

„Die Welt ist groß: Es gibt unzählige Wege, dem Herrn zu dienen. Es gibt auch einen für dich.“

Auf einige Facetten des Weges, den in diesem Sinne Pater Karduck in seinem bisherigen Leben gegangen ist, werde ich nun zu sprechen kommen.

Es gibt viel zu erzählen über Pater Karduck, der 67 Jahre jung ist und seit nunmehr 40 Jahren in Overbach lebt und wirkt. Ich werde versuchen, das ganze nach Themenschwerpunkten zu strukturieren, damit Sie wenigstens die Chance haben, bei all seinen Aktivitäten einen gewissen Überblick zu haben.

Der junge Manfred Karduck

Pater Karduck wurde im Sommer 1939 in Wegberg geboren. Viel zu früh verlor er seine Eltern. So fügte es sich, dass er als Schüler in das Internat der Oblaten des Heiligen Franz von Sales kam. In Schleiden und Overbach verbrachte er seine Schulzeit.

In diesen Jahren hat er viel gelernt, aber auch viel Zeit mit seinen Hobbies verbracht. Schon damals war seine Liebe zur Musik unverkennbar. Mit anderen, auf dem Schloss lebenden Internatsschülern, gründete er einen Chor. Dabei war er so überzeugend, dass sich selbst Schüler, die eigentlich der festen Überzeugung waren nicht singen zu können, in seinem Chor der „Schlösser“ wiederfanden und über ihre eigenen gesanglichen Erfolge staunten.

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Das andere Hobby wird mancher von Ihnen erraten, wenn ich Ihnen einige Namen nenne, die etwas mit Pater Karduck gemeinsam haben. Zum Beispiel: Lothar Emmerich und Roberto Carlos. Wahrscheinlich wissen viele von Ihnen jetzt welches Hobby ich meine – richtig, - Fußball! Aber die Gemeinsamkeit der genannten Herren mit Pater Karduck geht noch weiter. Einige nicken schon. Ja, wie die eben Genannten war auch Pater Karduck ein „Linksfuß“. Mit den Füßen ist es eben genauso wie bei den Händen. Er machte seine Sache auf dem Fußballplatz so gut, dass er sowohl in der Schulauswahl, als auch in der Stadtmannschaft Schleiden als „Linksaußen“ spielte. Seine früheren Klassenkameraden, die sich heute nach ihm erkundigen, fragen deshalb nach „Manfred, dem Fußballer“. Manches Match – so behaupten sie – hat er entschieden – mit links natürlich.

Mit dem Eintritt in den Orden im Alter von 19 Jahren endete dann schon die Fußballerkarriere. Aber das hat seiner Begeisterung für den Fußball keinen Abbruch getan. Bleibt die Frage: für welche Mannschaft schlägt sein Herz? Alemania Aachen? Das wäre nahe liegend. Oder vielleicht 1. FC Köln? Schließlich hat Pater Karduck eine Zeit lang dort gelebt. Oder doch Borussia Mönchengladbach? Jedenfalls ist er immer wieder mal im Stadion zu sehen. Es soll sogar vorkommen, dass er sich Verstärkung mitnimmt. In Anbetracht des derzeitigen Tabellenstands der Borussen ist Beistand wohl auch dringend nötig.

Ob er selbst heute noch heimlich Fußball spielt habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Vielleicht sollte mal jemand spätabends in der Overbacher Sporthalle nachschauen…

In gewissem Sinne „aktiv“ im sportlichen Bereich ist er auch heute noch, nämlich als Präses des Overbacher Sportvereins DJK Overbach. Dabei geht es natürlich mehr um die Sportförderung als um die eigene Aktivität.

Aus dem jungen Manfred Karduck wird Pater Karduck

Mit 19 Jahren trat er also in den Orden der Oblaten des Heiligen Franz von Sales ein. Er studierte in Paderborn und wurde im Jahre 1966 zum Priester geweiht. Die Feier seines 40 jährigen Priesterjubiläums fand im vergangenen Jahr statt. Schon bald nach seiner Priesterweihe, nämlich im Februar 1967 wurde er Mitglied der Overbacher Klosterkommunität. Zu dieser Zeit gab es im Haus Overbach 180 Internatsschüler. Pater Karduck übernahm damals als Präfekt im Internat die Betreuung der etwa 50 Internatsschüler der Oberstufe.

Lesen Sie weiter: Pater Karduck und die Musik


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