Satzungsbeschluss könnte November fallen

Erste Golfsaison in Jülich beginnt im Sommer 2007
Von Dorothée Schenk [14.09.2006, 13.36 Uhr]

Der Plan vom Jülicher Golfplatz wird ab Frühling 2007 umgesetzt.

Der Plan vom Jülicher Golfplatz wird ab Frühling 2007 umgesetzt.

Die Sommerpause ist zu Ende: Die ersten Sitzungen der politischen Gremien haben bereits stattgefunden. In Kürze kommt die Offenlegung der Baupläne zum Jülicher Golfplatz auf die Tagesordnung. Ist ein Baubeginn an der Aachener Landstraße noch in diesem Jahr möglich? „Wir hatten mal die zarte Hoffnung“, räumte Frank Rutte-Merkel, Geschäftsführer der Jülicher Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) ein. Die allerdings hatte einerseits der Aachener Kampfmittelräumdienst sehr zweifelhaft gemacht, der vermutlich bis in den November mit de Suche nach Munitionssplittern und Bomben auf dem großen Feld beschäftigt ist, andererseits das Wetter in Verbindung mit dem offiziellen Weg durch die Instanzen. Wird die Offenlegung, erklärt Rutte-Merkel das Verfahren, im Ausschuss beschlossen, haben die Jülicher bis Mitte/Ende Oktober die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und Einwände oder Vorschläge anzubringen. Diese müssen dann geprüft und eventuell eingearbeitet werden. Im November könnte dann der Satzungsbeschluss erfolgen. Dann aber kommt der Frost.

Baugenehmigungen für Teilbereiche des geplanten Golfplatzes wären durchaus rechtlich möglich gewesen. In Abstimmung mit dem Golfplatzbetreiber aus Frechen, Uli Paetzel, und dem Investor Werner Hamacher fiel die Entscheidung aber dagegen aus. Die Arbeiten sind jetzt für das Frühjahr anvisiert. Die ersten Bälle auf der Driving Range, dem Übungsplatz, im Juni/Juli fliegen könnten. Die Plätze sind dann noch nicht bespielbar. „Ein Golfplatz braucht Zeit, anzuwachsen“, weiß schon jetzt Noch-Nicht-Golfer Rutte-Merkel. Ohnehin wird im Mittelpunkt des Platzes der Trainingsbereich stehen.

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Ein Konzept, das Paetzel bereits erfolgreich auf Gut Clarenhof in Frechen verfolgt und vom Deutschen Golf-Verband unterstützt wird. Die Einstiegsschwelle wird bewusst niedrig gehalten, da – im Gegensatz zu Clubanlagen – der Golfplatz eine „öffentliche Einrichtung“ werden soll. Lediglich für die Nutzung wird bezahlt, ähnlich der bekannten Hallenmiete an Tennisvereine. Wer die kleine Neun-Loch-Runde drehen möchte muss allerdings Platzreife haben. Ein kleiner, feiner Platz mit einem minimalen Schönheitsfehler: Durch die zentrierten Ausgleichsflächen für Baugebiete und Gut Nierstein im Herzen der Anlage liegt Loch 9 im äußersten Zipfel, der nur durch einen 250 Meter langen Verbindungsweg an den übrigen Golfplatz und Loch 10, also das Clubhaus, anschließt. Es sind nur Gerüchte, dass eine Hotelanlage auf Gut Nierstein entstehen soll. Er basiert auf einer Wunschvorstellung des Geldgebers Werner Hamacher, der bereits „Schlafen und Golfen“ auf einer Anlage in Österreich bietet. Natürlich stehe man in Kontakt zu der Besitzerin von Gut Nierstein, allerdings sei von einem Verkauf keine Rede. Man pflege gute Nachbarschaft.

Interessant für Jülich ist der Golfplatz, wie Rutte-Merkel unterstreicht, nicht nur aus sportlicher Hinsicht im Ensemble mit Tennis und Fußballplätzen, dem vorgesehenen Schwimmleistungszentrum und der Reithalle. Die Nähe zum Brückenkopf-Park ist ideal und lässt die Trainingseinheit zum Familienausflug werden. „Es ist ein Stück Renomée“, erklärt der Stadtentwicklungsplaner, „das eine neue Besuchergruppe nach Jülich bringt.“ Und vielleicht zum Bleiben anregt – im neuen Baugebiet „an der Ölmühle“. „Wohnen am Golfplatz“ ist das Schlagwort. Eine Idylle mit Blick aufs Green im Norden und (Bagger-)Seeblick im Süden und Westen.


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