Jülich wird zu Kölns „Vorort“

600 Sanitäter schlafen in Schulzentrum und Zitadelle
Von Dorothée Schenk [25.07.2005, 14.12 Uhr]

Das Marienfeld ist das tägliche Ziel der 600 Sanitäter, die von Jülich aus zum Dienst beim 20. Weltjugendtag ausrücken.

Das Marienfeld ist das tägliche Ziel der 600 Sanitäter, die von Jülich aus zum Dienst beim 20. Weltjugendtag ausrücken.

Freuen können sich die Jülicher Schüler des Gymnasiums Zitadelle und des Schulzentrums über eine eintägige Ferienverlängerung: Der 20. Weltjugendtag in Köln beschert einen verspäteten Unterrichtsbeginn: Ins Schuljahr 2005/06 soll jetzt am Dienstag, 23. August, gestartet werden. Grund dafür ist nicht nur das Glaubensfest in der Rheinmetropole, sondern vor allem eine 600-köpfige Gruppe von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes, die von Freitag, 19., bis Montag, 22. August, in diesen Jülicher Schulen „stationiert“ ist.

Wie Uwe Palmen, Kreisgeschäftsführer des DRK-Verbandes in Jülich, bestätigte, reisen die Sanitäter aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinlandpfalz an. Verteilt werden sie dann auf die Räume des Schulzentrums Linnicher Straße und das Gymnasium Zitadelle. Bewohnt werden nach Abstimmung mit dem städtischen Schulamt und dessen Leiter Gerd Marx Klassen- und Kursräume sowie die Turnhallen. Um eine Endreinigung nach dem „Abzug“ möglich zu machen, muss der Schulbeginn verschoben werden.

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So soll der Altarhügels aussehen, auf dem Papst Benedikt XVI den Abschlussgottesdienst zelebrieren wird.

So soll der Altarhügels aussehen, auf dem Papst Benedikt XVI den Abschlussgottesdienst zelebrieren wird.

Bereits vor längerer Zeit hatte das Weltjugendtags-Büro bei der Stadt nachgefragt, ob Unterkünfte zur Verfügung stünden. Die 600-Mann-starke Truppe des DRK gehört zum Sicherheitsteam. Die Verantwortung für den Sanitätsdienst hat eigentlich der Malteser Hilfsdienst auf dem Marienfeld übernommen. Durch ein Kooperationsabkommen, wie der Jülicher Kontaktmann des DRK-Bundesverbandes Palmen erklärte, ist das Deutsche Rote Kreuz eingebunden.

Einer der vier Einsatzabschnitte wird durch sie betreut, das sind zehn Unfallhilfestellen auf dem Gelände. Personell besetzt werden diese in zwei Schichten, wie Kreisgeschäftsführer aufklärte, à 20 bis 25 Leute. Die Mannschaft muss jeweils um 6 und 18 Uhr zum Schichtwechsel antreten. Das bedeutet: Auch der Bustransfer von Jülich nach Köln ist zu organisieren. Während die Logistik, also die Versorgung vor Ort inklusive Feldküche, durch Hessische Kollegen organisiert wird, kümmert sich Palmen um den „Verkehrsdienst“.

Zusagen von der Dürener Kreisbahn liegen schon vor; Rückmeldungen ortsansässiger Busunternehmer stehen noch aus. Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist also zu rechnen – das dürfte allerdings in Jülich mehr die zweite Schicht betreffen, zu der ja rechtzeitig gen Köln aufgebrochen werden muss. „Die erste Präsentationsschicht haben wir am Freitag um 18 Uhr“, so Uwe Palmen.

Die Jülicher DRK-Kollegen vom Katastrophen-Schutz sind in Bereitschaft für den Kreis Düren. Lediglich zwei bis drei Führungskräfte aus Jülich nehmen am Weltjugendtag teil.

Zur Website des Weltjugendtages

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