Programm zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Offene Tür nach Sanierung der „Rödinger Landsynagoge“
Von Redaktion [03.09.2008, 11.22 Uhr]

In 30 europäischen Ländern - von Großbritannien bis Griechenland, von Spanien bis in die Ukraine - stehen am Europäischen Tag der jüdischen Kultur Synagogen, jüdische Friedhöfe, Ritualbäder, Museen und Gedenkstätten zur Besichtigung offen. Erstmals bietet der Landschaftsverband Rheinland (LVR) an diesem Tag, 7. September, ein Programm in der ehemaligen Synagoge Titz-Rödingen an. Gleichzeitig können Interessierte die gerade abgeschlossene bauliche Sanierung in Augenschein nehmen.

Zu entdecken ist dort das kulturelle Erbe der rheinischen Landjuden: Szenische Lesungen mit autobiografischen Texten jüdischer Rheinländer und Rheinländerinnen, Führungen durch die Gebäude und das Dorf sowie Filmvorführungen über jüdisches Leben damals und heute machen die Besucher von 12 bis 18 Uhr mit verschiedenen Aspekten jüdischer Kultur und Tradition im Rheinland vertraut.

Hauptexponat ist jedoch das Rödinger Gebäudeensemble mit der ehemaligen Synagoge und dem früheren Wohnhaus des langjährigen Synagogenvorstehers Isaak Ullmann. Die Gebäude sind eines der wenigen erhaltenen Beispiele für die über 300 Betstuben und Synagogen, die es im 19. Jahrhundert in der damaligen preußischen Rheinprovinz gab.

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Experten und Expertinnen aus verschiedenen Fachbereichen des LVR stehen als Ansprechpartner für Fragen zur Sanierung der Gebäude, zu restauratorischen Maßnahmen und zur Geschichte der Gebäude und ihrer früheren Bewohner und Bewohnerinnen zur Verfügung.

Der Eintritt in die ehemalige Synagoge ist anlässlich des Europäischen Tags der jüdischen Kultur am Sonntag, 7. September, von 12 bis 18 Uhr frei.

Anfahrtsskizze unter: www.synagoge-roedingen.lvr.de

Das Programm:

12 bis 12.30 Uhr Lesung in der Synagoge (begrenzte Platzkapazität)
"Die Stadtleute haben selten eine Ahnung" - Jüdisches Leben auf dem Land. Collage aus Texten von Heinrich Heine, Else Lasker-Schüler, Arthur Kahn, Eric Lucas und anderen.
Zusammengestellt von Sandra Nuy.
Es sprechen: Stefanie Mühle und Bernd Reheuser.

12 bis 18 Uhr Präsentation
"Die historischen Wandgestaltungen - Aufdeckung und Restaurierung"
Dipl.-Restauratorin Sigrun Heinen, Rheinische Denkmalpflege

12.30 bis 13.30 Uhr Einblicke.
"Das Gebäude und seine Bewohnerinnen und Bewohner von der Erbauung bis heute" (Führung)
Monika Grübel, Rheinische Landeskunde

14 bis 14.30 Uhr Lesung in der Synagoge (begrenzte Platzkapazität)
"Die Stadtleute haben selten eine Ahnung" - Jüdisches Leben auf dem Land.
Collage aus Texten von Heinrich Heine, Else Lasker-Schüler, Arthur Kahn, Eric Lucas und anderen.
Zusammengestellt von Sandra Nuy.
Es sprechen: Stefanie Mühle und Bernd Reheuser.

14 bis 18 Uhr Filmvorführungen im Wechsel
1. "Die Tante mit der Synagoge im Hof" - Aus dem Leben rheinischer Landjuden (Film des Kulturamtes des LVR)
2. "Man muss den Himmel sehen können." - Jüdischer Alltag im Rheinland (Film der Rheinischen Landeskunde des LVR)
Dr. Berthold Heizmann, Rheinische Landeskunde

15. Uhr Einblicke.
"Funde, Farben, Materialien" - Informationen und Hintergründe zum denkmalpflegerischen Umgang mit den Gebäuden Dipl.-Ing. Octavia Zanger, Gebietsreferentin, Rheinische Denkmalpflege

16 Uhr Einblicke.
"Orte jüdischen Lebens im christlichen Dorf" - ein Dorfrundgang
Monika Grübel, Rheinische Landeskunde

Lesen Sie hierzu:
Der „lange Atem“, um Interesse zu wecken. Interview mit Monka Grübel, Judaistin und Leiterin des Projektes zur Erhaltung der Rödinger Synagoge.


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