Verleihung der Ehrenpreise für soziales Engagement

Viele "Stillen Helden" des Alltags im Kreis Düren
Von Josef Kreutzer [17.06.2016, 15.36 Uhr]

Ehre, wem Ehre gebührt, hieß es bei der 16. Verleihung der Ehrenpreise für soziales Engagement des Kreises Düren wieder, als Landrat Wolfgang Spelthahn das vorbildliche Wirken von "stillen Helden" würdigte.

Ehre, wem Ehre gebührt, hieß es bei der 16. Verleihung der Ehrenpreise für soziales Engagement des Kreises Düren wieder, als Landrat Wolfgang Spelthahn das vorbildliche Wirken von "stillen Helden" würdigte.

Den Soundtrack zur 16. Verleihung der Ehrenpreise für soziales Engagement des Kreises Düren lieferte die Kölsche Band Höhner - "Stille Helden" heißt das Lied: "Se sin do, och wenn keiner hinluurt. Se helfe janz still un leis. Applaus is ihne nit wichtich. Se helfe – och wenn`t koum einer weiß."

In der vollbesetzten Langerweher Kulturhalle – darunter viele Bürgermeister - traten so viele stille Helden wie noch nie in der 16-jährigen Geschichte der Ehrenpreisverleihung des Kreises Düren ins Rampenlicht. Es war die große Politik, die sich hier im Kleinen widerspiegelte, die Flüchtlingskrise. "Wir haben so viele Vorschläge zur Auszeichnung vorbildlicher Ehrenamtler erhalten wie noch nie. Da unser Kriterium ,langjähriges Engagement` in der Flüchtlingshilfe nicht zutrifft, verleihen wir nun einen Sonderpreis, um auch diesen Einsatz zu honorieren", erläuterte Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Begrüßung.


Als im Vorjahr Tausende Flüchtlinge in den Kreis Düren kamen, kannte die Hilfsbereitschaft der Einheimischen keine Grenzen. "Sie alle helfen Menschen in Not und haben so eine Willkommenskultur geschaffen", würdigte er das bürgerschaftliche Engagement allerorten. Aus den eingegangenen Vorschlägen hatte die Jury zehn ausgewählt. So überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn zehn Ehrenurkunden und – dank Unterstützung der Sparkasse Düren – zehn Schecks à 250 Euro an Einzelpersonen und Gruppen. Den donnernden Applaus gab es aus dem Saal.

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Mit dem Sonderpreis Flüchtlingshilfe wurden zehn Einzelpersonen und Gruppen ausgezeichnet, die die Willkommenskultur im Kreis Düren maßgeblich geprägt haben und prägen.

Mit dem Sonderpreis Flüchtlingshilfe wurden zehn Einzelpersonen und Gruppen ausgezeichnet, die die Willkommenskultur im Kreis Düren maßgeblich geprägt haben und prägen.

Was folgte, war die jährliche Leistungsschau des Ehrenamtes mit einer erneut beeindruckenden Vielfalt. Ob als Einzelkämpfer oder in der Gruppe, auf zahllosen Feldern gibt es genug zu tun. Erfrischend: Auch viele junge Leute packen an. Berzbuir zum Beispiel blüht dank seiner Dorfjugend auf, der Jülicher Jugendtreff Roncalli profitiert von vielen jungen Freiwilligen. Die Ehrenamtler im Indener Jugendheim Quo Vadis leisteten 2015 exakt 5555 Stunden zugunsten der jungen Besucher und erhielten dafür den Indeland-Sonderpreis. Und auch die jungen "Helping Hands" haben schon viel Gutes in Inden auf die Beine gestellt. "Das Ehrenamt hat eine gute Zukunft im Kreis Düren", freute sich Landrat Wolfgang Spelthahn. Alle Preisträger erhielten eine Ehrenurkunde und einen Scheck.

Musikalisch wurde die Feierstunde von der Musik AG der Wehebachschule Langerwehe und dem Duo Mohnfeld gestaltet. Nach Preisverleihung ging es wie stets zum gemütlichen Teil ans Buffet, für das erneut die Auszubildenden der DGA gesorgt hatten.


Die Ehrenpreise im Einzelnen


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