Verkehrsverträge unterschrieben

Neue Züge zwischen Düren und Linnich
Von dms [09.06.2016, 11.31 Uhr]

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres war klar: Rurtalbahn und DB Regio haben die Auschreibungen für die Strecken Düren-Linnich beziehungsweise Düren-Eschweiler über Aachen gewonnen. Nun wurden die entsprechenden Verkehrsverträge im Dürener Leopold-Hoesch-Museum unterschrieben.

Ein LINT 54 der Firma Alstom in Euskirchen.Quelle:  http://kurzlink.de/lint54 creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Ein LINT 54 der Firma Alstom in Euskirchen.Quelle: http://kurzlink.de/lint54 creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Damit wird die Rurtalbahn auch über 2016 hinaus die Strecke Düren-Linnich über Jülich betreiben. Ende 2017 soll der neue Haltepunkt „An den Aspen“ eingerichtet werden. Dieser soll als Haltepunkt zwischen Nordbahnhof und Broich u.a. das Schulzentrum in Jülichs Norden an die Bahn anbinden.

Ab Juli 2017 sollen neben den seit 1995 eingesetzten RegioSprintern neue Fahrzeuge des Typs LINT 54 der Firma Alstom eingesetzt werden. Diese bieten mit über 150 Sitzplätzen deutlich mehr Fahrgästen Platz als die alten RegioSprinter mit 74 festen Sitzen.

Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Rurtalbahn: „Ich freue mich sehr, dass sich die Rurtalbahn im internationalen Wettbewerb erfolgreich behauptet hat und ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben kann. Mit den neuen Fahrzeugen und dem zusätzlichen Haltepunkt wird unser umweltfreundliches, sicheres und zuverlässiges Angebot nochmals attraktiver."

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Ein RegioSprinter der Rurtalbahn am künftigen Haltepunkt "An den Aspen"

Ein RegioSprinter der Rurtalbahn am künftigen Haltepunkt "An den Aspen"

Kritik an dem neuen Fahrzeug Typ der Rurtalbahn hatte es Ende 2014 bereits von Bahnkunden auf den Strecken Köln-Trier und Bonn-Bad Münstereifel gegeben, welche sich über u.a. über die Facebook Gruppe „Eifelpendler“ und einer Veranstaltung im Euskirchener City Forum artikulierte. So wäre laut den Kritikern etwa ein schnelles Umsteigen durch lange Türöffnungszeiten und zu enge Sitzreihen nicht möglich, auch würden die Züge zu langsam beschleunigen. Dies habe neben einer Reihe von komplett Ausfällen zu vielen Verspätungen geführt.

Ebenfalls unterschrieben wurde der Vertrag für die Strecke Düren-Eschweiler/St. Jöris über Aachen. Die Linie RB20 wird auch künftig die Bahn Tochter DB RegioNRW unter dem Namen euregiobahn betrieben. Hier bleiben die bisherigen Fahrzeuge vom Typ Talent der Firma Bombadier bis auf weiteres in Dienst. Eine Elektrifierung der Strecke sei aber geplant.

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Nachverkehr Rheinland (NVR) nutzte die Gelegenheit bei der Unterschreibung der Verträge auch um Kritik an der Finanzierung des Nahverkehrs zu äußern: „Das Land NRW muss in der Diskussion um die Verteilung der Bundesmittel den so genannten ‚Kieler Schlüssel‘ durchsetzen, der dem NRW-Nahverkehr einen höheren Anteil an den Bundesmitteln garantiert. Von diesem erhöhten Anteil muss dann in erster Linie das Rheinland profitieren, um die bisher bestehende finanzielle Benachteiligung auszugleichen und unseren Fahrgästen ein angemessenes und dem Bedarf entsprechendes Leistungsangebot präsentieren zu können“, so Heiko Sedlaczek.


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