Verband gegründet

Ortsnahes Förderschulangebot im Kreis Düren ist gesichert
Von  [14.09.2015, 19.47 Uhr]

Nach einer Dreiviertelstunde waren alle Beschlussvorschläge einstimmig verschiedet, der Förderschulzweckverband im Kreis Düren war in großer Harmonie ins Leben getreten. "Dies ist ein historischer Tag", stellte Landrat Wolfgang Spelthahn, der von der konstituierenden Versammlung zum Verbandsvorsteher gewählt worden war, am Ende fest. Der für Förderschulen zuständige Schulrat Michael Schevardo bekräftigte das: "Trotz Inklusion werden wir die Förderschulen noch sehr lange brauchen. Denn laut einer aktuellen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung bevorzugen derzeit rund Dreiviertel aller Eltern von Kindern mit Behinderungen Förderschulen für ihre Kinder."

Mit der Gründung des Zweckverbandes ist der Bestand ortsnaher Förderschulen im Kreis Düren nun mittelfristig gesichert. Damit können Eltern weiterhin wählen, wie ihr gehandicaptes Kind unterrichtet werden soll. Im nördlichen Kreisgebiet übernimmt die Schirmerschule die Förderung von Kindern mit Lern-, Sprach- und Entwicklungsbeeinträchtigungen, die Bürgewaldschule und deren neue Dependance im Schulzentrum Athénee Royal nehmen die Kinder aus der Mitte und dem südlichen Kreisgebiet auf. Als Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung stehen die Stephanus-Schule in Jülich und die Christophorus-Schule in Düren zur Verfügung.

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Unter der Sitzungsleitung von Marlies Bange wählte die Gründungsversammlung Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp zu ihrem Vorsitzenden, Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser und der Dürener Stadtverordnete Ulf Opländer vertreten ihn. Stellvertretender Verbandsvorsteher ist Kreisdirektor Georg Beyß. Die Kreisverwaltung Düren ordnet das erforderliche Personal zum Zweckverband ab.

Der Tag wäre noch erfolgreicher gewesen, hätte auch der Nideggener Rat den Beitritt der Stadt zur Solidargemeinschaft der 14 Kommunen und des Kreises Düren beschlossen. So musste die Sonderrolle Nideggens thematisiert werden. Fazit: Der Zweckverband wird mit der Stadt Nideggen über den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung sprechen. Wenn Nideggener Kinder Schulen des Verbandes besuchen, soll die Stadt durch ihre Nichtmitgliedschaft aber keinen finanziellen Vorteil haben. Alle festen und variablen Kosten sollen – und das gilt grundsätzlich für alle verbandsfremden Kommunen - in die Abrechnung einfließen. In der Versammlung wurde angeregt, der Stadt auch den dafür erforderlichen Zusatzaufwand zu berechnen.

Noch vor den Herbstferien soll der Haushaltsentwurf in die Zweckverbandsversammlung eingebracht werden, in der alle Verbandsmitglieder drei Stimmen haben. Das Zahlenwerk soll dann noch in diesem Jahr verabschiedet werden.


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