Titzer Zauberwelten zertifizierte Forscherstätte
Von Dorothée Schenk [19.02.2014, 09.37 Uhr]

Gerta Cremers, Leiterin des Familienzentrums „Zauberwelt“, (v.l.n.r.) freut sich mit Bürgermeister Jürgen Frantzen, Schirmherrn Thomas Rachel und "ihren" Kindern über die Zertifizierung zum Haus der jungen Forscher.

Gerta Cremers, Leiterin des Familienzentrums „Zauberwelt“, (v.l.n.r.) freut sich mit Bürgermeister Jürgen Frantzen, Schirmherrn Thomas Rachel und "ihren" Kindern über die Zertifizierung zum Haus der jungen Forscher.

„Kinder werden als Forscher geboren“, davon ist Gerta Cremers, Leiterin des Familienzentrums „Zauberwelt“ in Titz, überzeugt. Und die Erwachsenen müssten dieser Erkenntnis Rechnung tragen. Darum haben sich die Erzieherinnen der Einrichtung im Programm „Haus der kleinen Forscher“ im Barmener Science College qualifizieren lassen. Jüngst gab es dafür die offizielle Zertifizierung.

„Im Kindergarten Zauberwelt, da ist ein jedes Kind ein Held“, so sangen es die drei- bis sechsjährigen „Zauberlehrlinge“ nach Nenas Hit „99 Luftballons“ und stellten gleich im Begrüßungslied unter Beweis, dass es sich hier um eine innovative und flexible Einrichtung handelt. Eine überzeugende Vorstellung. Hier werden die Grundsätze umgesetzt, die Schirmherr Thomas Rachel (MdB, CDU) für das „Haus der jungen Forscher“ formuliert: „Die Kinder mit ihren Fragen stehen im Mittelpunkt“.

Zum Zertifizierungs-Fest konnten in der „Zauberwelt“ die kleinen und großen Besucher selbst ein Forscherdiplom absolvieren, in dem sie sich an den einzelnen Stationen auf Zahlen-, Formen- und Farbexperimenten einließen. „Da bekomme ich direkt selbst Lust, mitzumachen“, freute sich Sabine Pommer-Sievert, regionale Koordinatorin des Hauses junger Forscher an Haus Overbach, die das Zerfikat überbrachte. Gleichzeitig, lobte sie, dass auch ein weiterer wichtiger Punkt in der „Zauberwelt“ umgesetzt werde: „Im Haus der kleinen Forscher ist es wichtig, dass Eltern die Fragen und Experimente der Kinder begleiten.“ Und das offenbar mit viel Spaß, wie an diesem Tag zu sehen war.

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Selbst experimentieren konnten die Gäste nach dem Festakt im 30. "Haus der jungen Forscher" in Titz.

Selbst experimentieren konnten die Gäste nach dem Festakt im 30. "Haus der jungen Forscher" in Titz.

Der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen betonte: „Bildung ist wichtig für die Gemeindeentwicklung.“ Die „Zauberwelt“ sei ein Baustein dazu. Überdurchschnittlich hätte die Einrichtung die Qualitätsanforderungen erfüllt: Im Ergebnisprotokoll erreichte sie beispielsweise statt der 65 erforderlichen Prozent sogar 75 Prozent. Launig bewies der Bürgermeister, dass er den jungen "Zauberlehrlingen" in nichts nachsteht. „Durch den Rückstoß“, wusste Frantzen beim offiziellen Akt nach dem gelungenen Raketenexperiment der KiTa-Kinder die richtige Antwort auf „Professor Tims“ Frage: „Herr Frantzen, weiß Sie auch, warum der Luftballon nach oben geht?“

„Das größte frühkindliche Bildungsprojekt Deutschlands“, so verriet Thomas Rachel in seiner Funktion als Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, ist ab sofort im Kindergarten nicht zu Ende. Nach dem jüngsten Beschluss wird jetzt der nächste Schritt gegangen. Auch die Grundschulen können im Laufe dieses Jahres zum „Haus der jungen Forscher“ werden: „Wir wollen die Brücke bauen von den Kitas zur Partnerschaft mit den Schulen“, erklärt Rachel. Ein erstes Treffen mit interessierten Schulvertretern aus der Region Düren ist bereits anvisiert. Damit wäre für viele Titzer Kinder die Zauberwelt vielleicht nach dem Verlassen des Familienzentrums noch weiter offen.

Lesen sie hierzu auch: Barmener Experiment gelungen

Zur Galerie Zauberlehrlinge


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