Aachener Bischof besuchte 72-Stunden-Projekte in Aldenhovener Gemeinden

Für ein Autogramm vom Schirmherrn
Von tee [17.06.2013, 12.22 Uhr]

Ihre Aktionsshirts ließ sich das Logistik-Team in Aldenhoven vom Bischof signieren.

Ihre Aktionsshirts ließ sich das Logistik-Team in Aldenhoven vom Bischof signieren.

Mit Spannung erwartet wurde der Schirmherr der 72-Stunden-Aktion, Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, in der Aldenhovener Gemeinde. Neun Projekte setzten die rund 100 aktiven Messdiener und Firmanden zwischen Freitag, 14., und Sonntag, 16. Juni, um und sind damit in der Region Düren „Spitzenreiter“: Über ein Viertel aller Aktivitäten fanden im Zentralort Aldenhoven und in den Gemeinden Siersdorf und Schleiden statt.

„Herr Bischof, können Sie die T-Shirts der Projektgruppe signieren“, transportierte Gemeindereferentin Petra Bungarten im Aldenhovener Gemeindeheim den Wunsch des Logistik-Teams, das den Autogrammwunsch offenbar angesichts des hohen Besuchs nicht selbst anbringen konnte. Schmunzelnd griff Schirmherr Mussinghoff zum Stift und fügte den Namen Lisa, Nico, Monique, Romina, Sarah, Laura, Lucas, Angelina und Melina ein schlichtes „Heinrich“ mit Kreuz hinzu. Ebenso setzte sich der Bischof zum Mittagessen unter die Jugendlichen. Ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Jugendlichen, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen. „Ein großer Tisch mit vielen Menschen in grünen Hemden – das ist ein guter Anblick“, sagte er.

Kirche und die 72-Stunden-Sozialaktion passen gut zusammen, findet Bischof Mussinghoff, der in Begleitung einer Delegation des Organisators BDKJ – Bund deutscher katholischer Jugend – ausgewählte Projekte im Bistum besuchte: „Es geht darum, durch Tun zu lernen, wie man miteinander umgeht, und dabei Ziele zu haben und zu verfolgen.“ Dass dies in Aldenhoven gelungen ist, konnte der Schirmherr auf vielfältige Weise erfahren. Viel Zeit nahm sich der Aachener Bischof für Gespräche und Begegnungen mit Aktiven zur Freude von Gemeindereferentin Petra Bungarten, die begeistert von der Einsatzfreude „ihrer Jugendlichen“ ist.

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Firmlinge geben verwaisten Gräbern wieder "ein Gesicht".

Firmlinge geben verwaisten Gräbern wieder "ein Gesicht".

Gelebte Nächstenliebe zeigten die Firmanden, die mit einer Gruppe behinderter Senioren einen Ausflug ins Dreiländereck machten. Gelebte Ökumene unterstrichen ganz praktisch Messdiener, die im Freundschaftsdienst an der evangelischen Kirche Nazi-Parolen übertünchten und so gleichzeitig ein Zeichen gegen Rechts setzten. Bischof Mussinghoff: „Das ist eine wichtige Geschichte, wenn es in Bauch und Herz eingeht und nicht nur in den Kopf. Dann bleibt es auch hängen.“

Christliches Miteinander im uneigennützigen Tun war das Thema der Gruppen, die das Außengelände des St. Barbara Kindergartens herrichteten, den Martinus-Brunnen vor der Hauptkirche inklusive Beete reinigten oder am Ostfriedhof den Toten würdige Gräber gaben, die keine Angehörigen mehr haben; in Schleiden ist nun der Spielplatz wieder schön und in Siersdorf der Schulhof inklusive Klettergerüst der Johannisschule. Zusätzlich sammelten die Aldenhovener Spenden. Gegen einen Obolus reinigten sie Fensterscheiben – bereits mittags musste der volle Spendentopf geleert werden. Und beim regionalen Sport-Großereignis „Indeland-Triathlon“, das genau an der Martinus-Kirche in Aldenhoven vorbeiführt, wurde am Sonntag noch einmal mit der Spendenbüchse gerasselt. Der Erlös ging an die Kinderkrebsklinik in Aachen und den Verein „hacienda arche noah“, dessen Ziel es ist, sterbenskranken Kindern einen besonderen letzten Wunsch zu erfüllen.

Ganz angetan zeigte sich Bischof Mussinghoff von der Vielfalt der Projektideen – nicht nur in Aldenhoven: „Es sieht kunterbunt aus, was im Bistum entsteht. Ich sage bei den Mitarbeitertreffen oft: 10 Prozent der Arbeitszeit müsst ihr Euch freischaufeln, um Ideen zu entwickeln.“ Dass die 72-Stunden-Aktion nicht nur ein Event ist, sondern lange nachwirkt, davon ist der Bischof überzeugt: „Es ist eine gute Erinnerung, die im Herzen bleibt. Das hat auch eine prägende Wirkung.“

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