Pastoralreferent Michael Richardy hat ins Generalvikariat gewechselt

Jülich: Abschied von einem „richtig netten Katholiken“
Von Dorothée Schenk [09.03.2009, 15.57 Uhr]

Netzwerke zu knüpfen war eine Spezialität von Michael Richardy (v.l.), wie sich hier mit seinem Nachfolger Thomas Tönessen, Alexander Peters (KSG) und Barbara Biel (KSG) in Rückenansicht bestens zeigt.

Netzwerke zu knüpfen war eine Spezialität von Michael Richardy (v.l.), wie sich hier mit seinem Nachfolger Thomas Tönessen, Alexander Peters (KSG) und Barbara Biel (KSG) in Rückenansicht bestens zeigt.

Aus zehn sind 13 Jahre geworden – Michael Richardy hatte von Anfang an sein Amt als Pastoralreferent in Jülich zeitlich begrenzt. Offiziell seit Januar hat seinen Arbeitsplatz im Generalvikariat des Bistums Aachen eingenommen. Er hinterlässt eine Lücke, wie die bewegende Abschiedsfeier mit seinen Weggefährten zeigte.

Lob und Anerkennung wie aus einem Mund im Andreashaus in Lich-Steinstraß: Michael Richardy ist, wie sein evangelischer Mitstreiter Pfarrer Dr. Thomas Kreßner es ausdrückte, „ein richtig netter Katholik.“ Dazu mit reichlich Kompetenz gesegnet. Er sei ein „Motor“, einer, wie Dr. Ulrich Pabst für den Vorstand des Rates der GdG Heilig Geist erklärte, der effiziente, zielgerichtete und professionelle Arbeit ermöglicht. „Ich beneide die Menschen, für die Sie arbeiten werden.“

Nur ungern lässt auch Propst Heinrich Bongard seine rechte Hand in die „Zentrale“ nach Aachen ziehen. „Er hat für mich viele Aufgaben wahrgenommen, die ich nicht alle im Dekanat hätte schultern können“, wie den Vorsitz im GdG-Rat und die Geschäftsführung des Gremiums, in dem er „ständig den Überblick“ behalten hätte, sowie der Sitz im Regional- und Pastoralrat. Die persönliche Zuneigung und Wertschätzung spricht aus den Worten des Propstes, wenn er berichtet, wie Michael Richardy die Gemeinde in die Zukunft hinein geführt hat - durch Internetpräsenz und Veröffentlichungen im Stadtmagazin die Gemeinde über die Kirchengrenze hinweg re-präsentiert hat.

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Sie waren ein gutes "Doppel": Propst Bongard bedauert, dass "sein" Pastoralreferent Michael Richardy nach Aachen wechselt.

Sie waren ein gutes "Doppel": Propst Bongard bedauert, dass "sein" Pastoralreferent Michael Richardy nach Aachen wechselt.

Zwei Schwerpunkte markieren darüber hinaus die 13-jährige Tätigkeit: Die Arbeit in der Ökumene, zweimal im Halbjahr organisierte der Pastoralreferent gemeinsame Gottesdienste mit den Protestanten, und die „Herzensangelegenheit Eine Welt“. 2006 kam es durch den Kontakt zur Musikgruppe Los Massis zur Gründung des Vereins Bolivien Brücke. Dreimal war Michael Richardy schon in Südarmerika und wird auch in diesem Jahr wieder nach Bolivien reisen.

Eine Abschieds-Kollage gestalteten dem „Kollegen“ die Katholische Studenten Gemeinde (KSG) in Person von Barbara Biel und Alexander Peters. So flog ein Wollknäuel durch das Andreashaus und symbolisierte auf diesem Wege die vielen Netzwerke, die der Pastoralreferent seit 1996 in seinem Wirkungskreis geknüpft hat. Ein „Hering“ stand für die Zelte der Rheinlandschau, ein Paar Handschuhe fürs kräftige Anpacken, Samen gab es für die Projekte, die gewachsen sind und vieles mehr. Gemeinsam erklang der gesungene Segenswunsch: „ Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebenen, mögest du den Wind im Rücken haben, und bis wir uns wiedersehen, möge Gott seine schützende Hand über dir halten.“

Lesen Sie auch 4 Fragen an Michael Richardy


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