SPD-Antrag abgelehnt
Behinderte in Jülich finden genügend Informationen
Von Redaktion [19.06.2007, 08.43 Uhr]
Auch in der nächsten Runde fiel der SPD-Antrag in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Intergration und Soziales durch: Gewünscht worden war, Sprechstunden für Menschen mit Behinderten einzurichten. Der Ausschuss hatte daraufhin die Verwaltung mit der Prüfung beauftragt und gleichfalls wurde der Arbeitskreis Integration (AKI) eingebunden.
Fazit: Die Verwaltung hat kein Personal für eine solche Aufgabe und außerdem besteht kein Bedürfnis nach zusätzlichen Sprechzeiten oder Informationen seitens AKI und Betroffener.
Inge Hill (SPD) versuchte, den Antrag neu formuliert dennoch einzubringen. Das Personal an der Pforte und Infotheke sollte geschult werden, um konkrete Auskünfte geben zu können, da sich der AKI „nicht durchringen konnte, jemanden zu benennen“, der die Aufgabe übernimmt.
Dem widersprach Dietmar Mauermann vom AKI entschieden, Sprechstunden seien im Gremium als wenig sinnvoll erkannt worden. Jede der 25 im AKI vertretenen Gruppierungen habe eigene Beratungen. „Es gehört nicht zu unseren Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit für die Verbände zu leisten“, stellte Mauermann klar.
Hans-Peter Bochem (SPD) warf ein, es gehe doch lediglich darum, den Menschen einen Weg zu weisen, nicht darum, Fachberatungen zu leisten. „Sie wollen Bedürfnisse erfüllen, die es nicht gibt“, widersprach Mauermann und fügte abschließend hinzu, dass die Angebote für Behinderte seinen 30jährigen Erfahrungen nach niederschwellig genug seien.
Letztlich folgten die Ausschussmitglieder mit den Gegenstimmen der SPD dem Vorschlag von Ulrich Hintzen (CDU) den Verwaltungsbericht zur Kenntnis zu nehmen und damit das Thema zu beenden.
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