Trunksitzung die 21.

Axel sagt "ja", Hacky posaunt und alles ist CCKG
Von tee [18.02.2007, 17.33 Uhr]

Achterbahn und alle fahren mit der CCKG als „Weltmeister der Scherze“. Foto: Arne Schenk

Achterbahn und alle fahren mit der CCKG als „Weltmeister der Scherze“. Foto: Arne Schenk

Sportlich sind die trinkenden Karnevalisten: Sie fahren mit dem Rollbrett, schwingen sich mutig in die Achterbahn und feuern Raketen mit Winnetougeheul ab – mal abgesehen davon, dass sie sich drei Stunden lang bei der Trunksitzung warmtanzen, um bis in den frühen Morgen im Jülicher Kulturbahnhof weiterzusteppen und zu singen. Erst mit dem Morgengrauen – das danach sicher manchen nocheinmal traf – fuhr der Narrenzug zur Endstation. Eine Riesenstimmung herrschte bei den CCKG-„Weltmeistern der Scherze“.

Egal ob „54 – 74 – 90 – 2007“ alle waren dabei, als um „8 und 9 und 10 und Elfterelfter Elfuhrelf sagt die CCKG, ja so stimmen wir alle ein, mit dem Kölsch in der Hand und dem Schunkelen im Bein werden wir betrunken sein“. Da kann jeder mit, da muss jeder mit und die nächste Fahrt geht rückwärts… Sich selbst zu feiern gelingt den „Saufenden Karnevalisten“ jedes Jahr aufs Neue mit selbstgeschaffenen Klassiker wie „Wo ist denn der Uwe“ oder „Immer wieder samstags“, und sogar einigen stets trunkfrischen Nummern, wie der CCKG-WM-Song und eine Jan-Delay-Adaption. Da darf es sogar für ansonsten gesittete Normalos etwas deftiger zugehen – da macht der Bürgermeister keine Ausnahme. Heinrich Stommel holte sich als Parteiloser diesmal sogar stimmlos – krankheitsbedingt – seinen Orden an der Bühne ab.

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CCKG-Zeremonienmeister Ede „bringt se rein“

CCKG-Zeremonienmeister Ede „bringt se rein“

So gibt es selbst bei der freiesten aller närrischen Sitzungsform im Jülicher Karneval liebgewonnen Rituale. Und Gäste! „Jo un da sinn se widder do…“ die TNT Jungs aus Welldorf schwingen für die CCKG ebenso die Beine und drehen am Propeller wie die von Präsident Uwe verstärkten Rurblümchen-Männerbaletter sich von der Nonne zum Fussballer wenden können. Sie gehören ebenso zum Repertoire, wie die hauseigenen Fernseh- und Radiobalett-Auftritte. Letztere diesmal mit einer heißen „Spiel-mir-das-Lied-vom-Tod“-Nummer, die bereits bei der Ladies-Night in Mersch-Pattern für Furore gesorgt hatte. Diesmal allerdings tanzten die „11“ unter erschwerten Bedingungen, hatte sich doch Frontmann Stefan die Bänder gerissen. Für ihn sprang kurzfristig Carolin Schuster ein.

Sein Debüt in der Bütt gab Bernd „Pflaumen“ Flücken, in dessen Werkvertrag aus gutem Grund ein anderhalbstündiges Alkoholverbot vermerkt war. Selbst saufende Karnevalisten fürchten ein blankes Gemächt…Ganz neckisch-närrisch nahm jener so Gemäßigte dann auch nur die Heiratsabsichten von Präsident Uwe Mock aufs Korn, Für den laut dieser Büttenrede, sein Mitpräsident Axel Fuchs das Ja-Wort zusagte. Ebenfalls neu auf der KuBa-Bühne, die Punk-Formation „Kubalibre“, die allerdings nicht den gewünschten Abräumer platzieren konnte. Ganz anders als die Buttlers mit „Hacky Posaune“ und Frank Mürkens & Friends als Boney M. Verschnitt. Lieder, zu denen mancher daheim – wenn überhaupt – nur verschämt nostalgisch in den Plattenschrank greift – das funktioniert im Karneval, da wird gesungen, geschunkelt und gelacht… Spätestens wenn das Wunderkerzen-Feuerwerk abgebrannt ist sind sie es bei der CCKG alle: Weltmeister der Scherze.

Zum ersten Mal übrigens gab es eines nicht: Die ultimativ letzte CCKG-Sitzung! Im Gegenteil: Dem Publikum wurde quasi das Versprechen abgenommen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn zum jecken 22. Mal um 20.11 Uhr an einem Karnevalssamstag der Saal "La Bostella" anstimmt.

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