Forschungszentrum öffnete die Türen

Volksfeststimmung beim Jülicher Tag der Neugier
Von Britta Sylvester [11.09.2006, 17.12 Uhr]

Viel Stimmung herrschte auf der Wiese vor dem Seecasino. Foto: Anne Kiel

Viel Stimmung herrschte auf der Wiese vor dem Seecasino. Foto: Anne Kiel

Blaue Riesenplakate riefen Neugierige seit Wochen dazu auf, sich am 10. September ins Forschungszentrum Jülich (FZJ) auf zu machen und eventuellen Wissensdurst zu befriedigen. Das FZJ feierte seinen 50. Geburtstag und die Massen kamen. Versprachen doch eben jene Plakate einen spannenden Tag. Vor allem an die kleinen Besucher schien gedacht: Gleich mehrere Hüpfburgen, Kinder schminken, Musik von Wonderwall und die Tigerenten-Show standen auf dem üppigen Programm. Doch natürlich, nomen est omen, sollte auch über die Forschung informiert werden.

So hatten denn auch alle Institute ihre sonst hermetisch abgeriegelten Türen weit geöffnet. Zahlreiche und freundliche FZJler informierten ihre vielen Besucher bereitwillig über ihre Arbeit. Von der Brennstoffzellenherstellung bis hin zum Glasapparatebau gab es am „Tag der Neugier“ nahezu keinen Aspekt der – im Jülicher Volksmund noch immer als KFA bekannten – Einrichtung der nicht beleuchtet wurde. Einzig der Zugang zu all diesen Informationen erwies sich als nicht immer ganz einfach. Oft zu viele Menschen gleichzeitig versuchten in die Gebäude hinein zu kommen. So war es denn bisweilen schwierig, überhaupt etwas zu sehen. Ob es der Präzisionsroboter war, der die Brennstoffzellen zusammenbaut oder die Wärmebildkamera, die die Besucher aufnahm, wer diese Dinge sehen wollte, musste Wartezeiten und leider auch Drängeleien in Kauf nehmen.

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Dank des guten Wetters gab es ja reichlich Möglichkeit sich auf dem weitläufigen Gelände zu vergnügen. So entstand zwischen Bühne, Bierbuden und Imbissständen schnell eine Art Volksfeststimmung. Nach dem einen oder anderen Abstecher ins Schülerlabor oder in das Zelt mit der schreiend bunten und reichlich lauten, von Kindern gebauten Fantasiemaschine, genossen die FZJ-Besucher auf der grünen Wiese einen entspannten Sonntagnachmittag. Die wie immer weiß gekleideten Trommler von „Tambour Axé“ verbreiteten Sambastimmung und die Tänzer des ersten Dürener Rock’n’Roll Clubs wirbelten schwungvoll durch den sonnigen Sonntag. Alles in allem also eine unterhaltsame und aus Sicht der Veranstalter sicherlich gelungene Geburtstagsfeier mit rund 50.000 Besuchern. Für die Öffentlichkeit war um 17 Uhr Feierabend während die Mitarbeiter noch auf einer privaten Feier auf und mit ihrem Arbeitgeber angestoßen haben.

Lesen Sie zum Festakt 50 Jahre FZJ : Jülich ist ein starkes Stück Nordrhein-Westfalen

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