Tag des offenen Denkmals

Die grüne Seite von Jülichs prominentesten Bauwerken
Von Redaktion [30.08.2006, 10.50 Uhr]

Das Corps de Juliers präsentiert sich und die französische Geschichte zum Tag des offenen Denkmals im Brückenkopf-Park.

Das Corps de Juliers präsentiert sich und die französische Geschichte zum Tag des offenen Denkmals im Brückenkopf-Park.

Nicht nur die Türen und Tore werden zum Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 10. September, in Jülich wieder Interessierten aufgesperrt. Dem Motto 2006 gemäß – Rasen, Rosen und Rabatten. Historische Gärten und Parks – gibt es zwischen 11 und 17 Uhr neben Führungen in bekannte und unbekannte Ecken der historischen Jülicher Festungsbauten auch zwei Sonderführungen zum Thema. Um 11 Uhr erläutert der Planer der Landesgartenschau, Norbert Kloeters, im Brückenkopf-Park die Idee und das Konzept zum Stadtgarten auf dem ehemaligen napoleonischen Waffenplatz.

In Sichtweite schlägt das Corps de Juliers sein Feldlager auf. Die Mitglieder dieser Living-History-Gruppe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Soldatenleben aus der Bauzeit des Brückenkopfs so realistisch wie möglich darzustellen und geben bereitwillig Auskunft zum Leben in Jülich während der napoleonischen Zeit. Natürlich wird auch eine historische Kanone sach- und fachgerecht nach dem französischen Exerzierregelement von 1786 abgefeuert. Im Anschluss an die Geschützdemonstrationen um 12, 15 und 16 Uhr führt das Corps de Juliers durch die eindrucksvolle Festungsanlage.

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Auf den Wällen der Jülicher Zitadelle standen nicht nur Kanonen - sie wurden auch als Nutzgärten gebraucht.

Auf den Wällen der Jülicher Zitadelle standen nicht nur Kanonen - sie wurden auch als Nutzgärten gebraucht.

Traditionsgemäß werden Besuchern zum Tag des offenen Denkmals Bereiche vorgestellt, die im normalen Führungsprogramm nicht gezeigt werden. Erstmals gehen Führungen des Corps de Juliers im Brückenkopf durch die "Nördliche Wachstube", die derzeit instand gesetzt wird.

Die Natur spielt nicht nur auf dem alten LaGa-Gelände, dem historischen Brückenkopf eine Rolle: Die gewaltige Festung Zitadelle aus der Renaissance hat ebenfalls durch die Jahrhunderte eine „grüne Geschichte“. Zum herzoglichen Schloss gehörte selbstverständlich ein kunstvoll angelegter Renaissancegarten, Bepflanzungen sicherten die Erdwälle gegen Erosion und auf den ausgedehnten Wällen wurde Nutzgärten angelegt. Um 16 Uhr gibt Dr. Christoph Fischer vom Stadtgeschichtlichen Museum Jülich einen Überblick über diesen eher unbekannten Aspekt der Festung.

Zu den steinernen Zeugnissen bietet das Museum ab 12 Uhr stündlich Führungen an: Die kilometerlangen Wällen, Gängen und Kasematten, sowie interessante und vielleicht weniger bekannte Bereiche der Anlage werden dann vorgestellt. Eine Sonderführung begleitet Museumsleiter Marcell Perse um 11 Uhr durch die aktuelle Ausstellung "MinervaGalerie –eine antike Göttin im Wandel der Zeit".

Die Veranstaltungen an diesem Tag sind kostenlos, es muss lediglich der Eintritt bezahlt werden.

Auch der Förderverein Kommende Siersdorf e.V. beteiligt sich an dieser Veranstaltung: um 12, 14 und 16 Uhr wird jeweils eine Führung durch das Herrenhaus der Deutschordens-Kommende und die Pfarrkirche angeboten.

Treffpunkt ist der Infostand des Fördervereins im Pfarrzentrum, der von 11 bis 17 Uhr besetzt ist.

Mehr zum Tag des Denkmals lesen Sie hier Historische Gärten in NRW


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