Neues Kinder- und Jugendkinoprojekt im KuBa

Jülich: Kino für Kopf und Herz mit Kletter-Ida und Whale Rider
Von Dorothée Schenk [11.07.2006, 11.51 Uhr]

Mehr Kino fürs Kind gibt es nach der Sommerpause im Jülicher Kulturbahnhof. Geboren ist die Idee aus dem Wunsch zweier KuBa-Besucherinnen, erklärt Geschäftsführer Christoph Klemens: Sie wollten nicht quantitativ, sondern qualitativ mehr vom Film. Während die KuBa Filmgespräch und vertiefenenden Informationsmappen zu Filmen aus organisatorischen Gründen noch der letzten Umsetzung harren, steht das Projekt anspruchsvolle Kinder- und Jugendfilme zu zeigen, am Start. Das klingt bedeutungsschwer, bezeichnet aber faktisch lediglich Filme abseits von Blockbustern wie „Der kleine Eisbär“ und „Wilde Kerle“. Diese werden auch weiterhin durch den Abspielring in Kooperation mit dem Würselener Metropolis alle 14 Tage gezeigt. Das neue Filmangebot hebt aber „neben vergnüglicher Abwechslung auf einen eindeutigen Bezug zur Alltags- und Gedankenwelt der Kinder und Jugendlichen ab, die ihre Ängste, Fragen und Träume einbeziehen“.

Zusätzlich gibt es im gleichen Rhythmus jetzt das neue Programm „KubaKinderKino“ und erweitert auch das „KuBaJugendKino“. „Wir haben festgestellt, dass für die 10 bis 16-/17-Jährigen wenig Filme gezeigt werden“, berichtet Klemens und hat ab September für diese Klientel den Dienstag ab 17.30 Uhr reserviert. Die Kinderfilme werden wie gehabt montags ab 16 Uhr gezeigt. Gestützt wird das Projekt inhaltlich durch die gemeinnützige Vision Kino GmbH. Sie bietet zu den Filmen auf Wunsch gleich Informationsmaterial oder auch Unterrichtseinheiten „gratis“ dazu. „Wir wollen Schulen, offene Jugendeinrichtungen und Kindergärten gezielt ansprechen“, erläutert Christoph Klemens. Um eine Planung für alle Beteiligten zu ermöglichen, wurde ein Drei-Monats-Programm aufgestellt, der den Einrichtungen angeboten wird.

Werbung

Der "Northern Star" aus Jülich, Nic Romm hat sein Kommen zum Start des Kinderkinoprogramms im KuBa zugesagt.

Der "Northern Star" aus Jülich, Nic Romm hat sein Kommen zum Start des Kinderkinoprogramms im KuBa zugesagt.

Die Schiene gehört zum „nicht kommerziellen Kino“, wie der Filmfreund Klemens erklärt. Das heißt: Der Verein Kultur im Bahnhof war auf einen finanziell potenten Partner angewiesen. Gefunden hat sie ihn im Kuratorium der , die in Person von Dr. Herbert Schmitz und Wolfgang Spelthahn jüngst einen Scheck von 1500 Euro in den Kulturbahnhof trug. Denn auch wenn der Eintritt mit 3 Euro bei 20 potentiellen Kinobesuchern eine DVD-Leihgebühr einspielen – bei 35mm-Kino-Filmen müssen es immerhin schon 50 Besucher sein – bleiben die Betriebskosten und Personalkosten übrig, die bezahlt werden wollen. Gerne unterstütze man das Projekt, unterstreicht der kinobegeisterte Spelthahn, der von sich sagt: „Ich habe mehr Zeit im Kino als im Vorlesungssaal verbracht.“ Den Erfolg der Reihe sieht der Landrat ohne Zweifel voraus: „Kinder sind viel offener dafür, Filme auf sich wirken zu lassen. Sie haben kein Interesse an großen Namen oder dafür, wer auf dem Regiestuhl sitzt.“ Es gehe nicht um die Zahl der Besucher, sondern um Kino als Herausforderung ein kulturelles Programm zu erhalten. Zustimmend ermuntert Dr. Schmidt die KuBaner zur Geduld. „Es wird langsam in eine Erfolgsgeschichte hineinwachsen, man muss Geduld haben und nicht nach einem Jahr schon aufgeben.“

Zum Auftakt der Kinoreihe am 12. September hat sich der gebürtige Jülicher Schauspieler Nic Romm angekündigt, der in „Northern Star“ die Hauptrolle spielt. Natürlich soll dieser Film dann auch gezeigt werden. Scheitern könnte der Termin wegen Dreharbeiten. In diesem Fall würde zuerst „Long Walk Home“ gezeigt und mit Romm ein neuer Termin gemacht, verspricht Christoph Klemens.

Zum Kinder- und Jugendkinoprogramm

Lesen Sie mehr: Jülicher Kino-Kooperation vor dem Aus?


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung