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Jülich erreichten 511 Flüchtlinge in elf Monaten
Von tee [11.11.2015, 10.24 Uhr]

„Es läuft gut – es sind nur zu viele“, das Fazit zur Flüchtlingssituation in Jülich nahm Sozialamtsleiterin Doris Vogel im jüngsten Ausschuss für Jugend, Familie, Integration, Soziales, Schule und Sport gleich vorneweg. 511 Menschen haben seit Jahresanfang nach ihrer Flucht Jülich als Bleibeort zugewiesen bekommen. Überwiegend sind es alleinreisende Männer und Familie; 190 von ihnen sind Kinder und Jugendliche, die zeitnah in Kindergärten untergebracht beziehungsweise beschult werden müssen. Die Flüchtlinge leben in 60 Mietobjekten, im Hotel Alte Post in der Innenstadt und auch wieder in Güsten. Der Einrichtung, die eigentlich wegen des baulichen Zustandes nicht mehr genutzt werden sollte. Die Realität überholte die Pläne.

Die Zahl der Zuweisungen wuchs stetig. Waren es im September noch 86 Flüchtlinge, die nach Jülich kamen, kamen 104 Flüchtlinge im Oktober und bis zum 5. November waren es bereits 16. Die Hoffnung ist, dass, wenn die Erstaufnahmeeinrichtung auf der Merscher Höhe ab 15. November bezogen wird, die Zuweisung von Flüchtlingen für etwa sieben Monat ausgesetzt wird.

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„Zur Zeit sind wir alle sehr gefordert“, konstatiert die Sozialamtsleiterin. Unterstützt wird sie in dem Unterkünften durch drei Hausmeister, die aus Marokko, Tunesien und Libanon kommen und darum auch arabisch sprechen. Eine große Hilfe. Vermutlich ist es auch dieser Einsatz, warum es keine Beschwerden aus der Nachbarschaft gibt und auch die Polizei meldet keine Mehr-Einsätze durch die wachsende Zahl an Flüchtlingen.

Froh ist Doris Vogel darum, dass sie bald personelle Unterstützung beantragen konnte. Die bislang eine Flüchtlingssozialarbeiterin bekommt zwei und der derzeitige Bufdi drei Kollegen. Sie werden natürlich nicht nur für die Flüchtlinge zuständig sein, sondern auch für die Grundsicherung für Rentner und Hartz IV Bezieher.

Viel Lob hatte die Amtsleiterin für ihr Team. Obwohl alle noch fast ihren vollständigen Jahresurlaub und viele Überstunden hätten ist sie überzeugt, „es gibt keine Probleme, die nicht zu lösen sind“.

Lesen Sie hierzu: Von der Macht des Wortes


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