Zwei Tage zum Bummeln und Genießen

Schlossplatz ist Kunsthandwerkerinnen-Markt-fein
Von Redaktion [13.06.2014, 15.26 Uhr]

Auch im 21. Jahr wird pünktlich der Kunsthandwerkerinnen-Markt eröffnet - daran konnten auch die Verwüstungen des Sturms nichts ändern. Eine Herkulesaufgabe hat in den vergangenen zwei Tagen der Bauhof Jülich bewältigt und die herabgefallenen Äste beseitigt und die Wege freigelegt. Damit stehen den rund 30.000 Gästen, die in Jülich erwartet werden, und den rund 250 Ausstellerinnen nichts mehr im Wege: Ab Samstag, 10 Uhr wird die „grüne Stube“ Jülichs bis Sonntag, 15. Juni, 18 ihr, fest in Frauenhand sein.

Zeit für "Bummelanten": Kunsthandwerkerinnen-Markt bietet an 250 Ständen …

Zeit für "Bummelanten": Kunsthandwerkerinnen-Markt bietet an 250 Ständen …

An beiden Tagen versprechen die Veranstalter für alle Freunde der Kunst alter Techniken des Handwerks und neuer Trends zur Gestaltung ausgefallene und hochwertige Produkte. Ob Handwerkliches, Schmückendes, Traditionelles oder Modernes – die Frauen präsentieren Unikate mit Liebe zum Detail - von edel bis exzentrisch.

Knallig rote Hüte, strahlend blaue Klangobjekte, leuchtend gelbe Seifen, zart lila Lavendel werden sowohl Auge, Haut, Nase und Ohren ansprechen. Hochqualitative und exklusive Kunst, von Frauenhand gefertigt, können mit allen Sinnen genossen werden: Bildhauerinnen, Schreinerinnen, Malerinnen, Hutmacherinnen, Töpferinnen und Goldschmiedinnen, die ihre Werke selbst fertigen. stellen sich, ihre Arbeit und Produkte vor. Je individueller das Gewerk und je älter und verloren geglaubter das Handwerk ist, desto mehr Augenmerk erreichen die Künstlerinnen. Unter den Baumriesen des Schlossplatzes erleben die Besucher Besenbinderinnen, Seifenmacherinnen und Kerzengießerinnen bei der Arbeit und können natürlich die "Ergebnisse" auch mit nach Hause nehmen.

Was im Jahr 1994 als Idee der Gleichstellungsbeauftragten Katarina Esser und der Galeristin Brigitte Habig ins Leben gerufen wurde, hat sich mittlerweile zu einer Großveranstaltung entwickelt, die Besucher und ausstellende Künstlerinnen nicht nur aus der Region, sondern auch weit darüber hinaus anlockt. „Mein Interesse als Leiterin der Gleichstellungsstelle war es, Frauenförderung in Kunst und Kultur mit Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung zu verbinden“, beschreibt Katarina Esser das Konzept des Marktes. Von Jahr zu Jahr ist die Anzahl der Bewerberinnen um einen der begehrten rund 250 Standplätze gestiegen.

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…Handgemachtes für alle Sinne.

…Handgemachtes für alle Sinne.

Die Ausstellerinnen finden sich hier unter einer Vielzahl Gleichgesinnter wieder und vor allem ein Publikum, das ihre Kunst zu schätzen weiß und manch weiten Weg auf sich genommen hat, um in diese Kreativ-Oase ein-, und mit kunstgewerblichen Exponaten bepackt wieder aufzutauchen. Für sie ist der Kunsthandwerkerinnenmarkt in Jülich schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern ein Höhepunkt in ihren Jahresaktivitäten.

Von Anfang an war der Kunsthandwerkerinnen-Markt jedoch nicht nur kreativer Schmelztiegel, sondern auch Begegnungsstätte - mit musikalischer und kulinarischer Verköstigung. Ob afrikanische gebackene Bananen, portugiesische Gambas oder am reichlich gedeckten Kuchenbuffet des Sozialdienstes katholischer Frauen: mitten im Getümmel findet sich eine gastronomische Insel, die zum Verweilen und Genuss zahlreicher kulinarischer Köstlichkeiten – natürlich auch aus Frauenhand – einladen. Wer erst zuhause seinen Gaumen verwöhnen möchte, findet in der „Grünen Ecke“ zahlreiche lukullische Kunstwerke: Liköre und Öle, Teigwaren, Käse, Dips, Kräuter und Pflanzen – zum Probieren und Mit-nach-Hause-nehmen.

Bereits im zweiten Jahr wird dieses kulturelle Ereignis an zwei Tagen gefeiert. So bleibt mehr Zeit und Gelegenheit zum Suchen, zum Stöbern, zum Staunen - und zum Genießen. Mit allen Sinnen.

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