Leserbrief: CDU-Nachwuchs übt scharfe Kritik an Stadtratsbeschluss zur Sparkassenspende
Von  [23.03.2014, 17.45 Uhr]

Die Junge Union Jülich (JU) kritisiert in einer Stellungnahme den Beschluss des Stadtrates, die Spende der Sparkasse Düren zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Höhe von 300.000 Euro komplett „in den Tiefen des Haushaltes versickern“ zu lassen.
„Hier wurde die große Chance vertan, vielleicht letztmalig von Seiten der Stadt die Institutionen und Vereine, die unverzichtbare Dienste in der Kinder- und Jugendarbeit leisten, zu unterstützen. Den Betrag im Haushalt zu veranschlagen ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, beanstandet die JU-Stadtverbandsvorsitzende Julia Gruben.

In den letzten Jahren sei es für die Stadt immer schwieriger geworden diesen wichtigen Bereich angemessen zu fördern. Die JU hätte sich deswegen im Rahmen der Spende ein klares Bekenntnis zu den zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Kinder- und Jugendarbeit gewünscht.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Grubens Parteikollege Marco Johnen (CDU): „Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Stadt Jülich sämtliche freiwilligen Leistungen einstellen muss. Diesen Zeitpunkt mit der Spende der Sparkasse entscheidend hinauszuzögern ist illusorisch.

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Umso wichtiger wäre es gewesen, jetzt den Vereinen und Institutionen die Möglichkeit zu geben, noch einmal dringend notwendige Investitionen in ihre Jugendabteilungen und die teilweise marode Infrastruktur zu tätigen“.

Die CDU habe sich in der Ratssitzung kompromissbereit gezeigt und wäre auch damit zufrieden gewesen nur die Hälfte des Geldes im Rahmen eines Ideenwettbewerbs auszuschütten und die restlichen 150.000 Euro dem Haushalt zukommen zu lassen. Mit diesem Mittelweg hätte auch die Jülicher JU gut leben können.

Der Bürgermeister sowie die Vertreter von JÜL, FDP und Grünen, die den Antrag abgelehnt haben, sollten nach Ansicht der jungen Christdemokraten regelmäßig an diese Abstimmung erinnert werden, wenn sie in Zukunft wieder mal mit großen Worten das ehrenamtliche Engagement und die Jugendarbeit in Jülich versuchten zu würdigen. „Diese Chance nicht ergriffen zu haben ist höchst bedauerlich und zeigt wie ernst es manche Fraktionen meinen, wenn sie von Weitsicht und Bürgernähe sprechen“, so Gruben abschließend.

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