Bürgerbus, Anbindung ans Nordviertel und Berlin

Jülich auf der „Bus-Spur“
Von tee [09.10.2013, 08.06 Uhr]

Gleich zweifach hatte es der jüngste Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss mit dem Thema „Bus“ zu tun. Einerseits mit einer besseren Anbindung des Nordviertels durch Busse, andererseits mit der Einrichtung eines Bürgerbusses für Jülich. Beide Berichte waren nur „zur Kenntnis“ zu nehmen.

Noch nicht abschließend geklärt ist, wie ab 2014 die Busanbindung ins Nordviertel verbessert werden kann, wenn an der Linnicher Straße Real- und Sekundarschule ins Schulzentrum zuziehen und auch die Musikschule dort ihre Heimat findet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Rurtalbahn-Haltestelle „An den Aspen“ mit einjähriger Verspätung im Sommer 2015 erst eingerichtet werden kann.

Der Vorschlag, den Linienbus 281 öfter einzusetzen, lassen, lehnt die Dürener Kreisbahn ab. Es handele sich ausschließlich um eine auf Schülerverkehr ausgerichtet Linie, die auf Schulanfangszeiten und Schulschluss abgestimmt sei. „Eine zusätzliche Schleifenfahrt zum Schulzentrum entlang der Linnicher Straße führt zu zusätzlichen Fahrtzeiten und verlängert die Wege für die Schüler“, heißt es weiter in dem Schreiben der Kreisbahn. Grundsätzliche Zustimmung gab es für diese Stellungnahme durch den Aachener Verkehrsverbund (AVV). Alternativ bietet der AVV eine Anbindung des Nordviertels über eine Verlängerung von Buslinien an, die bislang am Walramplatz enden. Diese Mehrleistung würde allerdings Mehrkosten verursachen, so der AVV, bietet aber auch an konkrete Lösungsvorschläge vorzubereiten.

Die Verwaltung will dieses Angebot wahrnehmen, da durch die Konzentration der Schulen ab 2014 Handlungsbedarf gesehen wird. „Dieses Gespräch wird kurzfristig anberaumt. Über das Ergebnis wird im Ausschuss berichtet“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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Präsentation des Linnicher Bürgerbusses auf dem Jülicher Marktplatz.

Präsentation des Linnicher Bürgerbusses auf dem Jülicher Marktplatz.

Ebenfalls noch unklar ist, ob ein Bürgerbus in Jülich zum Einsatz kommt. Bei einer Präsentation auf dem Marktplatz in Jülich Ende September durch den Linnicher Bürgerbusverein und die Stadt Jülich gab es zwar eine breite Zustimmung zum Konzept, und die Busverbindungen aus manchen Stadtteilen Richtung Innenstadt als auch aus dem Jülicher Norden und dem Heckfeld wurden nach Aussagen von Bürgerinnen und Bürgern als verbesserungswürdig eingestuft, aber der Verwaltung sind es noch zu wenige Unterstützer.

Derzeit haben sich etwa 130 Personen gemeldet, die den Bürgerbus nutzen würden, davon 25 Ehrenamtliche, die das Konzept durch ihre Mitarbeit in einem Vereinsvorstand oder als Busfahrer unterstützen möchten. Die meisten Rückläufe gab es aus der Kernstadt (vor allem Nordviertel und Heckfeld). Aus den Dörfern dagegen deutlich weniger. Vermutlich werden hier Fahrten in die Innenstadt häufig privat organisiert. Um das Konzept aber weiter zu verfolgen, sollte nach Auffassung der Verwaltung sich mindestens 150 Nutzer bis Ende November gemeldet haben.

Weitere Interessenten werden daher gebeten, sich in den nächsten Wochen bei der Stabsstelle Stadtmarketing zu melden, um ihre Unterstützung zu bekunden. „Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich in das Projekt einbringen, desto höher sind die Erfolgsaussichten“, betont die Stadt.

Kontakt und weitere Informationen zum Bürgerbus-Konzept: Stabsstelle Stadtmarketing, Neues Rathaus, Tel. (02461) 63-420 oder stadtmarketing@juelich.de. Zum Download des Fragebogens.

Bereits im Einsatz seit Monatsanfang Oktober ist die Fernbuslinie 030 ab Jülich ZOB nach Berlin.
Der Fernbus der Firma MFB MeinFernbus GmbH startet montags bis samstags um 5:05 Uhr am ZOB Jülich Bussteig F und erreicht über Mönchengladbach, Düsseldorf, Essen, Dortmund und Au-tohof Barsinghausen um 14 Uhr Berlin. In Gegenrichtung startet der Fernbus montags bis frei-tags um 15.30 Uhr (sonntags 13.30 Uhr) und kommt um 0.15 Uhr (sonntags 22.20 Uhr) wieder am ZOB in Jülich an. Weitere Informationen sind dem Aushang am Bussteig F am ZOB oder dem Internet zu entnehmen.


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