Aus dem Polizeibericht

Große Einbruchserie im Jülicher Land aufgeklärt
Von Redaktion [21.05.2013, 19.49 Uhr]

Rund 50 Einbrüche im Jülicher kann die Polizei nach Festnahmen und viel kleinteiliger Ermittlungsarbeit nun vermutlich aufklären.

Seit Mitte Dezember 2012 gab es im Jülicher Land auffällig viele Einbrüche in Kindergärten, Vereinsheime, Gaststätten, Geschäfte, Schulen und anderen öffentliche Einrichtungen. Aber auch über das regionale Umfeld hinaus im Rhein-Erft-Kreis und in Eschweiler-Dürwiß wurden ähnliche Tathergänge gemeldet: In der Regel drangen die Täter durch aufgehebelte Türen und Fenster in die Gebäude ein und erbeuteten bevorzugt neben Bargeld auch Laptops und Geräte der Unterhaltungselektronik. In einigen Fällen wurden aber auch Getränke in größerer Anzahl
entwendet.

Durch gezielte Ermittlungsarbeit geriet in den Abendstunden des 16. Mai ein der Polizei bestens bekannter 14-Jähriger im Jülicher Stadtgebiet in den Fokus der Ermittler. Man schenkte ihm und im Lauf des Abends drei weiteren hinzugekommenen Personen besondere polizeiliche Aufmerksamkeit.

Die Beamten stellten dabei fest, dass sich die Personen in der Nacht mit einem Pkw in den Raum Bergheim begaben und dort mehrere Einbrüche in eine Schule, Kindergärten und ein Geschäft verübten, so dass unmittelbar darauf die Festnahme der vier Personen erfolgte.

Neben dem 14-Jährigen wurde das diebische Quartett durch zwei 18 und 19 Jahre alte Jülicher sowie einen 25-Jährigen ohne festen Wohnsitz, jedoch mit Aufenthalt in Jülich, vervollständigt.

Bei der Festnahme führten die Täter Beute aus vorherigen Einbrüchen, aber auch Tatwerkzeuge im Auto mit. Bei den dann erfolgten Wohnungsdurchsuchungen wurden weiteres Diebesgut und eine Gaspistole aufgefunden und sichergestellt.

Die sich an die Festnahmen anschließenden Ermittlungen des Kriminalkommissariats in Jülich führten bis jetzt zu einer Aufklärung von 47 Einbrüchen.

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Darunter sind auch zwei Taten, bei denen ein Täter der Gruppierung in Jülich auf offener Straße jeweils ein Handy erbeutete, indem er es in beiden Fällen den Geschädigten aus der Hand gerissen hatte und damit davon gerannt war.

Zudem wird zwei Personen aus der Gruppierung auch zur Last gelegt, in den letzten Wochen mehrfach Sachbeschädigung begangen zu haben, bei denen im Stadtgebiet Fensterscheiben durch Schusseinwirkung mit einer Gaspistole zerstört wurden.

Beim Großteil der jetzt aufgeklärten Taten waren die Beschuldigten in teils wechselseitiger Zusammensetzung ans Werk gegangen.

Der Kreis der Tatverdächtigen wird sich voraussichtlich über die vier Festgenommenen hinaus noch weiter ausdehnen. Für die Polizei steht fest, dass andere Personen zumindest sporadisch bei einzelnen Taten ebenfalls teilgenommen haben, indem sie zum Beispiel "Schmiere" gestanden haben oder Teile der Beute an sich nahmen, wodurch sie sich möglicherweise auch als Hehler strafbar gemacht haben könnten.

Die Aachener Staatsanwaltschaft hatte inzwischen bezüglich des 25-Jährigen, der als Kopf der Gruppe bezeichnet werden kann, und des 18-jährigen Jülichers, einen Untersuchungshaftbefehl beantragt. Dem Antrag war das Amtsgericht Düren gefolgt und hat inzwischen Haftbefehl gegen die beiden Männer erlassen, die auch wegen Eigentumsdelikten bereits in den letzten Jahren polizeilich in Erscheinung getreten sind und entsprechend Vorstrafen aufzuweisen haben.

Der 14-Jährige, der ebenfalls polizeibekannt ist, aber bei den meisten Taten erst 13 Jahre alt war sowie der bislang nicht vorbestrafte 19 Jahre alte Jülicher, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen.

Die Ermittlungen des zuständigen Kriminalkommissariats in Jülich in diesem umfangreichen Straf- und Ermittlungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen und dauern weiterhin an.

Lesen Sie hierzu: Kreis Düren übertrifft Landesquote bei Verbrechensaufklärung


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