Grußwort des Präses
Von Dr. Peter Jöcken [26.04.2013, 08.10 Uhr]

200 Jahre Adolph Kolping und sein bis heute im Wachsen befindliches Kolpingwerk! -
25 Jahre seit der Neugründung der Kolpingfamilie Jülich! Man sollte meinen, was sind 25 Jahre gegenüber 200?

Wer nur mit Zahlen arbeitet und Statistiken liebt, für den sind 25 Jahre nichts Besonderes. Aber es kommt - und das nicht nur im Sinne des Gründers Adolph Kolping - auf die Menschen an, auf den konkreten einzelnen Menschen, der die Botschaft Adolph Kolpings und damit den Auftrag unseres Herrn Jesus Christus ernst nimmt. Und deswegen ist wichtig, wie jetzt und heute Christentum im Sinne des Gesellenvaters gelebt wird.

Schon vor 1988 hat es in Jülich und seinen heutigen Stadtteilen Kolpingfamilien gegeben, an denen die neugegründete Kolpingfamilie anknüpfen konnte, so zum Beispiel in Kirchberg, wo es nach dem letzten Weltkrieg eine blühende Kolpingfamilie gab, die besonders unter ihrem Vorsitzenden August Pütz das christliche Dorfleben stark beeinflusste.

Heute gibt es zum Teil ganz andere Herausforderungen an die Kolpingfamilien.
In einer Zeit, wo der Handwerker weithin nur etwas gilt, wenn er ein Abitur vorzuweisen hat, gilt es, der Öffentlichkeit zu beweisen, dass praktisch-ausgebildete Schüler von Haupt-, Real- und neuerdings Sekundarschulen viel bessere Voraussetzungen mitbringen als Schüler einer gymnasialen Ausbildung, die auf einen akademischen Beruf hin geschult werden.

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Weiterhin gilt in einer Zeit der wachsenden Globalisierung, dass die Bodenständigkeit, das Heimat-Orientiertsein ganz wichtig ist für die menschliche Persönlichkeitsbildung.

Und drittens lässt sich sagen, dass, die in einer durch den immer totaler werden Kapitalismus mehr und mehr mit Füßen getretene Menschenwürde des einzelnen konkreten Menschen wieder eine neue Wertigkeit bekommen muss, wenn wir in Zukunft überhaupt noch Menschen und keine Computer oder andere Maschinen sein wollen.

So bestehen auch heute noch große historisch bedeutsame Aufgaben für die Kolpingfamilien wie auch für, "alle Menschen guten Willens": mitzuarbeiten an einer menschlicheren Welt, damit es sich auch heute und in Zukunft noch lohnt, in der Welt und für die Welt zu leben.

Im Blick auf Jesus Christus und seine durch Adolph Kolping in die neuzeitliche Welt übertragene Botschaft, sollten wir weiter an der christlich-sozialen Bildung der Menschen arbeiten, um so den politisch Verantworlichen menschlich wertvolle Alternativen des Lebens und Arbeitens zu bieten.
So wünsche ich dem Kolpingwerk auf der ganzen Erde wie auch unserer hiesigen Kolpingfamilie mit Gottes Hilfe eine gute Zukunft!

Treu Kolping!

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