Dieter Benner dreht einen Film zugunsten des Lichtprojektes

Kettenrasseln im Jülicher Hexenturm
Von Dorothée Schenk [21.08.2005, 18.38 Uhr]

Vor Hässlichkeit schön: Für den Film von Dieter Benner haben sich die Bühne-80-Mitglieder Claudia Cormann-Wiersch, Bert Voiss und Albert Junger von Katrin Geilenkirchen herrichten lassen.

Vor Hässlichkeit schön: Für den Film von Dieter Benner haben sich die Bühne-80-Mitglieder Claudia Cormann-Wiersch, Bert Voiss und Albert Junger von Katrin Geilenkirchen herrichten lassen.

Finster aussehende Geschöpfe tummelten sich am Donnerstag in der Dämmerung im Hexenturm. Schreie waren zu hören, Kettenrasseln… Eine Stunde lange gehörte das mittelalterliche Bauwerk wieder Hexe, Henker und einem „gefährlichen Gefangenen“. Immer und immer wieder spielen sich die gleichen Szenen ab – es ist „Showtime“ am Hexenturm. Prächtig hässlich von der Barmener Künstlerin und Maskenbildnerin Katrin Geilenkirchen ausstaffiert und geschminkt spielten Claudia Cormann-Wiersch, Bert Voiss und Albert Junger nach Anweisungen des Jülichers Dieter Benner eine kleine Spielfilmsequenz auf digitalen Bändern ein.

Mit Leib und Seele hat sich Dieter Benner dem Lichtprojekt Hexenturm verschrieben. Für dessen Umsetzung bringt er nicht nur viel Energie und Freizeit ein, sondern auch viel Phantasie: Jetzt schrieb er ein kleines Drehbuch für einen Film zum und über den Hexenturm. „Die Idee kam mir spontan – die anderen wissen davon noch gar nicht,“, erzählt Benner, der Haus-Hof-Fotograf und Filmer des Lichtprojektes lachend. Das war am Drehtag für die historische Sequenz am alten Stadttor.

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Dieter Benner gibt „Henker“ Albert Junker Anweisungen, wie er die „Hexe“ Claudia Cormann-Wiersch für seine Hexenturm-Spielfilmsequenz bedrohen soll.

Dieter Benner gibt „Henker“ Albert Junker Anweisungen, wie er die „Hexe“ Claudia Cormann-Wiersch für seine Hexenturm-Spielfilmsequenz bedrohen soll.

Drei Teile wird der digitale Film haben: Die erste Sequenz zeigt den zweiten Lichttests. Das war damals auch die Initialzündung für die Begeisterung Dieter Benners: „Da ist mein Herz aufgegangen. Seitdem leb und sterbe ich für das Lichtprojekt.“ Das verstellt ihm aber nicht den Blick für das Wesentliche. Neben diesen ästhetisch schönen Bildern beleuchtete der Jülicher auch die Geschichte des Bauwerks Hexenturm – kommentiert von Dr. Peter Nieveler. Schließlich soll das Fest zur feierlichen Erstbeleuchtung am 29. Oktober mitgeschnitten werden. Die Veröffentlichung ist daher etwa in der zweiten Novemberwoche zu erwarten.

Viel vorgefilmt hat Dieter Benner bereits vor dem „historischen Dreh“ Ende der Woche: „In Zeitraffer habe ich einen Sonnenuntergang gefilmt, der zeigt, wie dunkel der Hexenturm ohne die Beleuchtung daherkommt“, verrät der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent über seinen Erstling. Denn: Benner hat zwar schon vieles gefilmt, aber eigentlich ist dieses bildnerische Werk sein Debüt. Die entscheidenden Erfahrungen sammelte er beim Dreh des Zitadellenfest 2004, das er im Auftrag der Stadt auf Film festhielt. Er diente den Veranstaltern vor allem zur Dokumentation. „Begeistert“ seien sie gewesen, erklärt er nicht ohne stolz.

Derzeit steht Benner als Cutter am Schneidetisch. Wohl „eine Minute“ wird letztlich vom Drehtag am Hexenturm übrig bleiben. In welcher Auflage die DVD auf den Markt und in Geschäfte kommen ist, darüber ist sich der engagierte Jülicher noch nicht im Klaren. Denn bei einer größeren Auflage kann muss er die Eigenregie aufgeben.

Lesen Sie mehr über den Hexenturm im Film.


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