Viel Rede – kein Beschluss

Umzug des Jülicher Museumsteams weiter offen
Von Dorothée Schenk [18.08.2005, 13.13 Uhr]

Anderthalb Stunden Diskussion führten bei der jüngsten Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung im Jülicher Rathaus ins Leere. Einziger Tagungsordnungspunkt neben den Regularien war der Umzug der Museumsverwaltung vom Rathaus ins Kulturhaus und die dazu nötigen Finanzmittel. Bereits zum dritten Mal tagten Politik und Verwaltung ergebnislos über dieses Thema. Immerhin scheint die Politik nicht mehr das „ob“ sondern eher das „wie“ und „wieviel“ in den Mittelpunkt zu rücken.

11.200 Euro Ersparnis ermittelte die Verwaltung durch die Überarbeitung der Umbaupläne für das Kulturhaus. Damit müssen immerhin noch 32.000 Euro aus dem Stadtsäckel aufgebracht werden.

Martin Schulz machte deutlich, dass diese Einschnitte für das Team um Museumsleiter Marcell Perse deutlich spürbar sein werden: Nachhaltige Lösungen werden durch „Provisorische Insellösungen“, wie es in der Vorlage heißt, ersetzt. Beispiel: Freiliegende Kabelstrippen statt unter Putz verlegter Elektrik. Der Vorteil: Sollte es zum geplanten 2. Umzug 2007 in die Zitadelle kommen, kann das Equipement mitgenommen werden.

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Kritisiert wurde von den Sitzungsmitgliedern, die mangelnde Aufklärung über die Folgen des Einzugs der Dürener „job-com“ ins Alte Rathaus, die den Umzug der Museumsverwaltung erst nötig gemacht hat. Die Verwaltung gab zurück, dass man dies vorher nicht wissen konnte. Fakt ist, dass derzeit unterschriftsreif der Mietvertrag zwischen der Stadt und Kreis Düren vorliegt. Die Mieteinnahmen sollen die Gegenfinanzierung zum Umzug des Museums bieten. Dagegen spricht die Kündigungsfrist von einem halben Jahr. Der Ausschuss einigte sich darauf, neu zu verhandeln. Wunschgemäß soll sich der Kreis Düren auf sechs Jahre als Mieter im Alten Rathaus festlegen. Den Vorschlag der JÜL, die Mietzeit auf drei Jahre zu verkürzen und dem bereits vorbehaltlich der Vertragsverhandlungen dem Umzug zuzustimmen, damit die Arbeiten im Kulturhaus beginnen könnten, lehnten die übrigen Politiker ab.

Die Entscheidung hierzu wurde erneut vertagt – allerdings bestand keine Einigkeit über das Gremium. Lediglich die Angelegenheit „Vermietung job-com“ wurde dem Rat zugewiesen.

Lesen Sie dazu Standort der Museumsverwaltung fraglich


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