Festschrift zum Jubiläum

Keine Chronik, eine "Quelle" der Jülicher Gemeinde
Von Arne Schenk [30.09.2010, 07.47 Uhr]

Das Vergangene festhalten und die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft aufnehmen, dieser Aufgabe stellen sich die Autoren.

Das Vergangene festhalten und die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft aufnehmen, dieser Aufgabe stellen sich die Autoren.

Ein Jubiläum heißt mehr, als nur ein Fest feiern. Es heißt, innezuhalten und sich zu verwissern, woher man kommt, wo man steht und wohin man unterwegs ist“, bekräftigte Karin Latour, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Jülich, zur Vorstellung der Festschrift „Auf gutem Grund evangelisch...“ anlässlich 400 Jahre Evangelische Gemeinde Jülich und 100 Jahre Christuskirche.

Es sei ihr ein Anliegen gewesen, alles Material zusammenzufügen, das es über die Gemeinde gibt, berichtete die Historikerin Susanne Richter, die das Werk gemeinsam mit Heinz W. Homrighausen herausgibt. Deshalb seien auch viele Quellen eingefügt, die auf Schriften in Bibliotheken verweisen. „Das macht das Buch nicht nur bunt, sondern auch zur Quelle, hoffe ich.“ So diene es womöglich als Grundlage für kommende Jubiläen.

Allerdings biete es keine Chronik, stellte Heinz W. Homrighausen klar, zwar seien einzelne Zeitabschnitte gut dokumentiert, andere dafür so gut wie gar nicht. Allein durch der Krieg habe viel zerstört. Zudem sei bewusst ein breites Spektrum an Autoren von ausgewiesenen Fachleuten bis zu interessierten Laien einbezogen worden, so dass „eine Wunschliste an Autoren weitgehend realisiert wurde“.

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Die Themen reichen von Caspar Sibelius und die Anfänge der evangelischen Gemeinden über Hanns-Christoph Barnikols Erinnerungen an seinen Vater Hermann Barnikol, Jülicher Pfarrer von 1920 bis 1948, und das alte evangelische Pfarrhaus bis zur Entwicklung der Gemeinde in der Nachkriegszeit. Autoren sind neben Susanne Richter, Heinz W. Homrighausen und Hanns-Christoph Barnikol zudem J. F. Gerhard Goeters, Günter Bers, Elke Janßen-Schnabel, Wolfgang Burck, Thomas Kreßner, Wolfgang Gunia, Peter Nieveler und Hanns Bodewein mit Geleit- und Grußworten von Karin Latour und Superintendent Jens Sannig unter Einbeziehung von Transkriptionen des Consistorial-Buches (Protokollbuches) von 1854 bis 1893 durch Klaus Strobel.

Zu erwerben ist die Festschrift unter anderem auf dem Gemeindefest am Sonntag, 3. Oktober. Die Feier beginnt mit einem Festgottesdienst um 14 Uhr in der Christuskirche. Die Festpredigt hält der Oberkirchenrat und frühere Superintendent Klaus Eberl. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen Chöre aus der Gemeinde, die teilweise auch beim anschließenden Programm im Dietrich-Bonhoeffer-Haus beteiligt sind.

Weitere Punkte sind dann die Prämierung des kreativen Wettbewerbs zum Thema „Unsere Christuskirche“ für Kleine und Große, Drehorgelmusik, eine Diashow über 30 Jahre dem Gemeindeleben zwischen 1978 und 2008 sowie Aktivitäten für den Nachwuchs. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Das Fest endet um 18.30 Uhr mit einer Andacht in der Christuskirche.

Zum Artikel Evangelische Gemeinde Jülich wird "rund"


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