Vielseitiges Jülicher SommerLeseClub-Erfolgsmodell
Von Dorothée Schenk [01.07.2010, 16.22 Uhr]

Mit Rahmenprogramm und Kreativwettbewerb - der SommerLeseClub 2010 bietet mehr als nur seitenweises Vergnügen.

Mit Rahmenprogramm und Kreativwettbewerb - der SommerLeseClub 2010 bietet mehr als nur seitenweises Vergnügen.

Bescheiden hat der SommerLeseClub vor drei Jahren gar nicht erst angefangen. Er war in Jülich gleich ein Erfolgsmodell. In sechs Wochen Ferien mindestens drei Bücher zu lesen und dafür ein Zertifikat zu erhalten – das ist für den Jülicher Leseratten-Nachwuchs kein Problem. 144 Teilnehmer waren im letzten Jahr am Start, 93 durchmaßen erfolgreich die Ziellinie. Über die Hälfte von ihnen hatte übrigens mehr als das Minimum gelesen, nämlich bis zu zehn Bücher.

Luxus geboten wird schließlich für die kleinen Bücherwürmer: Über 300 ganz aktuelle Titel haben sie zur Auswahl, die mit extra angeschafft werden und in einem SLC-Aufkleber kenntlich gemacht werden. Die Kosten sind natürlich nicht ohne Sponsoren tragbar, zu denen neben dem NRW-Ministerpräsidenten und dem Kultursekretariat Gütersloh auch lokale Unterstützer gehören, wie die Sparkasse Düren, Raiffeisenbank Erkelenz eG, das Kleiderlädchen, il flauto dolce, die Straßengemeinschaft Kleine Rurstr./Grünstraße, selbstverständlich der hauseigene Förderverein und die Buchhandlung Fischer. Letztere sind Partner der Buch-Patenschaften, die in diesem Jahr erstmals übernommen werden können. Für mehr als ein Drittel der Bücher, so berichtet Bücherei-Leiter Werner Wieczorek, seien bereits Paten gefunden worden.

Seit Jahresanfang waren Werner Wieczorek und sein Stadtbücherei-Team damit beschäftigt, die Vorschlagslisten der Aktion zu sichten und den richtigen Lesestoff auszuwählen. Mit den Ehrenamtlern des Fördervereins, allen voran Elisabeth Vietzke, wurde zusätzlich bei den Schulen persönlich die Werbetrommel gerührt. Das hat Wirkung auch über Jülich hinaus, wie sich im vergangenen Jahr gezeigt hat: Sogar von den Gesamtschulen Niederzier und Langerwehe sowie von Schulen aus Linnich und Aldenhoven waren Teilnehmer vertreten.

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In der Buchhandlung Fischer haben SommerLeseClub-Paten die freie Wahl.

In der Buchhandlung Fischer haben SommerLeseClub-Paten die freie Wahl.

Die Teilnahme ist einfach:
• Gerne-Leser ab der 5. Klasse oder solche, die es werden wollen, melden sich ab sofort via Internet oder ab Dienstag, 13. Juli, persönlich in der Stadtbücherei im Kulturhaus am Hexenturm kostenlos an.

•Eine Unterschrift der Eltern ist – anders als bei der Bücherei-Anmeldung – nicht nötig.

• Es gilt der befristete Clubausweis, der jedes Mal zur Ausleihe von maximal zwei Büchern berechtigt. In der Regel dürfen die Bücher zwei Wochen lang entliehen werden.

• Bei der wird der Buchtitel in das persönliche Logbuch eingetragen, das bei der beim ersten Ausleihen für den SommerLeseClub ausgeteilt wird.

• Ein Mitglied des Fördervereins ermittelt dann per Unterhaltung, ob das Buch auch tatsächlich gelesen wurde. „Bislang“, schmunzelt Elisabeth Vietzke, „hatten wir noch keinen Grund zum Zweifeln. Die meisten sind gar nicht zu bremsen, wenn sie von den Büchern erzählen.“

•Als Nachweis gibt es einen Stempel.

•Wer drei Bücher gelesen hat erhält ein Zertifikat, das er in der Schule vorlegen und als außerschulische Lernleistung ins Zeugnis eingetragen lassen kann.

• Letzter Abgabetermin ist der 28. August, die Club-Party steigt am Samstag, 4. September. Freuen dürfen sich die „Absolventen“ dann nicht nur auf das Zertifikat aus Händen des Schirmherrn Bürgermeister Heinrich Stommel, Pizza und Getränke, sondern auch auf die Rockband der Musikschule.

•Alles noch mal in Kürze ein
hier

Flankiert wird in diesem Jahr der SommerLeseClub in Jülich von zwei Lesungen. Der Schöpfer von Kriminalist Kwiatkowski, Jürgen Banscherus, präsentiert seinen neuesten Ermittler „Jimmie Nightwalker“ am Montag, 26. Juli, in der Stadtbücherei um 15.30 Uhr. Krimifans zwischen 9 und 12 Jahren sind hier angesprochen. Gern genommen bei Teenagern sind die Werke von Sissi Flegel. Sie verbreitet am Montag, 30. August, „Die Liebeslüge“ in die Räumen der Bücherei.

Er nicht nur zuhören, sondern selbst kreativ werden möchte, der ist außerdem aufgerufen, per Handarbeit ein
neues Logo für den SommerLeseClub zu entwerfen. Der Grund: 7 Jahre sind genug, meinen die Organisatoren. So lange springt nämlich der Junge schon mit dem Buch ins Wasser und „nun hat er keine Lust mehr“. Einsendeschluss für die Ideen ist am 31. August.


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