Förderverein Festung Zitadelle lädt Mitglieder und Interessierte

Nach der Versammlung kommt „Leonardo“
Von Redaktion [08.04.2010, 08.47 Uhr]

Die Außenfassade der Jülicher Schlosskapellen-Apsis Alessandro Pasqualinis von 1553 ähnelt den Apsiden am Zentralbau einer Kapelle oder Kirche auf einer Architekturskizze Leonardo da Vincis von 1496.

Die Außenfassade der Jülicher Schlosskapellen-Apsis Alessandro Pasqualinis von 1553 ähnelt den Apsiden am Zentralbau einer Kapelle oder Kirche auf einer Architekturskizze Leonardo da Vincis von 1496.

Der Förderverein Festung Zitadelle Jülich lädt nach seiner Mitgliederversammlung am Dienstag, 13. April, alle Interessierten um 20 Uhr ins Hotel Kaiserhof, am Schwanenteich in Jülich. Dann kommt der Vortrag der Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann MA, Galeristin in Rheda-Wiedenbrück, über „Leonardo da Vinci und die Ausläufer der Hochrenaissance“ zum Vortrag.

Leonardo da Vinci ist neben Raffael und Michelangelo einer der herausragenden Künstler der Hochrenaissance. Ein Kennzeichen dieser Zeit ist das Streben nach höchster Vollkommenheit und Harmonie. Im Zentrum der christlichen Kunst setzen Italien und das päpstliche Rom mit dem Neubau von St. Peter Maßstäbe.

Auch die Kriegs- und Waffentechnik wird immer weiter vorangetrieben, Traktate zur
Baukunst und wissenschaftliche Disputationen gehören zum Repertoire der Künstler. Alle drei Genies der Renaissance waren deshalb nicht nur als bildende Künstler, sondern auch als Baumeister gefragt. Leonardo war allerdings auch Naturforscher. Er legte so - ausgelöst durch seine Beobachtungsgabe - den Grundstein zur neuzeitlichen Methodik und Forschung der Naturwissenschaften.

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Anhand ausgewählter Beispiele werden die Methoden und Arbeitsweisen vorgestellt und die Lebensläufe und Konkurrenzsituationen beleuchtet. Die dichte Atmosphäre und der Austausch des Wissens durch die jeweiligen Werkstätten sowie das damalige Ausbildungssystem, an dem auch der später in Jülich wirkende Baumeister
Alessandro Pasqualini Anteil hatte, werden ebenfalls vorgestellt.

Raffael überlebte Leonardo nur um ein Jahr, so dass ab 1520 nur noch Michelangelo das künstlerische Wirken vergönnt war.

Einen interessanten vorbereitenden Einblick in die baukünstlerischen Beziehungen Alessandro Pasqualinis zu den Künstlern in Rom bietet der Ende 2009 gemeinsam vom Förderverein und Jülicher Geschichtsverein publizierte, im Buchhandel erhältliche Bildband „Das `italienische´ Jülich“: Besonders der erste, revolutionäre Neubau von Chor und Apsis von St. Peter muss Pasqualini beeindruckt haben: Um 1553 zitiert er mit der einzigartigen Apsis der Jülicher Schlosskapelle einen sehr frühen - offenbar durch eine Architekturskizze Leonardos von 1496 angeregten - Apsis-Entwurf Bramantes von 1506 für St. Peter, den Raffael 1514 als leitender Architekt der römischen Bauhütte übernahm und der dann wohl, wie vieles andere, verloren ging, als der Papst 1546 Michelangelo zum leitenden Baumeister berief.


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