Junge Union gegen Gesamtschule im Nordkreis
Von Redaktion [11.03.2010, 08.37 Uhr]

Die Junge Union Jülich nimmt Stellung zur Debatte um eine Gesamtschule im Nordkreis. Im Wortlauf:

Seit über 30 Jahren führen verschiedene gesellschaftliche und politische Gruppierungen eine überwiegend ideologische Debatte um die Gesamtschule. In den letzten Wochen haben verschiedene Kräfte der politischen Linken ihr ideologisches Steckenpferd neu gesattelt und fordern die Errichtung einer Gesamtschule im Nordkreis. Dabei scheinen sie nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass die Zahl der Gesamtschulinteressierten dieses Jahr um 10% abgenommen hat und dass die Errichtung einer Gesamtschule die Existenz etablierter Schulen gefährdet, in denen überwiegend sehr gute Bildungsarbeit geleistet wird.

Das Schulgesetz in NRW schreibt vor, dass eine Gesamtschule mindestens vier Parallelklassen mit je 28 Schülern haben muss. Angesichts dieser enormen erforderlichen Größe sowie mittel- und langfristig rückgängiger Schülerzahlen ist es evident, dass die Errichtung einer oder mehrerer Gesamtschulen die bestehenden Schulen im Nordkreis in ihrem Bestand ernsthaft bedroht. Die ersten Leidtragenden wären vermutlich die Hauptschulen, doch auch die Arbeit der sehr erfolgreichen Jülicher Gymnasien wäre gefährdet.

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Die Junge Union Jülich fordert, den Wahlkampf auf dem Rücken der Schulen des Nordkreises zu stoppen. Stattdessen fordert sie praxistaugliche Lösungen im Konsens mit den etablierten Schulen, um die Durchlässigkeit des gegliederten Schulsystems zu erhöhen. Kooperationen verschiedener Schulformen wie im Schulverband Aachen-Ost können dazu als Leitbild dienen.

Kleinere Klassen, Entschlackung der Lehrpläne im Rahmen von G8, eine weitere Reduzierung des Unterrichtsausfalls und der Ausbau des Ganztags an Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen sind praxistauglichere Lösungen für die Verbesserung der Lernbedingungen als eine neue Schulsystemdebatte.

"Gute Bildungsarbeit ist keine Frage des Schulsystems sondern eine Frage der Kooperation von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitung. Daher gilt es die bestehenden Schulen im Nordkreis zu stärken und zukunftsgerichtete Maßnahmen zu treffen, anstatt die Debatten von vorgestern wieder aufzuwärmen", so der Jülicher JU-Vorsitzende Marco Johnen.


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