Jülich Baseballer bauen Vorsprung aus

Dukes holen 12-Punkte-Rückstand auf
Von Redaktion [27.05.2009, 23.58 Uhr]

Alte Bekannte sind sie: das Ungeziefer (deutsch für „Vermins“) aus Wesseling bei Bonn. In den letzten Jahren lieferten sich die Baseballer aus Jülich immer wieder packende Schlachten mit den Ligakonkurrenten. Letztlich holten die Jülicher Herzöge einen 12-Punkte-Rückstand auf und sicherten ihren Vorsprung in der Tabelle

Die Kontrahenten trafen sich zum ersten Aufeinandertreffen in der noch frischen Saison auf dem „Dukes Field“, der Baseballanlage der Dukes in Barmen.

Das Spiel begann alles andere als verheißungsvoll: Bereits im ersten Durchgang konnte der Jüli-cher Startwerfer („Starting Pitcher“) Pascal Caspers nicht seine gewohnte Form aufbieten und ließ die ersten zwei Schlagleute („Batter“) das erste Mal („Base“) erreichen. Durch einen gu-ten Schlag des darauffolgenden Batters der Vermins konnten die ersten beiden Läufer der Wes-selinger das Home Plate überqueren und hierdurch die ersten zwei Punkte für die Gäste erzielen. Auch den nächsten Läufer konnten die Wesselinger durch sogenannte „Opferschläge“ („Sac-rifice Hits“) noch nach Hause schlagen, bevor das Jülicher Innenfeld („Infield“) mit einem guten Spielzug den ersten Durchgang beendete.

Auch offensiv zeigten die Dukes zunächst nicht die gewohnte Stärke und konnten gegen den jungen Wesselinger Startwerfer lediglich einen Punkt erzielen.

Im zweiten Inning konnte keine der Mannschaften Zählbares auf die Punktetafel bringen und so stand es am Ende des Durchgangs weiterhin 3:1 für die Gäste aus Wesseling.

Nachdem die Vermins in den Durchgängen drei und vier zunächst auf 7:1 erhöhen konnten, sah sich der Jülicher Coach Horst Pünzeler gezwungen, einen Ersatzwerfer aufzubieten: Der gebür-tige Venezolaner Johnny Castillo zeigte auch unmittelbar nach seiner Einwechslung eine gute Leistung und brachte die Dukes aus dem verkorksten Inning. Im Jülicher Offensivdurchgang war es dann wieder Castillo, der mit einem Schlag weit über die Spielfeldbegrenzung („Home Run“) den Spielstand auf 7:3 verkürzte.

In den folgenden beiden Durchgängen zeigte jedoch auch Castillo, nun wieder auf dem Wurf-hügel, Nerven und konnte den Ball immer seltener in der „Strike Zone“ (einem rechteckigen Zielbereich, den der Werfer anvisiert) unterbringen. Zur Mitte des sechsten Innings führten die Wesselinger schließlich mit 15:3.

Konnte man die Woche zuvor noch gegen die Aachen Greyhounds durch eine frühe hohe Füh-rung den vorzeitigen Spielabbruch erzwingen (durch Anwendung der „Gnadenregel“), standen die Herzogblauen nun selbst mit dem Rücken zur Wand.

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Doch im nun folgenden Angriffsdurchgang gelang den Dukes eine außergewöhnliche Glanz-leistung: Die Würfe des gegnerischen Pitchers verwandelten die Herzöge gleich reihenweise in gute Schläge („Hits“). Ein Punkt nach dem anderen überquerte die Home Plate. Gekrönt wurde diese beeindruckende Tour de Force durch den zweiten Home Run von Christoph Postels im selben Inning, der die Jülicher auf 15:11 heranbrachte.

Die Herzogstädter witterten wieder ihre Siegchance, während die Wesselinger mit der bravorö-sen Aufholjagd der Jülicher wohl nicht umzugehen wussten. Der zwischenzeitlich eingewechsel-te Ersatzwerfer der Vermins verfehlte die Strike Zone ein ums andere Mal und erlaubte gegen Ende des achten Innings sogar den Führungstreffer der Dukes. Mit einem denkbar knappen Vorsprung von 17:16 für die Herzöge gingen beide Mannschaften in das alles entscheidende letzte Inning.

Zu Beginn des letzten Durchgang stockte den Fans der Gastgeber dann doch noch einmal der Atem: Die Wesselinger gaben sich noch nicht geschlagen und erzielten durch gute Schläge zwei Punkte, welche die Gäste zunächst wieder 18:17 in Führung brachten.

Doch im folgenden Offensivdurchgang zeigten die Dukes ihre gewohnte Stärke, luden zunächst die Bases, glichen aus und brachten – bei einem Aus für die Gegner – den entscheidenden Sieg-punkt nach Hause.

So knapp das Spiel letztlich war: Der dritte Sieg im dritten Spiel beschert den Jülichern die klare Tabellenführung in der Landesliga I. Hiermit konnte bereits ein wichtiger Schritt in Richtung der Play Offs gemacht werden.


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