Bonner Geschichtsverein unterstützt Förderverein Siersdorf

„Es gibt für die Kommende noch einiges zu retten“
Von arz [17.11.2008, 21.04 Uhr]

Wie hoch das Interesse für die Siersdorfer Kommende und die angrenzende Ordenskirche im Rheinland ist, zeigte sich auch bei einem Besuch des Bonner Geschichtsvereins. Mit dem sachkundigen Leiter Professor Udo Arnold stellte Hans Kunnes in der Begrüßung einen „Top-Kenner des deutschen Ordens“ vor. Im Gegenzug sprach der Gast beim Heimatforscher Hans Kunnes von „einem echten Siersdorfer“, der sich mit Publikationen über den Deutschorden und die Kommende einen Namen gemacht hat.??

In seinen bemerkenswerten Auslegungen über die Ordensgeschichte mit einer globalen Ausdehnung von ca. 300 Kommenden erwähnte der Bonner Professor vor allem „die kleinen Verästelungen“ der einzelnen Niederlassungen. Für ihn ist es besonders wichtig, wenn man sich heute vor Ort für die „Kenntnis-Tradition“ einsetzt. „Was ist gewesen und was kann für den Erhalt getan werden? Diese Frage stellt sich aktuell besonders für Siersdorf.“??Professor Arnold erinnerte an den Besitzstand der Jülicher Grafen mit der Siersdorfer Kirche, aus dem die Stiftung für den Orden hervorgegangen ist.

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„Kirche, Kommende und Ökonomie gehörten damals zusammen. Gerade Siersdorf war ein Beispiel, wie die Ordensgemeinschaft in der Region, aus der Region und für die Region entscheidenden Einfluss hatte.“ ??Lobenswert sind für Professor Arnold auch die Bemühungen des „Fördervereins Kommende Siersdorf“, der sich „mit Nachdruck für eine Bestandssicherung, eine Machbarkeitsstudie und für ein Nutzungskonzept einsetzt. Gerade die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Problem Kommende ist ebenso wichtig wie finanzielle Unterstützung. ??

Wenn auch nach Meinung des Bonner Historikers öffentliche Gelder nicht mehr üppig fließen, so könnten auch andere Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen. „Es gibt für die Kommende noch einiges zu retten, bevor es zu spät ist.“


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