Stingrays vom Platz gefegt

Dukes wahren Chance auf Klassenerhalt
Von Redaktion [24.09.2008, 09.35 Uhr]

Vor dem letzten Heimspiel der laufenden Saison standen die Baseballspieler aus Jülich mit dem Rücken zur Wand: eine Niederlage gegen den Mitabstiegsaspiranten aus Wuppertal hätte den beinahe sicheren Abstieg in die Bezirksliga bedeutet.

Jedoch bewies sich am Sonntag glücklicherweise wieder einmal, dass die Dukes immer dann am Besten sind, wenn sie unter Druck geraten. So begann der erste Schlagdurchgang (Inning) gleich furios: Die Stachelrochen aus Wuppertal wurden der Reihe nach wieder auf die Bank gesetzt.

Die Dukes hingegen nutzten die recht unplatzierten Würfe des gegnerischen Startwerfers zu ihren Gunsten und rückten auf die Bases vor. Mit gutem Laufspiel auf den Bases selbst sorg-ten die Herzogblauen bei der Wuppertaler Verteidigung für einige Unruhe. So gelang es be-reits während des ersten Angriffsdurchgangs sechs Jülicher Spielern, die Home Plate (Aus-gangs- und Zielbase) zu überqueren und auf diese Weise jeweils einen Punkt zu erzielen.

Auch im zweiten Inning dominierte Jan Kehls, der Startwerfer der Dukes, die gegnerischen Schlagmänner nahezu nach Belieben. Lediglich ein guter Schlag gelang den Wuppertalern gegen den 16-jährigen Kehls, der erst einige wenige Male auf dem Jülicher Wurfhügel (Pit-cher’s Mound) stand. Wegen einer unerlaubten Körpertäuschung des jungen Werfers konnte der Wuppertaler Läufer in der Folge bis zum Home Plate vorrücken und den ersten und einzi-gen Punkt der Stingrays erzielen.

Die Baseballer aus der Herzogstadt hingegen legten während ihres Offensivdurchgangs sieben weitere Punkte nach und konnten auf diese Weise den Vorsprung auf zwölf Zähler ausbauen.

Im nachfolgenden dritten Inning konnte wieder (wie im ersten Durchgang) keiner der drei angetretenen Schlagutegleute die erste Base erreichen. Mit einem Strike Out, d. h. drei Schlag-Fehlversuchen des Wuppertaler Batters (Schlagmann), wurde der letzte Stingray zurück auf die Bank geschickt.

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Zu Beginn des Jülicher Angriffsdurchgangs wechselten die Wuppertaler ihren Startwerfer, der sichtlich Mühe hatte, die Bälle in die geforderte Zone (Strike Zone) zu bringen, gegen einen Ersatzwerfer (Relief Pitcher) aus. Da die Schlagleute der Dukes bis zu diesem Zeitpunkt we-nig gefordert waren, schlichen sich kurzzeitig einige Schwächen ein. Nichtsdestotrotz brach-ten die Herzogblauen zwei weitere Punkte nach Hause und gingen mit einem komfortablen Vorsprung von vierzehn Punkten in den vierten Durchgang.

Doch auch im vierten Inning gelang den Wuppertalern nichts Verwertbares. Getragen von zwei weiteren Strike Outs des zu diesem Zeitpunkt immer noch hervorragend aufgelegten Kehls mussten alle angetretenen Schlagleute der Stingrays unverrichteter Dinge den Rückweg auf die Bank antreten.

Für die Dukes bedeutete das: Ein einziger Punkt im nachfolgenden Schlagdurchgang würde genügen, um das Spiel vorzeitig zu beenden. Die Ligastatuten sehen nämlich vor, dass ein Spiel vom Schiedsrichter (Umpire) bereits nach weniger als den sonst geforderten neun In-nings abgebrochen werden kann, wenn eine der beiden Mannschaften (vermeintlich) unein-holbar führt. Nach vier Durchgängen genügt hierzu ein Vorsprung von mindestens fünfzehn Punkten.

Nach einem anfänglichen Strike Out des nun offensiv agierenden Jülicher Pitchers konnte Pascal Caspers mit einem von insgesamt sechs Jülicher Hits (erfolgreichen Schlägen) die erste Base erreichen. Nach einem sogenannten Base Steal, bei dem der zum Läufer gewordene Schlagmann ohne Aktion des Schlagmanns ein Base vorrückt („die Base stiehlt“), führt letzt-lich ein Überwurf des ansonsten guten Fängers der Stachelrochen dazu, dass Caspers die Ho-me Plate überqueren kann und den Herzogblauen hiermit den Sieg sichert.

Mit dem Endergebnis von 16:1 waren die Dukes im Anschluss an das Spiel hochzufrieden, auch wenn dies noch nicht die Rettung vor dem drohenden Abstieg bedeutete. „Wir haben heute gezeigt, dass wir, wenn wir konzentriert arbeiten, jeden Gegner schlagen können.“, fass-te Horst Pünzeler, der Trainer der Dukes, nach dem Spiel die Ereignisse des Nachmittags zu-sammen.

Am kommenden Sonntag, 28. September,, geht es für die Herzogblauen beim Auswärtsspiel bei den Lippstadt Ochmoneks nun um Alles oder Nichts: ein Sieg gegen die Ochmoneks, die ihre letzten beiden Play-Down-Spiele souverän gewinnen konnte, reicht für den Verbleib in der Landesliga I; eine Niederlage hingegen ist – aufgrund der für Jülich ungünstigen direkten Vergleiche – gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit der Bezirksliga. Den wollen die Dukes unbedingt vermeiden.


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