Dukes bringen zwei Siege heim
Von Redaktion [09.07.2008, 11.18 Uhr]

Zwei Spiele an einem Spieltag: kaum vorstellbar, dauert ein Baseballspiel, welches über neun Spielabschnitte (Innings) geführt wird, gerne einmal drei bis vier Stunden. Doch dieser „Alb-traum“ wurde für die Baseballspieler aus Jülich zur Realität. Offenbar ein Ansporn: Denn die Herzöge deklassierten nicht nur den Gegner im Heimspiel, sondern fuhren auch den Aus-wärtssieg ein.

Bei allerbestem Sommerwetter brach man bereits um halb zehn am Sonntagmorgen auf gen Wesseling, um zum Einen das wegen Regens ausgefallene Heimspiel aus dem vergangenen April nachzuholen sowie zum Anderen das fällige Auswärtsspiel zu absolvieren. Die nahen-den Play Offs hatten die Terminfindung beider Mannschaften erheblich erschwert und so hatte man sich notgedrungen auf die „Double-Header-Lösung“ (zwei Spiele an einem Spieltag) geeinigt.
„Das wird ein harter Tag für die Mannschaft!“, äußerte sich Coach Horst Pünzeler vor den Spielen, „Bei dem Wetter über sechs Stunden lang Baseball zu spielen verlangt deiner Konzentration und deinem Körper alles ab.“

Doch die Herzogblauen zeigten sich zu Beginn der ersten Partie alles andere als wetterfühlig: gegen Johnny Castillo, den Venezolaner auf dem Wurfhügel (Pitcher’s Mound), gelang den Wesselingern im ersten Inning gar nichts. Doch auch die „Boys in Blue“ konnten in ihrem Offensivdurchgang trotz vollbesetzter Schlagmale (Bases) keine Punkte auf das Scoreboard bringen.

Auch der zweite Spielabschnitt verlief ausgeglichen: beide Mannschaften konnten vier Punkte erzielen. Mit einem Spielstand von 4:4 unentschieden ging es ins dritte Inning.

Gleich zu Beginn zeigten die Dukes Defensivarbeit par excellence: Durch ein sogenanntes Double Play konnten in einem Spielzug zwei Wesselinger Angreifer Aus gemacht werden. Das unmittelbar folgende Strike Out (drei erfolglose Schlagversuche des Angreifers) beendete den Offensivdurchgang der Vermins punktelos. Die Dukes konnten im Gegenzug zwei Punkte nachlegen und gingen erstmals in Führung.

Werbung

Da die Spielordnung des Landesverbands eine Begrenzung der Einsatzzeit ausländischer Pit-cher auf drei Innings vorsieht, übernahm zu diesem Zeitpunkt Pascal Caspers den Ball von Castillo… mit durchschlagendem Erfolg: Kein Wesselinger kam über das erste Base hinaus!

Die Dukes hingegen fanden offensiv zu bekannter Stärke zurück und brachten insgesamt sie-ben Punkte nach Hause, so dass es am Ende des vierten Innings bereits 13:4 für die Jülicher stand.

Von diesem Rückschlag konnten sich die Wesselinger in den folgenden Durchgängen nicht mehr erholen: Die Schiedsrichter brachen das Spiel am Ende des siebten Innings bei einem Spielstand von 17:7 zugunsten der Herzogblauen ab. Grund hierfür ist eine sogenannte „Gna-denregelung“ (Mercy Rule), die annimmt, dass – sobald ein bestimmter Spielfortschritt er-reicht ist – ein Rückstand von zehn Punkten oder mehr nicht mehr durch die zurückliegende Mannschaft aufgeholt werden kann.

Auch das zweite Spiel begann vielversprechend für die Jungs aus Jülich: Nach zweieinhalb Innings lag man nach einem Totalausfall der Wesselinger Offensive 6:0 in Führung!

Doch dann schienen die Wesselinger immer besser mit den Würfen des zweiten Jülicher Startwerfers Sebastian Schütz zurecht zu kommen. Der Vorsprung der Dukes schrumpfte auf einen Punkt zusammen (6:5).

In den Durchgängen fünf und sechs konnte man sich punktemäßig wieder ein wenig Luft ver-schaffen und ging mit einem – eigentlich komfortablen – Punktestand von 20:11 in die beiden Schlussinnings.

Während die Dukes in der Folge offensiv patzten, kamen die Wesselinger noch einmal auf 20:18 heran. Doch letztlich behielt man nach einem tollen Spielzug im Innenfeld (Infield) des technischen auf hohem Niveau spielenden Castillo die Oberhand und brachte – nach einer Gesamtspieldauer von 6 Stunden und 11 Minuten – auch im zweiten Spiel des Tages den Sieg nach Hause.

Nach den beiden Niederlagen stehen die Wesselinger endgültig als Teilnehmer an den „Play Downs“, d. h. der Spielrunde gegen den Abstieg fest. Auch ein Sieg gegen die Pulheim Go-phers am letzten Spieltag kommende Woche kann dies nicht mehr verhindern.

Die Dukes hingegen „katapultierten“ sich mit den beiden Siegen auf den ungeteilten zweiten Tabellenplatz unmittelbar hinter den Zülpich Eagles. Dennoch ist die Play-Off-Teilnahme noch nicht gesichert. Erst am letzten Spieltag entscheidet sich zwischen den Jülichern, den Pulheimer und den Kölnern, wer gegen die besten Mannschaften aus den anderen Landesligen um den Aufstieg in die Verbandsliga antritt und für wen die kommenden Wochen den Kampf gegen den drohenden Abstieg bedeuten.

Umso mehr freuen sich die Dukes, dass das letzte Spiel der regulären Saison am kommenden Sonntag, 13. Juli, auf dem heimischen Feld der Träume, dem Dukes Field in der Seestraße in Barmen, stattfindet. Das alles entscheidende Spiel um die Play-Off-Teilnahme gegen die Cardinals aus Köln beginnt um 15 Uhr. Im Hinspiel gegen die „Cards“ hatten die Spieler aus der Herzogstadt noch das Nachsehen. Mit Unterstützung der Fans am Sonntag, hoffen die Dukes es diesmal zu schaffen.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>
Kölsche Nacht beim Jülicher Stadtfest [09.04.2017, 12.47 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung