Zweiter Tabellenplatz

Dukes feiern höchsten Sieg der Geschichte
Von Redaktion [02.07.2008, 13.41 Uhr]

Am vergangenen Sonntag trafen die Baseballer der Jülich Dukes zum zweiten Mal in dieser Sai-son auf die Hilden Wains… und das zum zweiten Mal auf dem Dukes Field in Jülich-Barmen. Zwei Heimspiele gegen dieselbe Mannschaft? Diese auf den ersten Blick verwunderliche Tatsa-che ist dem Umstand geschuldet, dass die Stadt Hilden den Hilden Wains nach jahrelangem zähen Ringen im September letzten Jahres eine eigene Sportanlage genehmigte, die sich derzeit in der Bauphase befindet und erst 2009 eröffnet werden wird. Daher ist jedes Saisonspiel für die Hildener derzeit ein Auswärtsspiel… und diese Auswärtsserie bringt den Hildener kein Glück: keines ihrer bislang zehn Saisonspiele konnten sie für sich entscheiden.

Im Hinspiel Mitte Mai behielten die Dukes mit 21:5 die Oberhand über die Wains und liefen zu keiner Zeitpunkt Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Auch das Spiel am zurückliegenden Sonntag begann vielversprechend: Aufgrund ihres Status als Auswärtsmannschaft hatten die Männer aus der Herzogstadt zunächst Offensivrecht und konnten im ersten Inning gegen einen schwachen Hildener Startwerfer (Pitcher) zehn Punkte erzielen.

Die Wains ihrerseits begannen angriffsschwach und hatten gegen Pascal Caspers, den Pitcher der Dukes, kaum Chancen auf gute Schläge. Gerade einmal einen Punkt konnten sie im ersten Durchgang (Inning) über die Homeplate bringen, so dass die Herzöge bereits nach dem ersten Inning klar mit 10:1 in Führung lagen.

Im zweiten Durchgang konnte keine der Mannschaften Zählbares auf die Punktetafel bringen und so stand es auch zu Beginn der dritten Innings noch 10:1 für die „Gäste“. Hier konnten die Herzogblauen noch einmal zwei Punkte nachlegen und sich das erste Mal im Laufe des Spiels einen 10-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Ein solcher Vorsprung hat im deutschen Ama-teurbaseball stets einen gewissen Reiz, da er einen vorgezogenen Spielabbruch zugunsten des so deutlich führenden Teams ermöglicht, sobald eine bestimmte Mindestzahl an Durchgängen ab-solviert ist.

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Doch die Wains gaben sich alles andere als auf. Durch einige Unkonzentriertheiten auf dem Wurfhügel (Pitcher’s Mound) und im Feld sowie eine Reihe guter Schläge der Hildener Offen-sivabteilung konnten die Wains acht Punkte erzielen und somit auf 12:9 verkürzen.

Doch damit nicht genug: Nach erneut unzufriedenstellender Angriffsleistung der „Boys in Blue“ kassierte man im folgenden Inning weitere drei Punkte und ließ die Hildener gefährlich nahe herankommen (13:12).

Der fünfte Durchgang endete 1:1 unentschieden und so ging man mit dem denkbar knappen Vorsprung von einem Punkt ins sechste Inning (14:13).

Eine kurze Teamansprache durch den Jülicher Coach Horst Pünzeler, der zur Unterstützung der Offensive zwischenzeitlich selbst auf dem Feld agierte, weckte bei den Herzogblauen längst ver-loren geglaubte Kräfte. Durch eine Reihe guter Schläge konnten die Dukes weitere fünf Punkte nachlegen und viele Zuschauer glaubten bereits, dass die Jülicher Blockade endlich überwunden sei.

Doch nachdem man im gleichen Inning die Wains auf Distanz halten konnte, zeigte sich im fol-genden und siebten Durchgang ein umgekehrtes Bild: kein Punkt für die Jülicher, fünf jedoch für die Spieler aus Hilden.

Auch das achte und vorletzte Inning brachte keine wirkliche Entlastung für die angespannten Nerven der Spieler, Coaches und Zuschauer: Bei einem Spielstand von 21:19 sechs Aus (Out) vor Schluss musste das neunte Inning also die Entscheidung bringen. Zu diesem Zeitpunkt wa-ren bereits über drei Stunden gespielt und das sommerlich-heiße Wetter im Jülicher Vorort for-derte von beiden Mannschaft ihren Tribut.

Doch aller Einsatz der Hildener Defensive war vergebens: Die Dukes mobilisierten noch einmal alle Kraftreserven und überzeugten durch Hits (erfolgreiche Schläge) am laufenden Band. Erst nachdem zwanzig Jülicher Spieler das heimische Innenfeld (Infield) einmal umrundet hatten (im Schnitt also jeder Spieler mehr als zweimal) und somit jeweils einen Punkt erzielen konnten, gelang es den Hildenern, die „Offensivwelle“ der Dukes zu bremsen. Doch dieser Leistung konnten die Wains nichts mehr entgegen setzen: Ihnen gelang in der zweiten Hälfte des neunten Durchgang überhaupt nichts mehr und so konnte die Herrenmannschaft der Dukes letztlich den (punktemäßig) höchsten Sieg seit Bestehen einfahren.

Besonders hervorzuheben sind die drei Homeruns des Jülicher Catchers Heiner Bongartz, davon ein sogenannter „Grand Slam, der gleich vier Punkte wert ist, der Homerun des Jülicher Trai-ners Horst Pünzeler sowie starke Offensivleistungen der beiden Linkshänder in den Reihen der Herzogstädter, Jan Kehls (5 Hits in 7 Schlagdurchgängen) und Stefan Buhr (4 Hits in 6 Schlagdurchgängen).

In der Tabelle konnten sich die Herzogstädter mit diesem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz hinter den weiterhin führenden Zülpich Eagles vorkämpfen. Jetzt gilt es, am kommenden Wo-chenende bei einem sogenannten „Double Header“ (zwei Spiele am gleichen Tag) in Wesse-ling, die Ambitionen an der Playoff-Teilnahme durch zwei weitere Siege zu unterstreichen und sich ein wenig Luft im Kampf um die Plätze zu verschaffen.

Das nächste Heimspiel der Dukes findet am 13. Juli auf dem Dukes Field in Barmen statt, wo man die Cologne Cardinals aus Köln zu Gast hat.


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