Jülicher Herzöge „rupfen“ Zülpicher Adler
Von Redaktion [30.06.2008, 20.47 Uhr]
Jüngst trafen die Baseballer aus der Herzogstadt im Meisterschaftsspiel der Landesliga I auf die hoch favorisierten Tabellenführer aus Zülpich, die bislang erst eines ihrer acht Saisonspiele verloren geben mussten. Beim Heimspiel auf dem Jülicher Dukes Field Anfang Mai musste man sich den Zülpichern, die als Aufstiegsfavoriten gehandelt werden, noch mit 5:17 geschlagen geben.
Pünktlich um 16 Uhr konnte das Spiel bei bestem Sommerwetter auf dem Zülpicher „Naby Field“ mit Jülicher Angriffsrecht beginnen. Die Jülicher begannen gleich furios: Bereits im ersten Offensivdurchgang konnten die „Boys in Blue“ gegen den Zülpicher Startwerfer zwei Punkte ins Ziel bringen und sicherten sich so eine exzellente Ausgangsbasis.
Pascal Caspers, der Jülicher Pitcher (Werfer), dominierte die Zülpicher Schlagmänner hingegen in den ersten vier Durchgängen nahezu nach Belieben und ließ gegen die Eagles keinen Punkt zu. So stand es nach 4 Innings (Durchgängen) – die Dukes legten zwischenzeitlich weitere drei Punkte nach – vielversprechend 5:0 für die Herzogstädter.
In der Folge kamen die Zülpicher immer besser mit Caspers Würfen zurecht und konnten ihrerseits auf die Punktetafel gelangen. Auch die Einwechslung von Johnny Castillo, dem Jülicher Ersatzwerfer, konnte den zwischenzeitlichen Rückstand (6:7) nicht verhindern.
Die Dukes hingegen ließen sich vom Höhenflug der Adler nicht verunsichern und konnten gegen den hochgewachsenen Zülpicher Ersatzwerfer Ralf Bauer, gegen den man in vergangenen Spielen nicht gut ausgesehen hatte, eine Reihe guter Schläge landen. Besondere Aufmerksamkeit verdient hierbei Pascal Caspers Homerun, der nicht nur auf einen Schlag drei Punkte nach Hause brachte, sondern zugleich Caspers erster Homerun seiner Karriere war.
Für Johnny Castillo, der mit einer Leistenzerrung vorzeitig vom Wurfhügel müsste, sicherte der vor kurzem zu den Jülichern gestoßene US-Amerikaner Kurt Bastian den Vorsprung und trieb die Zülpicher reihenweise mit guten Pitches (Würfen) zur Verzweiflung.
Der unermüdliche Offensiveinsatz der Dukes sowie die überaus stabile Verteidigungsleistung, die nur einen Fehler in acht Innings zuließ, sorgten schließlich für einen komfortablen 7-Punkte-Vorsprung, bevor das anrückende Gewitter mit Blitz und Donnerschlägen ein (risikoloses) Weiterspielen unmöglich machten und die tadellosen Aachener Umpire (Schiedsrichter) das Spiel folgerichtig abbrachen. Aufgrund der erreichten Spielfortschritts (7,5 Innings) wird das Spiel jedoch als regulärer Sieg der Dukes gewertet.
Insgesamt konnten die Dukes während ihrer sieben Offensivdurchgänge überdurchschnittliche 22 Hits (erfolgreiche Schläge) verbuchen. Erwähnenswert sind erneut die Schlagleistungen der Jülicher Leistungsträger Sebastian Schütz (5 Hits), Christoph Postels (4 Hits). Auch Pascal Caspers, der – abgesehen von seinem Homerun – zwei weitere Hits verbuchen konnte und der erst 16-Jährige Jan Kehls (3 Hits) waren durch ihre starken Leistungen Garanten für den verdienten Sieg.
Die starke Leistung der Dukes am zurückliegenden Sonntag ließ den schlappen Auftritt vom Sonntag zuvor (6:16 gegen die ebenfalls als Favorit für den Aufstieg gehandelten Cologne Cardinals) vergessen machen.
„Wir haben gezeigt, dass wir solch unzufriedenstellende Leistungen [wie gegen Köln] abschütteln und mit klarem Kopf und dem Jülicher Kampfgeist auch gegen starke Mannschaften gewinnen und ganz vorne mitspielen können.“, kommentierte Horst Pünzeler, der Jülicher Coach nach dem Spiel.
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