Geschichtsverein beschenkt SV Viktoria mit einer Ausstellung

Der „heilige“ Rasen von Koslar
Von brs [17.06.2008, 08.21 Uhr]

Freuen sich über das gelungene Geburtstagsgeschenk zum 100. der SV Viktoria Koslar. . .

Freuen sich über das gelungene Geburtstagsgeschenk zum 100. der SV Viktoria Koslar. . .

„Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt!“ Und weil das so ist – zumindest für die Mitglieder der SV Viktoria Koslar – muss der runde Geburtstag des örtlichen Fußballvereins natürlich entsprechend gewürdigt werden. Als standesgemäßes Geburtstagsgeschenk beglückte Koslars Geschichtsverein die Viktoria mit einer eigenen Ausstellung.

Sonntag früh um elf Uhr öffnete der De Nickel-Schuppen den Geburtstagsgästen seine Türen. Fürs passende Ständchen sorgte die Mellowtone Band rund um Reinhold Wagner, leckere Kaltgetränke zapften die Fußballer ihren Besucher gar höchstpersönlich. Peter Wagner, Vorsitzender des Geschichtsvereins, hielt sich mit langwierigen Reden bewusst zurück – schließlich sollten die Gäste genügend Zeit haben ausgiebig in Erinnerungen aus hundert Jahren dörflicher Fußballgeschichte zu schwelgen. Vorlage für die nostalgische Reise in die Vergangenheit bilden rund 100 Exponate an der Wand und sogar auf dem Boden des historischen Dorfgebäudes, in dem sonst Arnold Schlader für Ausstellungen verantwortlich zeichnet.

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Theo Meurer und Peter Wagner (links) freuen sich gemeinsam. . .

Theo Meurer und Peter Wagner (links) freuen sich gemeinsam. . .

So manche Stunde haben Wagner und Kollegen im Archiv der Viktoria gewühlt und einige Schätzchen zutage gefördert: Leicht vergilbte Bilder aus den Anfangstagen des Vereins – übrigens damals als reiner Fußballverein gegründet – rosafarbene Spielerpässe aus den 1940er und 50er Jahren ebenso wie Urkunden, Wimpel und Danksagungen befreundeter Vereine. Originellstes Ausstellungsstück ist jedoch zweifelsohne die hölzerne Bank aus dem, dem Untergang geweihten Vereinsheim, dicht gefolgt von einem kleinen Stückchen „heiligen Rasens“. Ortsvorsteher Wagner hat es sich übrigens nicht nehmen lassen, das Grün persönlich zu „organisieren“: „Hab ich heute Morgen selbst geklaut,“ schmunzelt der geständige Dieb gut gelaunt. Spricht‘s und stößt mit Viktoria-Chef Theo Meurer auf die nächsten hundert Jahre erfolgreicher Vereinsgeschichte an.

Meurer bedankte sich, ebenfalls kurz und knapp, bei den vielen Neugierigen im De Nickel-Schuppen, beim Hausherren und den Musikern. Einen kurzen Rückblick in die Tiefen der Geschichte gab es auch noch, bevor den Besuchern viel Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang vorbei an den mit viel Liebe zum Detail ausgewählten Exponaten blieb.

Noch drei Mal kann die Ausstellung bewundert werden: am 18. und 21. Juni
von 17 – 19 Uhr und am 22. Juni von 11 -19 Uhr.


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