Jakub Kosowski glänzt bei seinem letzten Spiel in Jülich

TTC-Abschied auf Polnisch
Von Thomas Mauer [28.04.2008, 08.55 Uhr]

Zu seinem letzten Saisonspiel empfing der TTC indeland Jülich die Gäste vom TTC Zugbrücke Grenzau. Für die Jülicher ging es in der Partie allenfalls um Tabellenkosmetik, für die Grenzauer war ein Sprung in die Play-offs nur unter umfangreichen Berechnungen möglich.

In ungewohnter Formation starteten die Jülicher mit ihren Doppeln. Jörg Roßkopf bekam Jakub Kosowski zur Seite gestellt, Taku Takakiwa spielte mit Trainer Johannes Dimmig. Gegen Lucjan Blaszczyk/Mattis Burgis starteten Roßkopf/Kosowski ausgeglichen, mussten aber den ersten Satz 7:11 abgeben. Danach fanden die beiden Jülicher immer besser zu einander und gewannen auch verdient 12:10.
Geschlossen und taktisch klug spielten die beiden Jülicher den dritten Satz, der auch verdient 11:7 nach Jülich ging. Hoch konzentriert und vor allem motiviert zeigten sich sowohl Roßkopf als auch Kosowski.
Dennoch verloren die beiden den vierten Satz 8:11.
Zwei Kantenroller im fünften Satz bewiesen Jakub das Glück des Tüchtigen. Acht Matchbälle brauchte es nicht, der dritte langte zum verdienten 11:4.

Takakiwa/Dimmig verloren ebenfalls ihren ersten Satz 5:11, der Trainer konnte sich dabei wiederholt in Szene setzen. Auch der zweite Satz ging 4:11 klar an die Gäste. Taku wirkte unkonzentriert und verschlug mehrmals unnötig. Das setzte sich auch im dritten Durchgang fort. Fünf Matchbälle, den ersten setzte Taku aufs Netz, von wo der Ball aber zurücksprang. Die Grenzauer gewannen 11:5.

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Taku empfing anschließend Lucjan Blasczcyk an der Platte und „Mister Tischtennis“ stand Zoltan Fejer-Konnerth gegenüber. Mit einer knallharten Rückhand gewann Rossi seinen Satz 11:7. Taku profitierte beim 11:7 von einem Fehler seines Gegners. Die zweiten Sätze gaben beide Jülicher dann ab, Taku 7:11, Rossi 6:11. Die Partien wurden spannender, alle Akteure kämpften um die Punkte. Die beiden Gastgeber setzten sich wieder durch (Taku 11:1, Rossi 11:6).
Bei Taku lief es bestens, acht Matchbälle zeigten die Überlegenheit, Taku gewann 11:4. Rossi musste jedoch eine Ehrenrunde einlegen, er verlor 6:11. Und auch im fünften lief es nicht mehr gut. Fünf Matchbälle hatte der Jülicher gegen sich, er verlor 5:11.

Im unteren Paarkreuz spielte als Ersatz Johannes Dimmig gegen Tomas Pavelka und musste Lehrgeld bezahlen. 1:11 verlor er den ersten Satz, 6:11 den zweiten und 3:11 den dritten. Dennoch ließ er wiederholt Klasse aufblitzen.

An der anderen Platte gewann Jakub gegen Mattis Burgis zunächst 13:11, verlor jedoch dann 5:11. Den dritten Satz gewann der Pole 11:8 und bewies im vierten Satz, dass er sich sehr gut entwickelt hat. Endlich war die Nervenstärke da und der Wille zum Erfolg. Jakub holte fünf Punkte in Folge, hatte zwei Matchbälle und verwandelte den zweiten sicher zum 9:11.

Nach der Pause gingen zunächst an beiden Platten die Sätze verloren. Sowohl Taku gegen Fejer-Konnerth als auch Rossi gegen Blasczcyk verloren 12:10. Danach musste sich Rossi erneut mit 8:11 beugen, und verlor auch den dritten Satz 5:11. Taku erging es nicht besser, er verlor ebenfalls den zweiten Durchgang 9:11. Im dritten bewahrte ihn sein Gegner mit einer verschlagenen Aufgabe vor einer peinlichen zu-Null-Niederlage. 11:1 gewann der Grenzauer.

In seinem Abschiedsspiel für Jülich traf Jakub Kosowski auf Tomas Pavelka. Der Pole blühte zunächst förmlich auf und schlug wiederholt erfolgreich in die lange Ecke seines Gegners. 11:6 war der verdiente Lohn. Im zweiten Satz musste Jakub sich 7:11 beugen. Den vierten Satz kennzeichneten heftige und lange Ballwechsel, beide Spieler griffen beherzt und kompromisslos an. Vom Beifall der etwa 200 Zuschauer getragen, spielte sich Jakub in die Form seines Lebens. Er gewann verdient 11:3
Im vierten Satz verwöhnten die beiden Spieler ihre Zuschauer erneut mit spannenden Ballwechseln, am Ende hatte jedoch Pavelka mit 11:9 die Nase vorn. Im fünften Satz haderte Jakub ein wenig mit seinem Schicksal, letztlich verlor er 4:11, hinterließ jedoch einen glänzenden Eindruck.

„Ich hatte mir schon am Saisonende einen höheren Tabellenplatz vorgestellt“, zeigte sich Ehrenpräsident Arnold Beginn ein wenig enttäuscht. Die fehlende Spielpraxis sei ein wichtiger Grund für zahlreiche verlorene Spiele. „Wenn vier Spieler nicht einmal auf 80 Bundesliga-Begegnungen kommen, spricht das eine deutliche Sprache“.

„In den letzten fünf Spieler ging es tabellentechnisch für uns um nichts mehr“, relativierte Trainer Johannes Dimmig die Leistungen.

Grund zur Freude haben die Jülicher indes schon, denn der Wechsel des englischen Star Paul Drinkhall in die Herzogstadt ist perfekt. Letzte Einzelheiten wurden zwischen Arnold Beginn und dem englischen Verband geklärt. Das Talent steht damit in der kommenden Saison für die Bundesligaspiele zur Verfügung.


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