Akzeptanz und Wertschätzung erarbeitet

Conrad Doose stolz auf den starken Förderverein Festung Zitadelle
Von tee [16.04.2008, 08.19 Uhr]

Als eines der Erfolgsprojekte des Fördervereins Festung Zitadelle bezeichnet Vereinsvorsitzender Conrad Doose die „nördliche Wachstube“ am Brückenkopf. Mit Geld und Sachspenden beläuft sich die Finanzdecke für das ehrgeizige Unterfangen auf 25.000 Euro, wie er bei der jüngsten Jahreshauptversammlung mitteilte. Dazu kommen 20.000 Euro NRW-Landesförderung – gekoppelt an 500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Vereinsmitglieder – und die Finanzspritze eines anonymen überregionalen Spenders. Dieser hatte Doose angerufen und für jeden gespendeten Euro bis zum Tag x einen Euro als Spende dagegen gesetzt. Limit: 5000 Euro. „Damit scheint die Finanzierung gesichert“.

Hans Meyer, stellvertretender Vereinsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Brückenkopf-Park GmbH hat die Federführung des Projektes, in dem sich neben dem Förderverein Festung Zitadelle Jülich weitere Vereinen engagieren, um die nördliche Wachstube mit anschließender Defensionsgalerie im Brückenkopf zu erschließen und für Ausstellungen und Besucherführungen nutzbar zu machen.

Der Vereinsvorsitzende Doose selbst betreut die Burg Engelsdorf. Hier gelang 2007 die Sicherung des gotischen Turmgewölbes, das drohte durch das Mauerwerk auseinandergedrückt zu werden. „Das hält jetzt die nächsten 15 bis 20 Jahre“, ist Conrad Doose überzeugt. Zu 65 Prozent zahlte der Regierungspräsident die 50.000-Euro-teure-Sanierungsmaßnahme. Die Gemeinde Aldenhoven, die Sparkasse, der Förderverein und das Künstler-Ehepaar Fernandez als Eigner taten das Ihre dazu.

Werbung

Als nächste Maßnahme steht nun die Sicherung des Pallas-Daches an. Die Kosten zur Erneuerung oder Sanierung bezifferte Doose auf rund 950.000 Euro. „Stiftungen müssen angefragt werden. Die Finanzierung ist gänzlich ungesichert.“ Die Wertigkeit steht für den engagierten Denkmalschützer außer Frage: Bei der Burg Engelsdorf handele es sich um die besterhaltene Wasserburg im Jülicher Burgenring.

Neben der aktiven Hilfe vor Ort, ist ein Vereinsziel die Publikation – ein Großteil des Vereinsvermögens liegt zwischen den Seiten der Bücherbestände. Und weitere Veröffentlichungen sind in Planung. Mit dem Geschichtsverein arbeiten Fördervereins-Mitglieder am Band 8 der Jülicher Forschungen: Auf 350 Seiten wird „Das italienische Jülich“ beleuchtet. In Arbeit ist außerdem ein Werkverzeichnis René von Schöfers.

Stolz ist der im Vereinsvorsitzende Conrad Doose auf die Akzeptanz der Fachleute, die durch die 20 Jahre lange beharrliche Arbeit des Verein gewachsen sei. Das zeige sich durch die Fördermittel, die vom Land und Stiftungen bewilligt werden sowie gute Kooperationen. Vor Ort gelte das für den Geschichtsverein und die Joseph-Kuhl-Gesellschaft sowie den Bürgerbeirat Historische Festungsstadt. „Wir sind ein starker Verein“, freut sich der auch im 15. Jahre wiedergewählte Frontmann des Fördervereins Festung Zitadelle. 256 Mitglieder – Tendenz steigend - weiß er hinter sich und seinem vierköpfigen Vorstand plus elf Beisitzer. Aus der Riege der Beisitzer sind nach langer Vorstandsarbeit Andreas Hardt und Dr. Klement Reinartz ausgeschieden.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>
Kölsche Nacht beim Jülicher Stadtfest [09.04.2017, 12.47 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung