Förderverein Festung Zitadelle und VHS Jülich laden zur Führung ein

Im Vorbeigehen Geschichte erleben
Von Redaktion [05.03.2008, 08.44 Uhr]

Der Giebel der Schlosskapelle vom Innenhof der Zitadelle gesehen.

Der Giebel der Schlosskapelle vom Innenhof der Zitadelle gesehen.

Weit über die Grenzen der Stadt an der Rur hinaus ist ihr Ruf gegangen: Die an Großzügigkeit und gleichzeitiger Geschlossenheit monumental und unverrückbar stehende Festung Zitadelle. Erst bei einer Einführung in ihre Mitte des 16. Jahrhunderts, wie Conrad Doose, Vorsitzender des Fördervereins Festung Zitadelle, sie bietet, erschließt sie sich ihre herausragende wehrtechnische Bedeutung.

Als erste italienische Renaissancefestung nördlich der Alpen wurde sie mit der geradezu revolutionären „Rundumverteidigung ohne tote Winkel“ und der „weichen“ Struktur der Wälle errichtet, die selbst Luftminen 1944 nicht sprengen konnten. Wer das Vertraute einmal mit anderen Augen sehen möchte, dem bietet sich am Sonntag, 9. März, eine Gelegenheit dazu.

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Von der Zitadelle ausgehend, erschließt sich auch die Stadtanlage neu. Auf dem Weg durch die historische Altstadt Jülichs werden Strukturen der „Idealanlage der Renaissance“ sichtbar. Und wohl kaum jemand vermutet hier Erinnerungen an die „zweite Stadtgründung Jülichs“ vor 450 Jahren.

Eine geheimnisvolle Rolle spielt dabei der „am Reißbrett konstruierte“ Stadtgrundriss; auch er repräsentiert italienische Befestigungstechnik, die modernste des 16. Jahrhunderts. Und in der Nachkriegsarchitektur prägen Renaissanceformen den Altstadtkern, den Marktplatz mit seinen „südlichen Wurzeln“, das „Alte Rathaus“ und das „Stadthotel“ - Architektur der „dritten Stadtgründung“ Jülichs, die an ihre italienischen Ursprünge erinnert.

Die Führung wird in Zusammenarbeit von Volkshochschule Jülich und Förderverein Festung Zitadelle angeboten. Sie startet um 11 Uhr an der Pasqualini-Brücke. Eine Gebühr wird erhoben.


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